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Vorschau 24 Stunden Nürburgring

Foto: Archiv 35 Bilder

Sechs Wochen früher als sonst (7. bis 8.5.) steigt die zuschauerstärkste Motorsport-Veranstaltung Deutschlands auf dem Nürburgring: Um 15 Uhr wird Rennleiter Hans Schnock 220 Autos zur Hatz zweimal rund um die Uhr schicken.

02.05.2005

Das 24 Stunden-Rennen ist eine Veranstaltung der Superlative: Bei keinem anderen Rennen der Welt gibt es mehr aktive Piloten (rund 800 beim 24 Stunden-Rennen, rund 1.700 Fahrer, wenn man die Rahmenrennen mitrechnet), eine längere Strecke (25,1 Kilometer), mehr Zuschauer (2004 kamen 220.000 Fans) sowie mehr Streckenposten und Helfer (rund 1.500).

Im Vergleich zum Vorjahr, als mit BMW, Audi und Opel gleich drei Werksteams antraten, ist die Anzahl der Favoriten auf den Gesamtsieg etwas übersichtlicher. Werksseitig tritt nur BMW an. Porsche entsendet immerhin ein halbes Dutzend Werksfahrer, die auf privat eingesetzten 911 antreten.

Das Schnitzer-BMW-Team, das im Vorjahr einen Doppelsieg landete, erlitt beim Testen einen argen Rückschlag: Wegen eines Öllecks fing der neu aufgebaute M3 GTR (500 PS, 1.250 Kilogramm) Feuer und brannte restlos aus. Deswegen müssen die beiden weiß-blauen Teams Hans Stuck/Pedro Lamy/Jörg Müller/Dirk Müller sowie Boris Said/Pedro Lamy/Duncan Huisman/Andy Priaulx mit Vorjahresautos vorlieb nehmen.

"Turbinchen" mit 600 PS

Härtester Gegener der BMW ist wahrscheinlich der Turbo-Porsche (600 PS, 1.350 Kilogramm) von Klaus Ludwig/Jürgen Alzen/Uwe Alzen. In puncto Grundschnelligkeit ist der Allrad-Porsche, der auf den harmlosen Namen "Turbinchen“ getauft wurde, nicht zu schlagen. Am letzten Wochenende markierte Ex-DTM-Star Uwe Alzen beim einem Lauf zur Langstrecken-Meisterschaft einen neuen Rundenrekord: Seine Zeit von 8.16,109 Minuten entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 177 km/h. "Wir sind zwar sehr schnell, aber unser Turbo ist auch extrem durstig. Deswegen müssen wir viel öfter zum Tanken kommen als die anderen“, sagt Alzen.

Gute Chancen auf den Gesamtsieg haben auch Saugmotor-Porsche (490 PS, 1.250 Kilo) von Land-Motorsport und Manthey-Racing. Olaf Manthey, der Ex-DTM-Teamchef mit dem gewaltigen Schnauzbart, kann mit Emmanuel Collard, Lucas Luhr und Timo Bernhard ebenso ein erstklassiges Fahrer-Trio aufbieten wie das Land-Team. In dessen 911 GT3 RSR wechseln sich die Marc Lieb, Mark Basseng und Mike Rockenfeller ab.

Zwei von Zakspeed eingesetzte Viper (1.350 Kilo) sind schwer einzuschätzen. Die gewaltigen US-Sportwagen mußten beim Motor abspecken. Statt V10 mit acht Litern Hubraum bollern in den Viper jetzt 6,2-Liter V8-Triebwerke mit rund 500 PS. Speziell die von Peter Zakowski/Sascha Bert/ Robert Lechner dürften in der Lage sein, das Tempo an der Spitze mitzugehen. Außenseiterchancen werden dem V8-Star (500 PS, 1.350 Kilo) von Rennstreckenarchitekt Hermann Tilke eingeräumt.

Wochenendticket für 36 Euro

Auch die Motorpresse Stuttgart ist beim 24 Stunden-Rennen stark vertreten: auto motor und sport-Chefredakteur Bernd Ostmann und Alfa-Boss Karl-Heinz Kalbfell sowie die beiden Maserati-GT-Fahrer Michael Bartels und Timo Scheider treten mit einem Alfa 147 Diesel mit 240 PS an. sport auto-Chefredakteur Horst von Saurma wechselt sich mit sport auto-Redakteur Jochen Übler und Ex-Rallye-Profi Uwe Nittel hinter dem Lenkrad eines Honda S 2000 ab.

Die Eintrittspreise für das 24 Stunden-Rennen sind moderat. Das teuerste Ticket, die Viertages-Karte für Erwachsene, kostet 36 Euro. Wer zelten will, muss zusätzlich einen Obolus entrichten, der je nach Anreisetag, zwischen acht und 55 Euro liegt.

Für diejenigen, die sich das Rennen lieber zuhause anschauen, ist bestens gesorgt. Das DSF sendet insgesamt sechs Stunden live. Und auch der Besuch der kompetenten Internet-Seite www.24h-rennen.de ist lohnend.

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