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Rallye Dresden-Dakar-Banjul

Räuber und Rotoren

Foto: Breitengrad e.V.

Die Teilnehmer haben sich über 1.500 Kilometer durch Frankreich und Spanien bis nach Marbella vorgearbeitet. Im angeblich so kommoden und zivilisierten Europa plagten einige Teams schon vor der Ankunft in Afrika unvorhergesehene Defekte. Eine Mannschaft wurde sogar ausgeraubt.

14.03.2006 Markus Stier

Auf der dritten Etappe von Angoulème in Frankreich ins spanische Guadelajara ließen die Teilnehmer der ersten Rallye von Dresden über Dakar nach Banjul im Gegensatz zu den Daheimgebliebenen den Winter hinter sich. Vom Strand der Biskaya in Biarritz, ging es über die in Nebel gehüllten Pyrenäen ins frühlinghafte Rioja in Nordspanien, wo schon die Mandelbäume blühen.

Statt zweitem Frühling erlebte das Morgenpostteam den Ausfall der Lichtmaschine. Die Pressekollegen fuhren einen Umweg über Barcelona, um beim Zentrallager in Spanien diese reparieren zu können. Bei einem VW Passat, der durchaus augenscheinlich zu den hochwertigeren Boliden im Starterfeld zu zählen schien, fiel beim Spurt über die spanische Hochebene Riojas die Wasserpumpe aus. Das bedeutete höchst achtsames, langsames Fortkommen und pausenloses Nachfüllen des Kühlwasserbehälters.

Falsche Polizisten

Auf süddwestlichem Kurs, über die Sierra Nevada und durch gefährliche Schluchten und aufregende Passstraßen arbeitete sich der Tross einen Tag später bis Malaga, wo endlich das Mittelmeer in Sicht kam. Die Passat-Mannschaft konnte am Morgen in Guadelajara ihre defekte Wasserpumpe austauschen - nun rollt der Passat TDI wieder einwandfrei.

Obwohl die Teilnehmer vom Veranstalter ausdrücklich vor falschen Polizisten in Spanien gewarnt hatten, lief die Dresdnerin Peggy Hahn mit dem Team "African Spirit" in die Falle: Auf dem Autobahnring rund um Madrid wurde sie von einem Wagen auf dem Standstreifen angehalten. Drei Männer in schwarzen Anzügen gaben sich als Zivilpolizisten aus und verlangten nach den Papieren, erkundigten sie sich nach Grund ihres Aufenthaltes in Spanien, nach dem Reiseziel und verlangten Auskunft über die Barschaft.

Anschließend entrissen die Ganoven Hahn die Reisekasse und rasten davon. Spontan veranstalteten die anderen Teilnehmer im Etappenziel eine Sammlung, um die Kasse von "African Spirit" wieder aufzufüllen. Die Weiterfahrt ist sichergestellt.

auto motor und sport.de wird permanent berichten, wie sich die verrückteste Rallye des Jahres für einen guten Zweck durch Afrika kämpft. Wer mehr über die Rallye Dresden-Dakar-Banjul wissen möchte, wird unter http://www.rallye-dresden-dakar-banjul.de fündig. Wir empfehlen vor allem einen Blick auf dieTeilnehmerliste.

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