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Race of Champions

Ekström und Finnland triumphieren

Foto: RoC 53 Bilder

Beim Race of Champions (15. bis 16.12.) im Stade de France von Paris sicherte sich der Schwede Matthias Ekström den Titel des Meisters der Meister. Die Mannschaftskonkurrenz ging an das Team Finnland. Die deutschen Starter gingen leer aus.

18.12.2006

Für einen Moment herrschte fast Stille im Stade de France. Rund 50.000 Zuschauer hatten gerade miterlebt, wie das Undenkbare geschehen war: Tourenwagen-Ass Matthias Ekström hatte gerade Titelverteidiger Sébastien Loeb geschlagen, auf dessen eigenen Auto.

Der Schwede gewann im Finale der Einzelkonkurrenz auf dem 1,3 Kilometer langen Asphaltkurs nicht nur auf dem Citroen Xsara WRC gegen den Rallye-Weltmeister, er setzte sich anshcließend auch auf einem rund 300 PS starken Renault Mégane-Prototypen gegen den Rallye-Weltmeister durch. "Ich bin völlig aus dem Häuschen, hier zu gewinnen. Das ist der schönste Augenblick meines Lebens, sogar besser als der DTM-Titelgewinn 2004", sagte der euphorische Skandinavier. "Ich bin besonders stolz, dass ich Sébastien auf seinem eigenen Auto geschlagen habe," "Wenn man bedenkt, dass Matthias heute mehr auf der Toilette als im Auto gesessen hat, ist das eine unglaubliche Leistung", sagte Organisator Frederic Johnsson in Anspielung auf die Magenverstimmung des Schweden.

Sébastien Loeb: "Mattias verdient den Titel"

"Mattias ist auf einer Rallyeprüfung genauso schnell wie auf derRundstrecke, außerdem ist er heute extrem gut gefahren. Er verdient denTitel," sagte der entthrohnte Sieger Loeb, für den das Race ofChampions der erste sportliche Einsatz seit seinem Armbruch EndeSeptember war.

Loeb hatte zuvor im Halbfinale Ex-Weltmeister Colin McRaeausgeschaltet. Auf Ekströms Opferliste findet sich auch DTM-KollegeBernd Schneider, der ebenso in der ersten Runde verlor wieEx-Rallye-Profi Armin Schwarz. Auch in der Mannschaftswertungscheiterte das Duo in der ersten Runde.

Travis Pastrana: Die US-One-Man-Show

In der Mannschaftswertung traten Rallye-Vizeweltmeister Marcus Grönholm und Formel 1-Mann Heikki Kovalainen zum dritten Mal gemeinsam an und holten sich endlich den Titel. Schlüssel war der Erstrundensieg gegen Titelverteidiger "Team Skandinavien" mit der starken Paarung Tom Kristensen (Dänemark) und Mattias Ekxtröm.

Dabei war nicht Grönholm der stärkere Mann sondern Alonso-Nachfolger Kovalainen. "Das ist hier bloß ein Ein-Mann-Team" unkte Grönholm, der im Finale gegen die USA sein Rennen gegen US-Rallye-Champion Travis Pastrana verloren hatte. Dabei war Pastrana die wirkliche One-Man-Show. Weil sich Teamkollege Jimmie Johnsson verletzte, war Scott Speed als Ersatz vorgesehen, doch der Toro Rosso-Fahrer war nach einem Testunfall in Jerez ebenso nicht fahrtüchtig. Die Nominierung eines weiteren Ersatzfahrers scheiterte an fehlenden Flugverbindungen. So trat Pastrana solo an und schaffte es bis ins Finale, wo er allerdings nach dem Erfolg über Grönholm zwei Niederlagen gegen Kovalainen kassierte.

Pastrana profitierte von der zusätzlichen Fahrpraxis, denn die Bedingungen beim Race of Champions waren noch nie so schwierig wie 2006. Der speziell entwickelte Rutschasphalt wurde nach einigen Regenfällen von Pfützen bedeckt, die Autos für die Fahrer schwer berechenbar. Besonders die stark untersteuernd ausgelegten Rallye-Xsaras und die Mégane-Renner waren schwer zu kontrollieren.

Nachdem das 98er-WM-Stadion in Paris in diesem Winter erstmals nicht komplett zu füllen war, ziehen die Organisatoren Johnsson und Partnerin Michele Mouton 2007 um. Der nächste Austragungsort ist das nagelneue Wembley-Stafion in London.

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