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Red Bull Seifenkisten 2013

Bergab-Gaudi mit Crash-Garantie

Sebastian Vettel - Red Bull Seifenkisten Rennen 2013 Foto: Red Bull 39 Bilder

Beim Red Bull-Seifenkisten-Derby in Herten traf sich am Wochenende die Weltelite der antriebslosen Bergab-Rennwagen. Am Start war auch F1-Weltmeister Sebastian Vettel - verkleidet als Super Mario. Doch der Auftritt des Champions lief nicht ganz wie geplant.

15.07.2013 Tobias Grüner

Wenn rollende Maultaschen gegen rasende Couchgarnituren antreten, dann handelt es sich nicht um eine gewöhnliche Rennsport-Veranstaltung. Das Red Bull Seifenkisten-Rennen ist Breitensport im ursprünglichen Sinne. Hier darf jeder mitmachen, der ein verrücktes Gefährt auf die Räder stellt und genügend Mut mitbringt, eine 500 Meter lange Bahn mit bis zu 15 Prozent Gefälle herunter zu schießen.

Christian Horner - Seifenkistenrennen - Red Bull - London - 2013
Seifenkisten-Video: Teamchef zerlegt Red Bull-Kiste 4:15 Min.

Um es den Teilnehmern nicht zu einfach zu machen, wurde der Parcours mit Sprungelementen und S-Kurven gespickt. Klar, dass viele der mühsam und liebevoll zusammengebastelten Renner nur noch in Einzelteilen im Ziel ankamen. Begleitet wurden die Crashs von lautstarkem Jubel der 55.000 Zuschauer im Landschaftspark Hoheward.

Seifenkisten nicht nur schnell

Bei bestem Wetter waren insgesamt 68 Teams mit ihren Gefährten am Start. Eine prominent besetzte Jury vergab Kreativitätspunkte. Die flossen mit der Zeit in die Gesamtwertung ein. Am Ende gab es für die "Zeitrider", das "Raumschiff HaKaBa Enterprise" und den "ICF Karlsruhe" Pokale auf dem Podium

Die Preisverleihung nahm niemand geringeres als Sebastian Vettel selbst in die Hand. Der Red Bull-Champion hatte sich zuvor selbst einen Eindruck der anspruchsvollen Piste mache können. Verkleidet als Super Mario rauschte der Heppenheimer in einem knallroten Kart den Berg hinunter.

Vettel mit technischem Defekt

Was niemand wusste: Unter der Verkleidung des Rennwagens hatte der F1-Star einen Motor versteckt. Eigentlich wollte Vettel die Fans überraschen und den Berg auch wieder hochdüsen. Doch der Stunt ging schief. Die Technik spielte nicht mit. Mit gerissener Kette ließ sich der Vettel-Renner nur in eine Richtung bewegen - mit Schwerkraft nach unten.

Vettel nahm es im Ziel locker. "Das Rennen hat mir Riesenspaß gemacht. Aber der Zielsprung hat mich ehrlich gesagt ein bisschen überrascht", erklärte der F1-Pilot nach seinem Flug ins Ziel. Im Gegensatz zur Formel 1 gab es aber immerhin keine Probleme an der Gummi-Front: "Die Reifen haben gehalten. Das war mal eine schöne Erfahrung."

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