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Seat testet neuen Tourenwagen

Foto: Seat 7 Bilder

Ende September soll der neue Seat León in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft debütieren. Bei ersten Tests in Spanien spielten die Fahrer vor allem mit dem neuen GPS-System.

28.07.2005

Der auf der Barcelona-Motorshow erstmals präsentierte Seat León für die Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) hat seine erste Feuertaufe bestanden. Auf dem Kurs im südspanischen Almeria, in Jarama und in Madrid wurde der neue Renner ersten Tests unterzogen. Sein Debüt soll der Nachfolger des aktuellen León-Tourenwagens am 28. September in Oschersleben feiern.

Seat verspricht vollmundig, der neue León sei der technisch aufwändigste Tourenwagen der Gegenwart. Besonders stolz ist die Entwicklungsabteilung unter Chefingenieur Toni Cuquerella auf das neue Global Positioning System (GPS), das neben Daten wie Standort auf der Strecke oder Fahrgeschwindigkeit erstmals auch die elektronische Analyse der Fahrlinien oder exakte Bremspunktortung möglich macht.

Spion im Cockpit

Der Spion im Cockpit empfängt über eine kleine Dachantenne permanent die Koordinaten der Satelliten. Allerdings ist eine Übertragung zur Box in der WTCC verboten. Die Ingenieure müssen die Ergebnisse mittels Laptop nach der Rückkehr des Autos zur Box auslesen.

Seat verspricht sich von dem neuen System, dass die Fahrer eigene Defizite im Abgleich mit den Kollegen zukünftig noch besser ausgleichen können. Bisher müssen sich die Fahrer mit Kurven und Diagrammen über Verzögerungsstärken, Lenkwinkel oder Gaspedalstellung behelfen.

Terting fährt gern auf dem Grünstreifen

Cuquerella hat bei den Tests erste Erkenntnisse gewonnen. So sei Rickard Rydell der Fahrer mit dem sanftesten Fahrstil und der rundesten Linie. Kollege Jordi Gene fällt dagegen durch zahlreiche ruckartige Lenkmanöver auf. Junior Peter Terting nutzt die Straße noch mehr als die Kollegen - bis hin zum Grünstreifen.

"Gerade mir hilft das System eine Menge", sagt der 20-jährige Terting. "Ich bin neu in der Tourenwagen-WM und von Anfang an auf der Suche, wo ich langsamer bin als Rickard oder Jordi." In jedem Fall stellte Tering bereits den Höhenrekord im Seat-Werksteam auf. Auf einer Öllache ausgerutscht, katapultierte es den León vor dem Einschlag in die Streckenbegrenzung hoch in die Luft. Das GPS zeigte haarklein an: Terting flog auf bis zu sechs Metern Höhe.

"Das System kommt dir vor wie das modernste Computerspiel der Welt. Man muss sich manchmal daran erinnern, dass es nicht nur eine Simulation von Rydell ist, es ist wirklich Rydell, der da fährt", sagt Cuquerella

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