Porsche 918 RSR auf der Detroit Motorshow: So kommt der Supersportler

Porsche 918 RSR, Matthias Müller

Mit dem Porsche 918 RSR wird auf der Detroit Motor Show 2011 die Rennversion eines Supersportwagens von morgen mit Hybrid-Antrieb vorgestellt. Das Mittelmotor-Coupé dient Porsche als rollendes Rennlabor zur Erprobung von Zukunftstechnologien in der Motorsport-Praxis und soll beim 24h-Rennen am Nürburgring 2011 starten.

Von der Rennstrecke auf die Straße

Bereits die Enthüllung des Prototypen 918 Spyder als Konzeptstudie eines Mittelmotorsportwagens mit emissionsarmer Antriebstechnik auf dem Automobilsalon in Genf 2009, gab einen Ausblick auf zukunftsfähige Sportmodelle von Porsche. Nach dem Beschluss der Serienentwicklung folgt nun die Coupé-Variante des Supersportwagens. Allerdings wird bei der Weltpremiere des Porsche 918 Coupés auf der Detroit Motor Show 2011 nicht das Straßenmodell vorgestellt, sondern gleich die Rennversion 918 RSR - schließlich ist ein Start beim 24h-Rennen am Nürburgring 2011 geplant.

Porsche 918 RSR mit sichtbarem Lüfterrad

Das Porsche 918 Coupé übernimmt die Formensprache der 918 Spyder-Studie mit den Design-Elementen der Porsche 917 Rennwagen und des Porsche Carrera GT. Allerdings wird die Fahrgastzelle von einem kanzelartigen Cockpit bedeckt, das seitlich fließend in den Heckbereich übergeht. Dazwischen befinden sich hinter der Fahrgastzelle die Ram Air-Ansaugstutzen mit sichtbarem Lüfterrad.

Als optische Merkmale der Rennversion Porsche 918 RSR dienen seitliche Front-Flics und Luftsplitter unterhalb der Frontlippe sowie ein Heckspoiler in RS Spyder-Abmessungen. Weitere Rennsport-Accessoires sind zusätzliche Luftöffnungen, die Schnellverschlüsse an der vorderen und der hinteren CFK-Haube sowie die beiden Dachantennen für Boxenfunk und Telemetrie. Im Innenraum herrscht puristischer Rennsport-Minimalismus - einzige Ausnahme ist der Schalensitze, der mit braunem Leder bezogen ist.

Fortschritt steckt unter der Karosserie

Der neu gestaltete Farbton "Liquid Metal Chromblau" betont die skulpturhafte Form des Sportwagens mit den muskulösen Radhäusern, die von profillosen Slick-Rennreifen auf 19-Zoll-Rädern mit Zentralverschluss ausgefüllt werden. Auf den Bremssätteln und als Längsstreifen auf der Karosserie trägt der 918 RSR die bei Porsche typische Hybrid-Farbe orange und gibt damit einen Hinweis auf die Technik. Denn die vom Porsche 911 GT3 R Hybrid-Rennwagen erfolgreich eingesetzte Hybrid-Technologie mit Schwungradspeicher wurde in einer weiteren Entwicklungsstufe im Porsche 918 RSR übernommen.

Porsche 918 RSR mit maximal 767 PS

Im Porsche 918 RSR ergänzt ein elektrischer Vorderachsantrieb mit zwei Elektromaschinen den vor der Hinterachse platzierten V8-Benzinmotor. Das Direkteinspritzer-Triebwerk ist eine Weiterentwicklung aus dem RS Spyder-Rennwagen und leistet im Porsche 918 RSR 563 PS bei 10.300/min. Die beiden Elektromotoren steuern jeweils 75 kW, also insgesamt 150 kW bei, was die maximale Leistungsausbeute des Porsche 918 RSR auf 767 PS steigert. Die zum Antrieb der Elektromotoren benötigte Energie wird beim Bremsen rekuperiert und in einem elektrischen Schwungrad mit maximal 36.000 Umdrehungen pro Minute als Rotationsenergie gespeichert. Per Knopfdruck am Lenkrad wird die Energie abgerufen und treibt die E-Motoren an. Dadurch steht kurzzeitig mehr Leistung zur Verfügung oder die Energie kann zur Entlastung des Verbrennungsmotors genutzt werden, was zu einer Reduzierung des Verbrauchs führt und damit zu einer Erhöhung der Reichweite auf der Strecke.

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Carsten Rose

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