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VLN Rennen, 4. Lauf

Walkenhorst holt BMW-Sieg

VLN Nürburgring - 4. Lauf - 02. Juli 2015 Foto: Stefan Baldauf/Robert Kah 36 Bilder

Das Team Walkenhorst sorgte für eine kleine Überraschung mit dem Sieg im BMW Z4 GT3 vor den Porsche-Teams Falken Motorsport und Frikadelli Racing. Der neue Mercedes AMG GT war nach der Trainings-Bestzeit wegen eines Radlagerschadens chancenlos.

04.07.2015 Bianca Leppert Powered by

Ein BMW Z4 GT3 hat schon öfter einen VLN-Gesamtsieg eingefahren, doch für das Team Walkenhorst war es der erste in der Teamgeschichte. Micaela Cerruti, Felipe Fernandez Laser und BMW-Junior Jesse Krohn machten den Erfolg mit konstant schnellen Rundenzeiten möglich. Ein kleines Comeback feierten auch die Dunlop-Reifen, mit denen Walkenhorst unterwegs war. Dunlop hatte zuletzt die GT3-Reifenproduktion zurückgefahren und betreibt nun wieder mehr Entwicklung, nachdem die Produktion von England nach Hanau verlagert wurde.

"Wir wissen, dass wir ein gutes Auto haben und gerade bei diesen Temperaturen unsere Reifen hervorragend funktionieren", sagte Laser. "Zudem sind wir ein sehr homogenes Fahrertrio. Schnell, aber wir haben auch mit einem Auge auf den Verbrauch geschaut. So war die Strategie heute perfekt. Der sechste Rang beim 24h-Rennen war schon ein großer Erfolg, heute feiern wir unseren ersten VLN-Sieg."

Zwei Frauen auf dem Podium

Auf dem zweiten Platz landete der Falken-Porsche mit Alexandre Imperatori und Peter Dumbreck am Steuer. Dumbreck war allerdings mit einem Handicap unterwegs. Bei einem Unfall im Training mit dem Phoenix-Audi verletzte er sich die Hand. Das Rennen startete für die Mannschaft besonders eindrucksvoll, denn Imperatori setzte sich mit einem spektakulären Überholmanöver über die Außenseite in der ersten Kurve an die Spitze.

Den letzten Podestplatz nahm Frikadelli Racing mit Sabine Schmitz, Patrick Huisman und Klaus Abbelen ein, die beim vergangenen Lauf noch ganz oben standen und den 200. Porsche-Sieg feierten. Mit Schmitz und Cerruti waren dieses Mal gleich zwei Frauen auf dem Podium vertreten. Cerruti ist die zweite Frau überhaupt, die neben Schmitz einen Gesamtsieg erringen konnte.

"Das war heute eine extrem anstrengende Nummer", sagte Schmitz. "Unser Porsche war heute sehr komfortabel zu fahren, was bei diesen Bedingungen eine große Rolle gespielt hat. Umso mehr freuen wir uns über Platz drei - erneut ein Top-Ergebnis. Zudem freue ich mich für Micaela - Gratulation zum ersten Sieg. Je mehr Mädels auf dem Podium sind, umso besser."

Erfolgreiches Lexus-Debüt

Dahinter reihte sich vom Team Manthey der Wochenspiegel-Porsche vor dem besten SP7-Auto von Christoph Breuer, Michael Christensen und Richard Lietz ein. Platz sechs ging an Christian Mamerow und Ferdinand Stuck im Phoenix-Audi. Die zwei Cup-Porsche von Teichmann und GetSpeed folgen auf den Rängen sieben und acht. Das Schwesterauto von Walkenhorst ergatterte sich mit Position neun ebenfalls noch einen Platz in den Top-Ten vor Mario und Dominik Farnbacher im Lexus.

Mit diesem Ergebnis dürfte die Farnbacher-Mannschaft mehr als zufrieden sein, denn der Lexus RC F feierte sein Debüt in einem VLN-Rennen. Das Auto befindet sich noch in der Entwicklung, hat noch keine FIA-Homologation und war deshalb in der SP-X-Klasse eingeschrieben. Möglicherweise wäre sogar noch mehr drin gewesen, wenn der GT3-Renner nicht zwischenzeitlich im Reifenstapel geparkt hätte. Der zweite Lexus von Emil Frey Racing folgte auf Rang elf. In Sachen Speed gibt es noch Potenzial: Dem Japaner fehlten mehr als zwölf Sekunden auf das Tempo der Konkurrenz.

Mercedes AMG GT mit Radlagerschaden

Mercedes, ebenfalls Debütant mit dem AMG GT, musste nach den ersten Führungskilometern zu einem unplanmäßigen Stopp an die Box kommen und ein Radlager tauschen. Damit verlor man rund eine halbe Stunde und war damit aus dem Kampf um den Sieg ausgeschieden.

Zuvor hatte man die Konkurrenz mit einer Pole-Zeit von 8:02.897 Minuten ins Staunen versetzt. Bernd Schneider ließ den SLS-Nachfolger, der in der SP-X-Klasse mit derselben Einstufung wie der SLS unterwegs war, um die Strecke fliegen. Das neue GT3-Modell hat noch keine FIA-Homologationen und startet deshalb wie der Lexus, in der SP-X-Klasse.

Rowe mit Trainings-Unfall

Auch der Mercedes SLS von Rowe Racing hatte wenig Glück. Im Training rutschte Nico Bastian im Bereich Hatzenbach von der Strecke und beschädigte das Auto dabei so stark, dass man nicht im Rennen antreten konnte. Eigentlich wäre man von der zweiten Position gestartet.

Das Rennen geriet für alle Teams zur Hitzeschlacht. Bei Temperaturen um die 35 Grad Celsius kämpften einige Fahrer mit dem Kreislauf und mussten sich mit originellen Kühl-Methoden fit halten. Ein Team hatte sogar eine eigene Garten-Dusche vor der Box aufgebaut.

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