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Rennbericht WEC Austin 2015

Porsche holt dritten WM-Sieg in Folge

Porsche 919 Hybrid - WEC Austin 2015 Foto: xpb 24 Bilder

Gegen die Schwaben ist im Sportwagensport aktuell kein Kraut gewachsen: nach Le Mans und Nürburgring holte Porsche in Austin zum dritten Mal in Folge den Sieg in der LMP1-Königsklasse der Sportwagen-WM. Und wie schon am Nürburgring holte auch die GT-Abordnung einen klaren Doppelsieg.

20.09.2015 Marcus Schurig Powered by

Porsche dominiert in der LMP1-Klasse seit dem 24h-Rennen in Le Mans mit großer Deutlichkeit: Dritter Sieg im dritten Rennen hintereinander. Mark Webber, Brendon Hartley und Timo Bernhard führten in der ersten Rennhälfte, fielen dann zurück – und kamen in der letzten halben Stunde zum Handkuss, weil das Schwesterauto in technische Probleme lief.

Porsche macht sich das Leben schwer

In den ersten 4 Rennstunden führten Mark Webber, Brendon Hartley und Timo Bernhard zum Teil recht deutlich das Rennen an und hatten phasenweise einen Vorsprung von bis zu 40 Sekunden herausfahren können. Doch dann kam es Schlag auf Schlag und knüppeldick: In Runde 88 fuhr Ex-F1-Star Mark Webber an seiner Box vorbei und musste von den Mechanikern zurückgeschoben werden. Der Bock des Australiers reduzierte den Vorsprung auf das Schwesterauto von 40 auf 10 Sekunden.

In Runde 116 musste die führende Porsche-Crew dann noch eine einminütige Stopp&Go-Strafe absizzen, weil ein Mechaniker während des Nachtankvorgangs unerlaubter Weise ein Tape am Auto fixieren wollte. Zeitverlust: 1.29 Minuten.

Damit schien der Weg frei zu sein für Marc Lieb, Neel Jani und Romain Dumas, die zwar zu Beginn nicht die Pace des Schwesterwagens mitgehen konnten, aber fehlerfrei blieben - bis 33 Minuten vor Rennende der Defektteufel zuschlug: bequem in Führung liegend ereilte den Porsche 919 Hybrid ein Elektronikproblem - so zumindest die offizielle Sprachregelung. So kam das Schwesterauto wieder in Front und siegte mit großem Vorsprung vor den beiden Audi R18.

Audi ohne Siegchance in Austin

Audi hatte nach der klaren Heimpleite am Nürburgring für das Rennen in Texas Revanche angekündigt - aber die Bayern waren wieder chancenlos, und mussten sich letztlich - und dank des späten Porsche-Ausfalls - mit den Plätzen 2 und 3 zufrieden geben.

Nach 50 Runden hatten die Audis bereits mindestens eine halbe Minute Rückstand auf den führenden Porsche kassiert. Über die Renndistanz war eine klare Kräfteverteilung zu erkennen: bei der schnellsten Rennrunde lagen die beiden Porsche eine gute halbe Sekunde vor Audi, Toyota lag zwei Sekunden hinter Porsche - damit war der Fisch beim Thema Speed geputzt.

Bis zur Rennhalbzeit lag trotzdem immerhin noch der Audi mit der Startnummer 8 von Lucas di Grassi, Oliver Jarvis und Loic Duval halbwegs in Schlagdistanz, der Rückstand betrug zu diesem Zeitpunkt circa eine Minute. Doch dann erwischte es auch Audi beim Boxenstopp: der R18 mit der Startnummer 8 musste wie später der Porsche 919 einen einminütigen Strafstopp wegen eines Fehlers beim Boxenstopp absitzen - diesmal hatte ein Mechaniker beim Stopp einen Reifen fallen lassen. Letztlich belegten die Teamkollegen Andre Lotterer, Marcel Fässler und Benoit Treluyer Platz 2, vor dem Schwesterwagen von Jarvis, Duval und di Grassi.

Der Tiefflug von Toyota hält derweil weiter an: Mehr als Platz 5 war für die amtierenden Weltmeister Anthony Davidson, Sebastien Buemi und dem dritten Piloten Kazuki Nakajima nicht drin. Rückstand im Ziel: 3 Runden. Das Schwesterauto fiel nach einem Unfall von Mike Conway vorzeitig aus.

Porsche-Doppelsieg in der GT-Klasse

In der GT LM-Klasse dominierte ebenfalls Porsche: das Werksteam von Olaf Manthey dirigierte seine beiden 911 RSR ohne große Dramen auf den Plätzen 1 und 2 ins Ziel. Porsche hatte gemessen an der schnellsten Rennrunde knapp die Nase vor Ferrari, doch deren Top-Auto von Gianmaria Bruni und Toni Vilander verlor in den letzten zwei Rennstunden den Anschluss, weil sich die Fahrertür beim Boxenstopp nicht schließen ließ.

So verlor das Duo auf einen Schlag 1.35 Minuten und fiel von Platz 3 auf Position 7 in der GT LM Klasse zurück - ein herber Schlag für die Titelanwärter. So belegte schließlich das Ferrari-Schwesterauto von Rigon / Calado Platz 3. Die drei Aston Martin hatten bereits nach vier Rennstunden über eine Runde Rückstand und spielten bei der Vergabe der Podestplätze keine Rolle.

In unserer Galerie haben wir einige Impressionen vom WEC-Lauf in Austin.

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