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Technikcheck 24h-Rennen Nürburgring 2016

Flügelsalat in der GT3-Klasse

Porsche 911 GT3 R - Technik - 24h-Rennen Nürburgring 2016 - Nordschleife Foto: Stefan Baldauf / Guido ten Brink 73 Bilder

Audi strebt die Titelverteidigung beim 24h-Rennen Nürburgring 2016 an. Mercedes, BMW und Porsche wollen sich dagegen mit neuen Rennwagen die Krone aufsetzen. Wir haben uns die Aerodynamik der GT3-Favoriten angeschaut. Und auch die Technik von Nissan, Bentley, Aston Martin und Lamborghini inspiziert.

27.05.2016 Andreas Haupt, Bianca Leppert Powered by

Das 24h-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife ist 2016 umkämpfter den je. Weil die Hersteller ihre Kunden immer stärker unterstützen. Dito wird die GT3-Klasse immer professioneller.

Die deutschen Autobauer fahren groß auf: Mercedes-AMG werksunterstützt gleich sieben Rennwagen, BMW deren vier, Porsche und Audi jeweils zwei. Der Sieg beim 24h-Klassiker bringt Prestige. Und kurbelt im besten Fall den Verkauf der Serienautos an. Aston Martin, Nissan, Bentley und Lamborghini fechten in diesem Fall einen Kampf als David gegen die deutschen Goliaths aus.

GT3-Autos im Windkanal optimiert

Mercedes bringt erstmals seinen AMG GT3, BMW seinen M6 GT3 und Porsche seinen 911 GT3 R. Sie sind Gegner mit einem gemeinsamen Ziel: Sie wollen Audi, die mit dem damals neuen R8 auf Anhieb den 24h-Klassiker 2015 gewonnen haben, die Krone entreißen.

Mit der neuen GT3-Fahrzeuggeneration, zu der auch der Audi gehört, kommt auch immer neue Technik ins Spiel. Die Wuchtbrummen unterscheiden sich nicht nur von ihrer Antriebsart, sondern auch in der Aerodynamik. Besonders interessant sind Details wie Frontsplitter, Diffusor, Flaps, Radhausentlüftungen, Flügel und Befestigungsstreben. Selbst kleine Details können große Auswirkungen auf die Gesamtperformance haben.

Ob mehr im Windkanal oder mithilfe von Computer-Simulationen gearbeitet wird, ist von der Philosophie der Techniker abhängig. Diese Werkzeuge vereinfachen es den Ingenieuren zu wissen, wo genau ein Flügelchen platziert werden muss, und welche Form die beste ist. Die Grundlage für ihre Aerodynamik-Arbeit bilden die Richtlinien der FIA, die sich auf zwei DIN A4-Seiten beschränken. Somit ist nicht alles bis ins Detail festgeschrieben und die Ingenieure können noch viele Ideen einbringen - immer passend zum jeweiligen Fahrzeug-Konzept, das sich in der GT3-Klasse stark unterscheidet. Zum Beispiel: Bentley vs. Mercedes. Jedoch müssen die Zielwerte eingehalten werden, die die FIA beim Homologations-Test in Ladoux überprüft.

Bluffen für die BoP

Den Großteil des Anpressdrucks gewinnen die GT3-Autos über den vollverkleideten Unterboden, den Diffusor (der durch Unterdruck Abtrieb generiert) und die großen Heckspoiler. Das Luftleitwerk am Porsche 911 GT3 R ist zum Beispiel 2 Meter breit, bei Audi lässt er sich zum Beispiel in fünf Stufen verstellen - je nachdem wieviel Abtrieb gewünscht ist.

Die Aerodynamik ist übrigens auch eine Stellschraube, die viele Teams nutzen, um beim 24h-Rennen den Techikausschuss für sich zu überzeugen, wenn es um mehr Motorleistung geht. Sie packen in den Übungseinheiten und Qualifyings so viel Abtrieb wie möglich auf ihre Autos. Das erhöht gleichzeitig den Luftwiderstand und senkt den Topspeed. Zum Beispiel auf der Döttinger Höhe. So können sie später an die Technikkommissare appellieren, ihnen mehr Motorleistung zuzugestehen. Wer gut blufft, erhöht seine Siegchancen.

In unserer Fotoshow gehen wir auf die Aerodynamik der GT3-Autos im Detail ein.

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