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Porsche geht nicht nach Le Mans

Foto: Porsche 7 Bilder

Der Amerikaner Roger Penske würde gern mit Porsche nach Le Mans gehen, doch Porsche will nicht. Penske ist das Abenteuer ohne finanzielle Unterstützung zu teuer, Porsche scheut den Gang an die Sarthe aus finanziellen und politischen Gründen.

09.11.2006 Markus Stier

Gegenüber der britischen "Autosport" verriet Porsche-Partner Roger Penske, dass ihn die Einsätze mit dem RS Spyder in der American Le Mans-Serie (ALMS) nicht ausfüllen: "Ich würde am liebsten nach Le Mans zurückkehren, aber das wäre ein Riesenaufwand", sagt Penske und spielt den Ball weiter nach Zuffenhausen: "Das ist eine Entscheidung die Porsche treffen müsste."

In der Porsche-Zentrale stößt die Penske-Initiaitve auf wenig Gegenliebe. Es gibt keinerlei Pläne, den 24 Stundenklassiker erstmals seit 1998 mit einem Protoypen in Angriff zu nehmen. Madig wird den Zuffenhausenern der Einsatz auch vom Veranstalter gemacht: Der Automobile Club de L'Ouest hat erst vor zwei Wochen festgelegt, dass die kleine Prototypen-Klasse LMP2, in der Porsche antreten könnte, künftig zusätzlich eingebremst wird.

Der ACO will verhindern, dass ein Hersteller die traditionell für kleine Privatteams geschaffene Klasse zu sehr dominiert und nebenbei mit dem 500 PS starken und deutlich leichteren LMP2-Auto gegen die über 600 PS starken aber schwereren LMP1-Prototypen nach dem Gesamtsieg greift. Die Sorgen des ACO sind begründet, wagte es in der abgelaufenen ALMS-Saison gerade einmal ein einziger Lola, gegen die beiden Penske-Porsche anzutreten.

Mit Kanonen auf Spatzen

Roger Penske würde ohnehin lieber nicht in der kleinen Klasse mit Kanonen auf Spatzen schießen: "Ich habe mir immer gewünscht, in der LMP1 anzutreten, aber wir müssen auf dem Boden bleiben. Ich denke, wir sind nicht bereit, nach Le Mans zu gehen, bevor wir nicht um den Titel in der LMP1 mitfahren können."

In der ALMS gelang Porsche mit dem RS Spyder mit viel Glück ein Gesamtsieg. 2007 sollen in Amerika weiter Sonderregeln gelten, um den schwächeren Porsche in Reichweite der stärkeren Audi zu halten.

Porsche selbst hat keine werksseitigen Einsätze in Le Mans geplant. Nachdem es bis zum Ende der neunziger Jahre reichlich Unfrieden mit enttäuschten Kunden gab, gilt die Devise, dass man nicht mit einem Werksteam gegen die eigene Kundschaft antritt. Allerdings hat sich das etwa zwei Millionen Euro teure Paket für einen RS Spyder außer Milliardär Penske noch kein weiteres Team leisten wollen.

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