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24h-Rennen Le Mans 2017

Toyota und Porsche mit 3. LMP1-Rennwagen?

Porsche 919 Hybrid - #1 - #2 - 24h Le Mans - Samstag - 18.06.2016 Foto: Porsche

Beim 24h-Rennen Le Mans 2017 könnten nur vier LMP1-Autos am Start stehen. Es sei denn, Toyota und Porsche stocken ihr Kontingent auf jeweils drei Rennwagen auf. Es gibt bereits Planspiele. Es kommt vor allem auf Toyota an.

14.12.2016 sport auto 1 Kommentar

Wenn die Macher des Le-Mans-Veranstalters ACO einen Blick in die alles wissende Kristallkugel werfen könnten, dann dürfte sie eine Frage ganz besonders kitzeln: Bringen Porsche und Toyota in Le Mans 2017 ein drittes Auto an den Start oder nicht? Denn die ACO-Macher treibt verständlicherweise die Sorge um, dass beim Saison-Highlight des Jahres möglicherweise nur vier LMP1-Werksautos am Start stehen könnten, was bei einem WM-Lauf mit einem Feld von 60 Wagen schon etwas dürftig aussähe.

TMG kämpft beim Toyota-Vorstand um 3. Auto

Die Frage kann im Moment leider auch die Kristallkugel nicht beantworten. Alle warten darauf, was Toyota macht – aber die haben noch nicht entschieden. Was ungewöhnlich ist, denn in der Vergangenheit hat man uns immer erklärt, dass sämtliche Motorsportthemen nur einmal im Jahr vom Toyota-Vorstand behandelt werden und dass dies turnusmäßig immer in der ersten Novemberwoche geschehe.

TMG-Geschäftsführer Rob Leupen versichert glaubhaft, dass es diesmal anders sei: „Wir kämpfen immer noch um das dritte Auto für Le Mans, aber es ist schwierig, denn auch Toyota muss im Moment sparen, erstens wegen der negativen Auswirkungen der Brexit-Entscheidung und zweitens wegen der hohen Wechselkursbelastungen durch den starken Yen.“ Dazu deuten Insider an, dass die finanziellen Belastungen für die LMP1-Teams nach dem Audi-Ausstieg eher steigen statt sinken werden, was den Druck auf die Budgets erhöht.

Mehr Budget bei Porsche unwahrscheinlich

Aus sportlicher Sicht würde aber der Einsatz eines dritten LMP1-Autos in Le Mans für Toyota Sinn machen: Erstens entfällt mit dem Ausstieg von Audi ein bockstarker Gegner – was die eigenen Chancen erhöht. Zweitens legt Toyota für 2017 noch mal technisch nach, beim Motor, beim Hybridsystem und bei der Aerodynamik. Schon in diesem Jahr war Toyota in Le Mans eine Macht, und wenn man auf der technischen Seite die richtigen Schlüsse zieht, könnte sich den Japanern 2017 eine goldene Gelegenheit bieten, endlich den lang ersehnten Gesamtsieg in Le Mans zu holen – und damit die deprimierende Scharte von 2016 auszuwetzen.

Und dann würde ein drittes Auto von Toyota zudem noch eine sehr lukrative numerische Überlegenheit im direkten Duell mit Porsche sicherstellen, denn VW-Insider versichern glaubhaft, dass eine Budget-Aufstockung für einen dritten Porsche 919 Hybrid im aktuellen Konzernumfeld als eher unwahrscheinlich einzustufen ist. Denn egal wie man es auch rechnet, ein drittes Auto in Le Mans ist teuer: Die dritte Fahrer-Crew benötigt zusätzliche Testkilometer, das Team eine dritte Mechaniker-Crew, dazu wäre ein Testrennen in Spa mit dem Low-Downforce-Kit für Le Mans Pflicht. Einziger theoretischer Pluspunkt: Durch den Audi-Rückzug herrscht aktuell kein Mangel an erfahrenen Piloten für die Besetzung dritter Autos. Bis Januar, sagen Insider, muss eine Entscheidung her – sonst würde die Planung völlig aus dem Ruder laufen.

Neuester Kommentar

Früher fuhren bis zu 60 Fahrzeuge, wovon die Hälfte zur Spitze gezählt werden konnten. Heute sind es lächerliche vier (4!) Spitzenfahrzeuge.

Wernilein 24. Dezember 2016, 16:26 Uhr
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