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Rallye Dakar 2010

Al Attiyah sorgt für Spannung an der Spitze

Nasser Al Attiyah Foto: VW 111 Bilder

Mit seiner zweiten Tagesbestzeit bei der Dakar 2010 hat VW-Pilot Nasser Al Attiyah den Rückstand auf seinen Teamkollegen Carlos Sainz deutlich verkürzen können. Auch Rekordsieger Stéphane Peterhansel setzte seine Aufholjagd am Freitag (8.1.) fort.

08.01.2010 Tobias Grüner

Auf der sechsten Etappe konnte sich Carlos Sainz noch deutlich von seinen Teamkollegen absetzen, nur einen Tag später kam bereits der Konter. Pünktlich zur Halbzeit brachte Nasser Al Attiyah mit seiner Bestzeit noch einmal Spannung in die Autowertung der Dakar. "Die zweigeteilte Wertungsprüfung war alles andere als einfach, bot eine große Vielfalt von Geländearten. Da war mentale Stärke gefragt. Ich hatte mir vor der Etappe vorgenommen, zu attackieren. Das ist mir gut gelungen. Für den Rest der Rallye sind wir in einer guten Position", erklärte der Araber anschließend. 4:21 Minuten schenkte er dem Spitzenreiter ein und liegt jetzt mit nur noch gut elf Minuten in unmittelbarer Schlagdistanz.

Miller verliert am Ende an Boden

Genau der gleiche Abstand trennt Al Attiyah auch vom dritten Touareg vom Mark Miller, der weiter auf Platz drei liegt. Dabei lieferte sich der US-Boy zu Beginn des Tages ein aufregendes Duell mit seinem arabischen Teamkollegen. Gegen Ende verlor er dann aber doch noch entscheidend an Boden. "Die lange Distanz von 600 Kilometer war eigentlich nicht so schlimm, obwohl wir viel hinterherfahren mussten. Einmal sind wir leider falsch abgebogen und haben auf einen Schlag zehn Minuten verloren", klagte Miller.

Auf der siebten Etappe von Iquique nach Antofagasta mussten die Teilnehmer einen wahren Marathon zurücklegen. Über 600 Kilometer ging es quer durch Chile. Mächtige Dünen stellten sich den Piloten in den Weg, die selbst mit den drehmomentstarken Turbo-Dieseln nur schwer zu erklimmen waren. Neben Staub, Sand und Geröll sorgte die knifflige Navigation bei einigen Piloten für Kopfzerbrechen.

Peterhansel rückt nach vorne

Bestens zurecht mit den harten Bedingungen kam wieder einmal Stéphane Peterhansel. Mit Rang zwei in der Tageswertung bewies der Dakar-Rekordsieger wieder einmal, dass er eigentlich in der Lage gewesen wäre, um den Gesamtsieg mitzukämpfen. Nach seinem Pech auf der fünften Prüfung hat sich der Franzose bereits wieder auf Rang fünf vorgearbeitet. Die 16 Sekunden Vorsprung von Teamkollege Guerlain Chicherit werden wohl auch nicht mehr lange Bestand haben. Der Zug an der Spitze dürfte allerdings schon abgefahren sein. Auf das Touareg-Trio fehlen mehr als 1:40 Stunden.

Pechvogel des Tages ist wieder einmal Robby Gordon. Von Platz sechs stürzte der populäre Hummer-Pilot bis auf Rang zehn ab. Alleine auf der siebten Prüfung kamen 2:40 Stunden Rückstand hinzu. "Uns ist eine Lichtmaschine ausgefallen. Sie ist einfach kaputtgegangen. Dazu kamen noch drei Plattfüße. Da haben wir erneut sehr viel Zeit verloren. Ich hoffe, das war es jetzt an Pech für den Rest der Dakar", klagte der Amerikaner am Abend sein Leid.

Samstag ist Ruhetag

Am Samstag können sich die Piloten erst einmal von den Strapazen der ersten Dakar-Woche entspannen. Der einzige Ruhetag steht auf dem Programm. Dank einer Dreifach-Führung geht VW-Motorsportchef Kris Nissen zufrieden in die kurze Verschnaufpause: "Den längsten Tag haben wir mit einem Etappensieg und den Plätzen eins bis drei in der Gesamtwertung bewältigt. Am Ruhetag steht den Mechanikern eine Menge Arbeit bevor, während sich Fahrer und Beifahrer ein wenig erholen dürfen. Wir sind im Moment sehr zufrieden, wissen aber auch, dass noch 50 Prozent der Rallye vor uns liegen."

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