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Rennserien im Reifen-Vergleich

Wer fährt die fettesten Walzen?

Formel 1 Reifen Historie Foto: xpb 24 Bilder

Kein Bauteil an einem Rennwagen ist so wichtig wie der Reifen. Wir haben uns einmal in den wichtigsten Rennserien der Welt umgeschaut, wer die fettesten Walzen fährt.

09.04.2012 Tobias Grüner

Eine paar Zentimeter Gummi entscheiden oft über Sieg und Niederlage. Dabei sind die Reifen eines Rennwagens eine Wissenschaft für sich. Hersteller grübeln mit riesigem Aufwand über die richtigen Mischungen und Profilformen. Fahrer und Ingenieure an der Rennstrecke müssen dann herausfinden, bei welchen Temperaturen das schwarze Gold den meisten Grip bietet.

Dass dies nicht immer so einfach ist, zeigte jüngst Mercedes unfreiwillig bei den ersten beiden Saisonrennen. In Australien verheizten Schumacher und Rosberg die Gummis vorzeitig. In Malaysia wählte man eine Abstimmung, bei der die Pirellis nicht auf Temperatur kamen. Selbst Superhirn Ross Brawn sprach hinterher von einem Reifenrätsel.

Formel 1-Reifen: 325er auf 13 Zoll

Die Reifen in der Formel 1 sind sowieso etwas ganz Spezielles. Die Königsklasse ist eine der wenigen Serien, die noch auf Ballonreifen setzt. Viele andere Meisterschaften haben schon längst auf flache Niederquerschnittsreifen gewechselt, die man auch im Straßenverkehr antrifft. Immer wieder gab es auch in der Formel 1 Überlegungen auf das handelsübliche Format zu gehen. Doch derartige Bestrebungen scheiterten zumeist am Veto der Teams.

Die Formel 1-Ingenieure haben sich an die fette Walzen gewöhnt. Ihr großer Querschnitt trägt in großem Maße zur Federung eines F1-Boliden bei. Würde man plötzlich auf schmale Schlappen wie im Sportwagenbereich wechseln, müssten die Aufhängungen deutlich verstärkt werden. Bei Pirelli beschwert man sich nicht über diese Politik, auch wenn die Renn-Slicks nichts mit der Serie zu tun haben. "Wenigstens haben wir genug Platz für unser Logo auf der Schulter", so Pirelli-Sportchef Paul Hembery über den Vorteil des Ballonreifens.

Dragster-Reifen hält drei Kilometer

Zu den dicksten Walzen der Welt des Motorsports gehören übrigens auch die Pneus, die in den höchsten Dragster-Klassen gefahren werden. Teilweise ist die Lauffläche der Top Fuel Dragster mehr als 17 Zoll (43 Zentimeter) breit. Auch der Verschleiß der Sprintraketen ist exorbitant. Nach vier bis sechs Rennen müssen Neue her. Die Laufleistung beträgt damit nicht einmal drei Kilometer.

In unserer Bildergalerie haben wir die wichtigsten Serien mit den entsprechenden Reifendimensionen für Sie angefügt.

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