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VLN Rennen, 1. Lauf

Audi-Doppelsieg für Phoenix-Racing

VLN  - 1. Lauf - 2. April 2016 Foto: SB Medien 71 Bilder

Die ersten Sieger der neuen VLN-Saison heißen Frank Stippler und Anders Fjordbach. Das Audi-Duo holte nach vier Stunden den Sieg vor dem Phoenix-Schwesterauto von Christopher Haase und Laurens Vanthoor. Das Podium komplettierte der Mercedes AMG GT von Black Falcon.

02.04.2016 Bianca Leppert Powered by

Die VLN-Premiere der Saison 2016 war ein Auftakt nach Maß. Das vierstündige Rennen, bei dem zahlreiche neue GT3-Boliden zum ersten Mal im direkten Vergleich miteinander konkurrierten, bot packende Zweikämpfe und jede Menge Action.

Dunlop- vs. Michelin-Reifen

Nach vier Stunden jubelte das Phoenix-Team gleich doppelt. Frank Stippler und Anders Fjordbach sicherten sich den Gesamtsieg im Audi R8 LMS vor den Teamkollegen Laurens Vanthoor und Christopher Haase. Während das Kundenauto von Stippler/Fjordbach mit Dunlop-Reifen unterwegs war, setzte man beim Werksauto von Vanthoor/Haase auf Michelin-Pneus.

Vor dem Zieleinlauf zog man bei Phoenix noch den Taktik-Poker. Weil der Audi von Vanthoor/Haase mit einer nachträglichen 35-Sekunden-Strafe wegen eines Gelbvergehens belegt wurde, lotste man ihn am Führenden Schwesterauto vorbei, um den Kampf mit dem dahinter liegenden Mercedes zu entschärfen.

"Ich weiß nicht genau, weshalb wir die Strafe bekommen haben", sagte Laurens Vanthoor. "Ich hatte zwar ein Auto überholt, aber ich war mir keines Fehlers an dieser Stelle bewusst. Ansonsten bin ich zufrieden, das Auto war gut und unser Hauptziel war, dass Christopher und ich wieder auf der Nordschleife in einen Rhythmus finden."

Mercedes härtester Audi-Verfolger

Für Stippler und Fjordbach verlief das Rennen ohne Zwischenfälle. "Mit unseren neuen Partnern Öhlins und Dunlop haben wir gut gearbeitet. Es war nicht ganz klar, wie es auf der Nordschleife funktionieren würde, aber das Auto war aus dem Stand so gut, dass ich nicht wüsste, was man besser machen könnte."

Zu Beginn sorgte Stippler für ein packendes Duell mit dem Audi R8 LMS von Land Motorsport, die nach etlichen Jahren ihr Comeback in der VLN gaben. In der Anfangsphase setzte er sich im Zweikampf um die Führung gegen Marc Basseng durch, der für Land von der Pole-Position gestartet war - zwei alte Bekannte, die früher gemeinsam für Land Motorsport unterwegs waren.

Wer den letzten Platz auf dem Treppchen ergattert, entschied sich erst in den letzten Minuten. Black Falcon-Pilot Adam Christodoulou nutzte seine Chance und verwies den Mercedes-Markenkollegen von Haribo Racing auf Rang vier. "In meiner Outlap hatte er mich überholt, dann habe ich ihn die ganze Zeit gejagt und schließlich nach einer Code-60-Phase bin ich vorbeigezogen, weil er wohl den falschen Gang erwischt hat." Damit nicht genug: In der letzten Runde berührten sich die beiden Mercedes AMG GT auch noch.

Für das Modell der neuen GT3-Generation war es erst der insgesamt dritte Renneinsatz auf der Nordschleife. "Das war ein sehr guter Auftakt", meinte Maro Engel, der sich das Auto mit Christodoulou, Bernd Schneider und Manuel Metzger teilte. "Es lief alles fehlerfrei und das Maximum. Audi war zu schnell für uns. Auf der Geraden sind wir meiner Meinung nach in Sachen BOP noch benachteiligt."

Beide Werks-Porsche mit Reifenschäden

Für Land Motorsport (Marc Basseng, Timo Scheider, Mike Rockenfeller, Connor de Phillippi) sprang beim Comeback der fünfte Rang heraus. In der letzten Runde zog man noch an einem der Bentley von Abt (Christer Jöns, Steven Kane, Christopher Brück) vorbei, die das neue Werksteam bilden. Das Schwesterauto beendete das Rennen auf dem neunten Rang. Dazwischen schoben sich der Walkenhorst BMW M6 GT3 von Henkola/di Martino und der Audi R8 LMS der Busch-Zwillinge.

Die Top-Ten komplettiert der Werks-Porsche von Earl Bamber und Patrick Pilet. Beide Werks-Autos aus Zuffenhausen waren schnell unterwegs, wurden in der letzten Rennstunde aber kurz hintereinander von Reifenschäden zurückgeworfen. Offiziell heißt es, die beiden Vorfälle haben nichts miteinander zu tun. Man erklärte die Reifenprobleme mit dem Aufsammeln von Fremdteilen auf der Strecke.

Beim ersten direkten Kräftemessen der neuen GT3-Generation zeigten sich hier und da auch noch Kinderkrankheiten der Neuentwicklungen. Bei BMW, die ihre ersten Rennkilometer mit dem M6 auf der Nordschleife sammelten, kämpften sowohl Rowe als auch Schubert mit Servolenkungsproblemen. Mercedes verlor einen werksunterstützten AMG GT von HTP Motorsport aufgrund einer unglücklichen Kollision. Stefan Mücke fuhr dem Frikadelli-Porsche ins Heck, woraufhin sich die Motorhaube am Mercedes löste und das Rennen für ihn und seine Teamkollegen Maxi Buhk und Dominik Baumann vorzeitig beendet war. Frikadelli konnte weiterfahren und wurde nach einem Reparatur-Stopp 23.

In der neu geschaffenen Porsche Cayman Cup-Klasse sicherten sich Marc Hennerici und Moritz Oberheim den Sieg. Mit nur zehn Startern blieb man allerdings noch etwas hinter den Erwartungen zurück, nachdem man einen Boom für den neuen Cup erwartet hatte.

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