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Rallye Dresden-Dakar-Banjul

60 Grad Celsius

Foto: Breitengrad e.V.

Unter sengender Sonne kämpft sich die Rallye durch die Sandwüste Mauretaniens. Nach vier Tagen Schinderei und Temperaturen bis zu 60 Grad Celsius erreicht der Tross wieder den Atlantik. Doch nicht alle Teams kommen ungeschoren ins Etappenziel in Nouakchott.

28.03.2006 Markus Stier

Zwei Tage ist die Rallye von der Außenwelt abgeschnitten, denn durch die enorme Hitze versagt das einzige Satellitentelefon. Bei Eiseskälte hat sich das Kommunikationsgerät schon bewährt, nun kapituliert es.

Auch für Mensch und Material ist der Ritt eine Zerreißprobe. Immer öfter müssen unfreiwillige Pausen eingelegt werden, weil wieder mal ein Auto im weichen Sand feststeckt. Die Taktik der anderen heißt: Mit Volldampf dran vorbei, bis wieder fester Grund unter den Rädern ist, dann mit Schaufeln und Sandblechen hundere von Metern zurücklaufen, um die Kameraden freizubekommen. Die schweißtreibenden Aktionen schweißen die Truppe zusammen. Mit Laola-Wellen werden die Freigelegten auf festem Boden begrüßt.

Dann kommt die Flut ...

Zwei Teams schaffen den Weg aus der Wüste nicht aus eigener Kraft. Härtester Fall ist der VW T4 eines freien Journalisten, der auf einer Bodenwelle den Ölfilter vom Motorblock abreißt. Es folgt die aufwändigste und zehrendste Reparatur der gesamten Rallye. Nach sechs Stunden gibt die Servicemannschaft auf und schleppt den Havarierten auf einer Asphaltstraße nach Nouackchott, um den Schaden in einer Werkstatt zu beheben.

Der Rest erreicht nach viertägiger Wüstendurchquerung wieder den Atlantik. Doch statt der langersehnten Abkühlung heißt es wieder schwitzen und schieben, denn die Strandauffahrt aus feinstem Sand wird schnell zur Autofalle.

Nach dem Bad ist Eile angesagt, die Flut kommt. Auf dem Strand sind 60 Kilometer nach Süden zu fahren, immer nah am Wasser, wo der Untergrund am härtesten ist. Doch die Strandabfahrt ist wieder reiner Puderzucker und verlangt höchstes fahrerisches Können. Damit kein Auto in den Ozean gespült wird, helfen alle beim Ziehen und Schieben.

Nouakchott: heiß und stinkend

Der Lohn der Mühe ist zweifelhaft: Nouakchott, die Hauptstadt Mauretaniens, heißt die Teilnehmer mit Hitze, Smog und Gestank willkommen. Immerhin wohnt der Tross ausnahmsweise in einem relativ komfotablen Quartier direkt am Meer. Via Internet ist auch der Kontakt zur Heimat wiederhergestellt.

auto motor und sport.de berichtet regelmäßig, wie sich die verrückteste Rallye des Jahres mit ihren Uraltgebrauchtwagen für einen guten Zweck durch Afrika kämpft. Wer mehr über die Rallye Dresden-Dakar-Banjul wissen möchte, wird unter http://www.rallye-dresden-dakar-banjul.de fündig. Wir empfehlen vor allem einen Blick auf die Teilnehmerliste. Ein Fototagebuch bietet www.picopolo.de an.

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