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Rallye Dakar

Das große Duell

Foto: Foto: Gauloises 32 Bilder

Selten waren die Autos der Hauptkonkurrenten so gleichwertig. Die Favoriten rechnen mit einem extrem knappen Ergebnis. Vier Jahre hat VW geübt, nun fühlen sich die Wolfsburger fit, Seriensieger Mitsubishi endlich zu schlagen. 

29.12.2006 Markus Stier

In den vergangenen Jahren ging das erfolgsverwöhnte Mitsubishi-Team immer nach der gleichen Methode vor: Auf den steinigen Prüfungen in Marokko ließ man andere gewinnen, versuchte Fahrfehler und Reifenschäden zu vermeiden, um dann in den Dünen von Mauretanien mal eben mit einem Zwischenspurt für den nötigen Vorsprung zu sorgen, der sich ins Ziel retten lässt. Doch kein Top-Team rechnet damit, dass diese Strategie auch 2007 zum Erfolg führt.

"Weil VW so schnell geworden ist, müssen wir in Marokko schon nah dran sein", sagt Mitsubishi-Technikchef Thierry Viardot. Beide Hersteller arbeiteten vehement an ihren Schwächen. Mitsubishi  machte den Pajero Evo auf klassischen Schotterstrecken schneller, VW richtete sein Hauptaugenmerk auf die bisherige Mitsubishi-Domäne, den Sand.

Auf den Gebieten Leistung und Fahrbarkeit scheinen die beiden Favoritenteams ebenso gleichwertig wie bei der Fahrerbesetzung. Dementsprechend knappe Ergebnisse erwarten die Protagonisten. "Ich glaube nicht, dass sich jemand vom Feld absetzen kann", sagt der Vorjahreszweite Giniel de Villiers.

Die erfahrenen Werksfahrer sind sich einig: Wer sich nur einmal verfährt oder eingräbt, kann damit schon die 16-tägige Rallye verlieren. "Eventuell bist du mit einem Reifenwechsel schon weg vom Fenster", sagt BMW-Teamchef Sven Quandt.

Bei fehlender technischer Überlegenheit wächst die Bedeutung der Menschen. "Du musst nicht das beste Auto haben, sondern die besten Fahrer, die besten Beifahrer und das beste Team", sagt VW-Sportchef Kris Nissen. Seine Fahrer-Besatzungen wechseln nun Räder in zwei Minuten und Antriebswellen in rund zehn Minuten.

Trotz der Gefahr, in Marokko durch Reifenwechsel Zeit zu verlieren und sich im Sahel auf einer der zahllosen Pisten zu verfahren, fürchten die Fahrer die Etappen im Mittelteil am meisten. "Mauretanien ist das Kap Hoorn der Dakar", sagt Organisations-Chef Etienne Lavigne. Die erfahrenen Copiloten erwarten die schwersten Etappen vor dem Ruhetag in Atar und unmittelbar danach.

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