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Vorschau 24 Stunden Le Mans

Das Diesel-Experiment

Foto: ACO 4 Bilder

Audi will in Le Mans ein weiteres Mal Geschichte schreiben. Nach den vier Siegen in den letzten fünf Jahren soll nun erstmals ein Diesel-Rennwagen den Langstreckenklassiker gewinnen. In der GT-Kategorie lockt erneut das Duell Corvette gegen Aston Martin.

14.06.2006 Markus Stier

Die zwei Pesarolo-Judd mit Zehnzylinder-Saugmotoren sind schneller, doch die beiden Werks-Audi mit ihren Zwölfzylinder-TDI-Motoren sind sparsamer. Erst wenn am Samstag (17.6.) um 17 Uhr die Startflagge zur 74. Ausgabe des wichtigsten Langstreckenrennens der Welt fällt, bekommen Akteure und Publikum eine Ahnung davon für wen die Rechnung aufgeht.

Audi ist das einzige Werksteam im Prototypen-Feld und wie in den vergangenen Jahren der Topfavorit. Einziger ernsthafter Herausforderer ist Le Mans-Haudegen Henri Pescarolo, der mit zwei Courage-Judd seinen ersten Le Mans-Erfolg als Teamchef ergattern möchte.

Hoffen auf Defekte

Bei gleichen Tankgrößen können die Audi mit den etwas sparsameren Dieseln theoretisch zwei Runden länger fahren als die Pescarolo-Autos. Die Ingolstädter hoffen, über die Distanz vier Boxenstopps einsparen zu können. Die Pescarolo-Renner müssten schon vier bis sechs Sekunden pro Runde schneller sein, um Audi auf der Strecke zu schlagen.

Weil dies nicht sehr wahrscheinlich ist, hofft "Pesca" auf technische Probleme bei Audi. Noch nie hat ein Team die 24 Stunden von Le Mans mit einem Diesel-Prototypen in Angriff genommen. Bei den Tests und Renneinsätzen im Frühjahr glänzten die Audi allerdings mit großer Zuverlässigkeit.

Für Audi ist Le Mans der wichtigste Renneinsatz des Jahres. 2007 kommt Peugeot ebenfalls mit Diesel-Prototypen nach Le Mans. Bis dahin wollen die Audianer den Premieren-Erfolg schon in der Tasche haben.

Neues Duell Corvette gegen Aston Martin

Sollte der Audi mit der Nummer sieben gewinnen, könnte der Däne Tom Kristensen seinen Le Mans-Rekord auf acht Siege ausbauen. Zum zweiten Mal tritt Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb in Le Mans an. Der Elsässer fährt in einem der Pescarolo-Renner.

In der GT1-Klasse freuen sich die Fans auf eine Neuauflage des Duells Corvette gegen Aston Martin. Die Aston Martin DBR9 erwiesen sich im Vorjahr als äußerst schnell, doch gelten die dunkelgrünen Renner als etwas fragiler als die unverwüstlichen Corvetten, die in den letzten Jahren immer ihre Klasse gewannen.

In der kleinsten Kategorie der seriennahen Sportwagen (LM GT) stellt sich ein einsamer Ferrari 430 GT der Ecurie Ecosse einer Armada von neun Porsche 911 GT3. Porsche hat eigentlich den Klassensieg abonniert, doch der Ferrari erwies sich in den ersten GT-Rennen des Jahres als das schnellere Auto.

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