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Sean Edwards verunglückt

Porsche-Cup-Leader stirbt bei Unfall

Sean Edwards -Porsche Superup 2013 Foto: Porsche 17 Bilder

Sean Edwards ist bei einem Crash auf dem Queensland Raceway in Australien ums Leben gekommen. Der Führende des Porsche Supercups war als Beifahrer in einem Porsche 996 unterwegs, als das Auto in die Bande krachte. Der Fahrer des Unfallautos liegt auf der Intensivstation.

15.10.2013 Tobias Grüner

Sean Edwards ist tot. Der britische Sportwagen-Pilot starb am Dienstag (15.10.2013) bei einem Crash auf dem Queensland Raceway im australischen Willowbank. Der tödliche Unfall passierte um 11.30 Uhr Ortszeit. Edwards wurde nur 26 Jahre alt.

Sean Edwards stirbt auf dem Beifahrersitz

Der Porsche-Spezialist war bei einer privaten Testsession als Instruktor in einem 996 GT3 unterwegs, als das Auto in der Zielkurve von der Strecke abkam und mit der Beifahrerseite durch die Reifenstapel in eine Betonmauer einschlug. Der Sportwagen soll beim Aufprall mehr als 200 km/h schnell gewesen sein. Einige Zaungäste eilten sofort zur Unfallstelle, als das Wrack in Flammen aufging und die Reifenstapel ebenfalls in Brand setzte.

Laut australischen Medienberichten soll sich Co-Pilot Edwards schon beim Aufprall die tödlichen Verletzungen zugezogen haben. Als Fahrschüler saß der 20-jährige Will Holzheimer am Steuer des Porsche. Um den den Mann aus Brisbane zu befreien, musste die Feuerwehr das Auto buchstäblich in zwei Hälften zerschneiden. Fast 3 Stunden dauerte die Rettungsaktion. Dabei war der eingeklemmte Fahrer stets bei Bewusstsein.

Der Unglückspilot wurde anschließend mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus in Brisbane gefolgen, wo er mit lebensbedrohlichen Verletzungen, vor allem Verbrennungen, auf der Intensivstation liegt. Seine Eltern waren zum Zeitpunkt des Unfalls ebenfalls vor Ort.

Edwards feierte viele Erfolge 2013

Für Sean Edwards, der zum ersten Mal in Australien fuhr, war es das tragische Ende einer ansonsten sehr erfolgreichen Saison. Der Brite hatte fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Mit dem Mercedes SLS GT3 war er bei den 24h von Dubai und dem 24h Klassiker am Nürburgring siegreich. Die Wertung des Porsche Supercups führte er zwei Rennen vor Saisonende mit 18 Punkten an.

Bei Porsche löste die Nachricht großes Bedauern aus, denn Edwards war seit Jahren einer der erfolgreichsten und beliebtesten Piloten in den Porsche Markenpokalen. "Wir sind in Gedanken bei seiner Familie und drücken seinen Angehörigen unser tiefstes Beileid aus", sagte Porsche-Sportchef Hartmut Kristen.

Edwards war in diesem Jahr auch an den Dreharbeiten für den Hollywood-Film "Rush" beteiligt. In einer Szene spielt er seinen Vater Guy Edwards, der 1976 in der Formel 1 am Start war und dabei half, Niki Lauda bei seinem Feuerunfall am Nürburgring aus dem Auto zu befreien.

Vor den Testfahrten in Willowbank war Edwards noch beim Down Under-Klassiker in Bathurst am Start. Auf seiner Twitter-Seite schrieb der Pilot kurz vor dem Unfall: "Auf zum Queensland Raceway heute! Sollte lustig werden. Hoffentlich gibt es da nicht so viele Kängurus wie in Bathurst."

Nach seinem Einsatz als Fahrerlehrer in Australien sollte es eigentlich über Abu Dhabi zurück nach Deutschland gehen. Am kommenden Wochenende findet im Rahmen des DTM-Laufs auf dem Hockenheimring auch das Saisonfinale des deutschen Porsche Carrera-Cups statt. Leider ohne Sean Edwards.

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