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Schwarz fördert zwei junge Rallyetalente

Foto: Laserbild

Die Suche hat ein Ende: Zusammen mit dem Österreicher Raimund Baumschlager und den Geldgebern Red Bull und Tricon hat der Skoda Werksfahrer Armin Schwarz zwei deutschsprachige Talente für die Rallye-WM ermittelt.

15.04.2004

Seit Armin Schwarz hat sich kein deutschsprachiger Profi mehr in der Rallye-WM etabliert. Grund genug für die beiden Rallye-Spezis Schwarz und Baumschlager, die Red Bull-Rallye-Driver-Search zu initiieren. Dem Aufruf in Deutschland, Österreich und der Schweiz folgten über 450 Hoffnungsvolle; 366 erfüllten die Zulassungskriterien (Führerschein Klasse 3, nicht älter als 20 Jahre am 1. Januar 2004).

Mit Renn-Volkswagen Lupo wurde auf dem A1-Ring die erste Phase der Sichtung bestritten. Hier mussten die Bewerber primär ihre Grundkenntnisse in Fahrdynamik auf asphaltiertem Untergrund unter Beweis stellen. Die Auswahl war - wie von Schwarz angekündigt - hart. Denn nur die 100 Besten konnten sich für den nächsten Durchgang qualifizierten. Mit Gruppe N-Mitsubishi Evo 7 waren die Ansprüche bereits wesentlich höher gesteckt, der Druck auf die jungen und teilweise im Motorsport völlig unerfahrenen Teilnehmer wuchs. Schließlich bot die alles Entscheidende Endauswahl nur Platz für 20 Absolventen.

Letztlich wurde es im Eisenerz-Abraumgebiet am Präbichl nördlich von Graz ernst. Die 20 Qualifikanten hatten das Privileg, mit Skoda Octavia WRC - technisch auf dem neuesten Stand - ihr Können zu demonstrieren. 18 Jungs und zwei Mädels zeigten auf fünf Sonderprüfungen, deren Fahrzeiten wie bei einer richtigen Rallye addiert wurden, beträchtliches Potenzial.

Prominente Jury

Zur Jury zählten neben Schwarz und Baumschlager auch die beiden Co-Piloten Klaus Wicha und Timo Gottschalk. Das Quartett wurde am letzten, entscheidenden Sichtungstag noch um den Doyen des Deutschen Rallyesports zum Quintett erweitert: Walter Röhrl, Rallye-Weltmeister von 1982 und 1984 gab sich die Ehre. "Ich bin tief beeindruckt über das Fahrkönnen, was die meisten hier zeigen“, zeigte sich Röhrl überrascht. "Die meisten könnten locker in der Deutschen Rallye-Meisterschaft vorne mitfahren.“ Auch Armin Schwarz und Raimund Baumschlager zeigten sich sehr zufrieden. Schwarz: "Die jungen Leute waren sehr diszipliniert unterwegs, bewiesen gute Grundschnelligkeit und teilweise riesiges Talent.“ Baumschlager freute sich, dass "es keinen Abflug gab und alle Autos heil geblieben sind.“

Zwei blieben übrig

Letztlich setzten sich der Österreicher Andreas Aigner und der Deutsche Quirin Müller durch. Während Müller bereits im Kart und auf der Rundstrecke (Formel BMW, Volkswagen Lupo Cup) Erfahrungen sammeln konnte, ist der gebürtige Steirer Aigner noch komplett Motorsport-unerfahren.

Beide treten ab Juni bei acht Läufen zur Rallye-Europameisterschaft an. 2005 folgt dann der nächste Schritt in die Gruppe-N- oder Junior-Weltmeisterschaft. Ab 2006 sollen die Nachwuchscracks bereit sein, um als Semi-Werksfahrer mit WRC-Autos in der Weltmeisterschaft zu starten.

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