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Ronaldo gründet Rennteam

Foto: Sutton

Zusammen mit Formel 1-Legende Emerson Fittipaldi will Fußbal-Star Ronaldo ein Rennteam gründen. Das brasilianische Duo will ein Auto in der A1-Grand Prix-Serie einsetzen.

30.06.2005

Scheich Maktoum, dem Begründer der A1-Grand Prix-Serie dürfte ein Stein vom Herzen gefallen sein. Am Donnerstag (29.6.) präsentierte er gemeinsam mit den Sportlegenden Ronaldo und Emerson Fittipaldi in Sao Paulo seinen jüngsten Coup: ein brasilianisches Team in seiner frisch gegründeten Meisterschaft, die am 25. September im englischen Brands Hatch starten soll und Maktoum ein theoretisches Potenzial von 180 Millionen TV-Zuschauern eröffnet.

Fußball-Star Ronaldo konnte sein neues Rennsport-Hobby nur persönlich vorstellen, weil er den Konfederations-Cup in Deutschland geschwänzt hatte. "Wie Fußball ist Rennsport ein Teamsport. Wir haben die Fußball-WM fünf Mal gewonnen und es wäre toll, wenn wir auch den ersten Motorsport-Weltpokal gewinnen könnten", sagte der Superkicker.

Emerson Fittipaldi: "Anfeuern wie die Nationalmannschaft"

Ronaldo hat viel Geld, aber wenig Ahnung vom Renngeschäft, so kommt ihm der zweimalige Formel 1-Weltmeister Emerson Fittipaldi als Partner sehr gelegen. "Das Konzept dieser Serie ist fantastisch", schwärmt "Emmo". "Die Brasilianer können ihr Team ebenso anfeuern wie die Nationalmannschaft."

Hinter der A1-Serie steckt die Idee, National-Rennteams mit Nachwuchsfahrern auf Einheitschassis gegeneinander antreten zu lassen. Wie es sich gehört, wird das brasilianische Auto in den Farben Gelb und Grün an den Start gehen. Der Fahrer steht noch nicht fest. Laut der A1-Organisation sind bereits 16 von 25 Startplätzen vergeben.

Lockangebot für Rennfans im Winter

Die Meisterschaft soll zum Ende der Formel 1-Saison starten und an zwölf Wochenenden ihren Champion küren. Mit der neuen Meisterschaft wollen die Organisatoren aus den Vereinigten Emiraten die Rennsportfans in der Formel 1-freien Winterzeit vor die Fernseher locken. Gefahren wird vorzugsweise in schneefreien Ländern wie den Emiraten oder Bahrain.

Die Verbindung zwischen Rennsport und Fußball ist nicht neu: Vor zwei Jahren war bereits eine Rennserie mit Monoposto-Autos geplant, die von namhaften Fußball-Clubs aus der Champions League gesponsort werden sollte. Das Projekt schließ ein, weil nur drei Vereine Interesse zeigten.

In Brasilien haben die Kicker zuweilen eine besondere Beziehung zur Rennfahrerei. Als Brasilien 1994 Fußball-Weltmeister wurde, entrollte die "Selecao" mit den Stars Romario und Bebeto kurz nach dem Abpfiff des Finales ein Transparent mit der Aufschrift: "Senna, beschleunige mit uns zum vierten Titel." Der dreimalige Formel 1-Champion Ayrton Senna war im Mai des gleichen Jahres bei einem Unfall ums Leben gekommen.

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