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Toyota stellt Nascar-Renner vor

Foto: Toyota 5 Bilder

2007 steigen die Japaner in den Vereinigten Staaten in die höchste Spielklasse der Oval-Rennen auf. Toyota ist der erste nichtamerikanische Hersteller seit einem halben Jahrhundert, der in der Nascar-Serie teilnimmt.

26.01.2006 Markus Stier

Toyota präsentierte am Montag (22.1.) erstmals das neue Sportgerät, einen Silhouetten-Rennwagen auf Camry-Basis mit Gitterrohrahmen und V8-Motor mit rund 800 PS. Hightech ist bei Nascar aus Kostengründen verboten, dennoch sind die Renner auf den großen Ovalkursen für Geschwindigkeiten weit jenseits der 300 gut.

"Wir heißen Toyota in der großartigsten Autorennserie der Welt willkommen", sagt Nascar-Chef Brian France amerikanisch unbescheiden. France erhofft sich durch den Neuzugang mehr Investitionen und einen noch schärferen Wettbewerb. Bisher sind im Nextel-Cup Chevrolet, Ford und Dodge vertreten.

Alte, aber falsche Legende

Amerikas Toyota-Vertriebschef Dave Illingworth spielt den Ball zurück: "Wir haben in verschiedensten Rennserien in den USA gewonnen. Aber wenn du die Besten schlagen willst, musst du in Amerika in der Nascar fahren." Neben dem Engagement im Nextel-Cup liefert Toyota 2007 auch Autos für die zweite Nascar-Liga, die Busch-Series.

"Ich hätte nicht gedacht, dass ich das noch erlebe" sagte Nascar-Fahrer Greg Biffle angesichts der Toyota-Ankündigung. Seit einem Intermezzo von Jaguar den 50er Jahren des 20. Jahrhundert ist kein nichtamerikanischer Hersteller mehr in der populärsten Rennsport-Serie der USA angetreten.

Dass das Regelwerk nur US-Herstellern den Start erlaubt, ist eine alte, aber falsche Legende. Das große Hindernis war für die ausländische Konkurrenz das Motorenreglement. Bei Nascar sind nur V8-Motoren mit unten liegender Nockenwelle erlaubt. Diese archaische Technik hat bei den meisten Herstellern außerhalb der USA längst ausgedient.

Die Fans sind nicht restlos begeistert

Toyota fabrizierte extra für die Craftsman-Truck-Serie ein passendes Aggregat für den Tundra Pickup. Zudem sieht sich Toyota durchaus auch als amerikanischer Hersteller, denn die Japaner produzieren auch seit Jahren in den USA und unterhalten ein Dutzend Werke und 38.000 Beschäftigte.

Der Camry ist eine der meistverkauften Limousinen in den Vereinigten Staaten, das macht den Einstieg von Toyota bei Nascar aber nicht populärer. Bei einer Umfrage auf der Nascar-Homepage stimmten 110.000 Fans über den Neuzugang ab. 46 Prozent waren gegen den Toyota-Einstieg. Nur rund ein Drittel der überwiegend konservativen Nascar-Gemeinde votierte für die Japaner. Bei Toyota kein Grund zur Sorge. In den zwei Jahren in der Craftsman-Truckserie (2004 bis 2005) etablierte man sich trotz anfänglicher Ressentiments ohne Probleme.

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