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Rallye Dakar 2010

Sainz auf dem Weg zum Dakar-Sieg

Dakar 2010 Foto: VW 111 Bilder

Mit einem zweiten Platz auf der sechsten Etappe (7.1.) hat VW-Pilot Carlos Sainz den Grundstein zum ersten Dakar-Sieg gelegt. Die direkten Verfolger aus dem eigenen Lager büßten deutlich Zeit ein. Nur Stéphane Peterhansel (X-Raid BMW X3) war am Ende etwas schneller.

07.01.2010 Tobias Grüner

Carlos Sainz muss weiter auf seinen ersten Etappensieg warten. Schon zum vierten Mal musste sich der Spanier mit Rang zwei in der Tageswertung begnügen. Allerdings wird es "El Matador" gut verkraften können. Stéphane Peterhansel holte zwar 47 Sekunden auf Sainz auf, mit über zwei Stunden Rückstand im Gesamtklassement liegt der BMW-Pilot aber weiter aussichtslos zurück.

Sainz baut Vorsprung aus

Viel wichtiger für Sainz ist der Blick auf die Konkurrenz aus dem eigenen Stall. Der erste Verfolger Nasser Al Attiyah büßte auf den 418 Wertungskilometern von Antofagasta nach Iquique 11:34 Minuten auf die Spitze ein. Damit verdreifachte sich sein Rückstand auf Sainz auf bereits über 15 Minuten. Auch der dritte Pilot aus dem führenden Touareg-Trio verliert langsam den Anschluss. Mark Millers Rückstand vergrößerte sich am Donnerstag (7.1.) um mehr als acht Minuten. Es scheint als könnte der US-Boy momentan nur gegen Al Attiyah um den zweiten Platz kämpfen.

Allerdings läuft auch für Volkswagen nicht alles perfekt. Das brasilianische Duo Maurício Neves/Clécio Maestrelli schied nach einem Überschlag aus. Unter schweren Schmerzen musste das Duo aus dem Race Touareg geborgen werden. Fahrer und Beifahrer gehe es nach Angaben des Teams aber "den Umständen entsprechend gut". Maurício Neves sei zu einer Kontrolle in ein Krankenhaus gebracht worden. "Ein typischer Dakar-Tag heute. Gut das Neves keine schlimmere Verletzung davon getragen haben. Das zeigt, wie gut der Race Touareg gebaut ist", kommentierte VW-Sportchef Kris Nissen das Tagesgeschehen am Abend im Biwak.

Peterhansel pflügt durchs Feld

Obwohl er seinen Vorsprung an der Spitze des Gesamtklassements ausbauen konnte, war Sainz nicht ganz zufrieden mit der Prüfung des Tages. Der ehemalige Rallye-Weltmeister beklagte, dass er lange Zeit im Staub von Miller Zeit verlor und ihn erst kurz vor dem Etappenende überholen konnte. Aber auch Tagessieger Peterhansel konnte nicht frei fahren. An nicht weniger als elf Konkurrenten musste sich der Dakar-Rekordchampion vorbeikämpfen.

Im Kampf um Platz vier musste Hummer-Pilot Robby Gordon einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Der Amerikaner fing sich auf der Tagesetappe mehr als 49 Minuten Rückstand ein und fiel um zwei Plätze auf Rang sechs zurück. Besser lief es für seine Konkurrenten Carlos Sousa (+21.29 Min.) und Krystof Holowczyc (28.09 Min.), die jeweils eine Position aufrücken konnten.

Motorrad-Pilot Manca stürzt schwer

Neben VW-Pilot Neves musste noch ein weiterer Pilot am Donnerstag per Rettungshubschrauber abtransportiert werden. Der Italiener Luca Manca stürzte gleich zweimal, wobei er beim zweiten Abgang über den Lenker so unglücklich aufprallte, dass er das Bewusstsein verlor und reanimiert werden musste. Die Ärzte versetzten den KTM-Piloten in ein künstliches Koma. Der Gesundheitszustand sei weiter kritisch, heißt es. Manca hatte noch am Vortag für positive Schlagzeilen gesorgt, als er sein Hinterrad selbstlos an den besser platzierten Markenkollegen Mark Coma weitergab. Coma gewann die Tagesetappe, liegt aber wie der Rest des Feldes deutlich hinter Spitzenreiter Cyril Despres, der den Tag als Zweiter beendete.

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