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Pikes Peak

Rekordjagd am Berg

Foto: Suzuki Sport 6 Bilder

Suzuki hat ein Monster erschaffen - ein Monster mit nur einem Ziel. Der "Sport XL7" soll die 13 Jahre alte Bestzeit beim legendären Pikes Peak International Hill Climb unterbieten.

19.07.2007

Es ist nun fast genau 20 Jahre her, als Walter Röhrl mit einer rund 600 PS starken Evolutionsstufe des Audi S1 am Fuße des Pikes Peak im US-Bundesstaat Colorado an den Start rollte. 20 Kilometer und 156 Kurven später hatte er einen neuen Rekord aufgestellt: Die bayerische Rallye-Legende bewältigte die Serpentinen-Strecke am 11. Juli 1987 als Erster überhaupt in unter elf Minuten. Es war ein spektakulärer Ritt auf der Rasierklinge.

Am Samstag (21.7.) versucht Suzuki einen neuen Rekord aufzustellen. Die aktuelle Bestzeit steht bei 10,04 Minuten, aufgestellt durch Rod Millen. 1994 bezwang der Neuseeländer den Berg mit einem 850 PS Toyota Celica Supra. Seitdem haben sich viele Fahrer an Millens Zeit die Zähne ausgebissen.

"Leichte" Modifikationen

Suzuki verwendet für die Rekordjagd einen "modifizierten" XL7. Viel hat das PS-Monster allerdings nicht mehr mit dem Lifestyle-SUV zu tun: Aufgeladen durch einen Twin-Turbo soll der 3.6-Liter-V6-Motor des "Sport XL7 Hill Climb Special" beeindruckende 1.007 PS auf die Schotterpiste bringen. Bei einem Gewicht von nur 1.100 Kilo ist es schon als Kunst zu bezeichnen, das Monster überhaupt auf der rutschigen Strecke zu halten.

Die Kunst am Pikes Peak ist es außerdem, den Motor so einzustellen, dass auch in der dünnen Luft am Gipfel in 4.300 Metern Höhe noch genügend Leistung vorhanden ist. Die Überwindung der 1.430 Höhenmeter stellt hohe Ansprüche an Fahrer und Material. Pilotiert wird der rote Renner, der ein wenig wie ein überdimensionales RC-Car aussieht, vom Japaner Nobuhiro "Monster" Tajima. Das mittlerweile 57-Jahre alte Rallye-Urgestein hat sich schon mehrmals am Pikes Peak-Rekord versucht. Mal kamen ihm Crashs oder technische Probleme dazwischen, mal war das Wetter nicht auf seiner Seite.

Erfahrung am Pikes Peak

Im vergangenen Jahr konnte "Monster" das Rennen zwar gewinnen, die Strecke musste allerdings nach plötzlichen Schneefällen am Gipfel um ein Drittel gekürzt werden. Auch wenn der Speed sicher vorhanden war, gab es wieder keine Chance den Rekord zu brechen. Mit einem noch einmal verbesserten XL7 soll das Unternehmen Rekordjagd in diesem Jahr endlich gelingen.

Mehr noch als durch die Rallye-Auftritte wurde Suzukis und Tajimas Pikes Peak-Engagement übrigens durch die Videospielreihe Grand Tourismo bekannt. Besonders der Suzuki Escudo in der Pikes Peak Edition wurde als stärkstes Auto von Grand Tourismo 2 zu einer echten Rennspiel-Legende.

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