Race of Champions 2011: Sebastién Ogier holt den Einzelsieg

Sebastien Ogier Race of Champions 2011

Zum fünften Mal in Serie haben Formel-1-Doppelweltmeister Sebastian Vettel und Rekordchampion Michael Schumacher die Nationenwertung beim Race of Champions gewonnen. Den Titel im Einzelwettberwerb sicherte sich allerdings Rallye-Pilot Sebastién Ogier aus Frankreich.

Zusammen sind Michael Schumacher und Sebastian Vettel unschlagbar. Im Einzel müssen die deutschen Motorsportfans aber weiter auf den ersten Sieg ihrer Formel-1-Helden beim Race of Champions warten. Nachdem Schumacher seinen Kumpel am Sonntag (4.12.) beim Dream-Team-Duell in Düsseldorf schon im Viertelfinale aus dem Rennen geworfen hatte, scheiterte Schumacher mit Ex-Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack auf dem Beifahrersitz eine Runde danach an Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen.

"Das ist nun mal so", meinte Schumacher, nachdem er 18 Stunden zuvor mit Vettel nach dem fünften Sieg in der Nationenwertung in Serie noch den Startschuss für eine ausgiebige Feier gegeben hatte.

Schumacher schlägt Vettel

Wie von der Tarantel gestochen, rannte Schumacher nach dem Finalsieg in der Teamwertung auf die Zuschauerränge und gönnte den staunenden Fans eine ausgiebige Champagner-Dusche. Der ebenso bestens aufgelegte Vettel sorgte bei der Pressekonferenz kurz vor Mitternacht für reichlich Unterhaltung. "Ich bin ja noch ziemlich jung, es wird also viel Orangen-, Cranberry- und Apfelsaft und vielleicht sieben Variationen von Kartoffelchips geben", kündigte der 24-Jährige vor der Siegerparty an: "Um acht Uhr morgens sollten wir dann aber ins Bett gehen."

Wie spät es genau wurde, ist nicht bekannt. Am Nachmittag präsentierten sich beide jedenfalls putzmunter. Schumacher, in der vergangenen Saison mit Mercedes GP erneut ohne Podestplatz, unterstrich seine Ambitionen auf den ersten Rang bei dem Motorsport-Spektakel mit verschiedenen Fahrzeugtypen und gewann all seine Gruppenläufe. Zum Schluss sogar mit über eine Sekunde Vorsprung auf Formel-1-Vizeweltmeister Jenson Button. Vettel setzte sich in seinen beiden ersten Rennen ebenfalls souverän durch, patzte aber im letzten Durchgang. Und so kam es zum vorgezogenen Kumpel-Duell.

Sie traten an im spektakulären Buggy. Und Schumacher behielt die Nase auf dem 600 Meter langen Parallel-Rundkurs vorn, mit über einer Sekunde Vorsprung auf den Doppelweltmeister aus Heppenheim. "Du genießt es immer, wenn Du gewinnst. Wenn Du gegen einen Guten gewinnst, genießt Du es noch mehr", meinte Schumacher nach seinem Erfolg über Vettel.

Ogier holt Einzeltitel

Im Halbfinale scheiterte dann DTM-Meister Martin Tomczyk aus Rosenheim an Rallye-Pilot Sebastién Ogier aus Frankreich - pikanterweise im Audi. Tomczyk gab jüngst seinen Wechsel von den Ingolstädtern zu DTM-Rückkehrer BMW bekannt. Neuer Champion der Champions auf dem 600 Meter langen Parallel-Rundkurs wurde damit kurz darauf der Rallye-WM-Dritte Sebastién Ogier, der Schumacher-Bezwinger Kristensen im Finale keine Chance ließ.

Was im Einzel mal wieder misslang, war im Nations Cup hingegen erneut geglückt. Seit 2007 stehen Schumacher und Vettel dort immer ganz oben. "Wir haben uns des Öfteren gegenseitig aus der Patsche geholfen", verriet Vettel, der fünf seiner sechs Team-Rennen gewann.

Vettel und Schumacher hatten sich im Finale gegen das Team Nordic mit Kristensen und Rallye-Pilot Juho Hänninen aus Finnland mit zwei Siegen klar durchgesetzt. Das zweite deutsche Team mit Formel-1-Kollege Timo Glock und DTM-Fahrer Timo Scheider war hingegen schon in der Vorrunde knapp gescheitert.

In unserer Fotogalerie haben wir die besten Bilder vom ROC-Spektakel aus Düsseldorf.

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dpa

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