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Vorschau 24h-Rennen Nürburgring 2010: Markenvielfalt

Kein Starterfeld der Welt ist so vielfältig

VLN Nürburgring Foto: Rosen Gargolov 27 Bilder

Nicht nur an der Spitze des 24h-Rennens wird Motorsport in Reinkultur geboten: Die über 200 Rennwagen sortieren sich in fast 30 Fahrzeugklassen. Kein Starterfeld auf der Welt bietet eine größere Markenvielfalt und Internationalität.

12.05.2010

Egal in welche Ecke des Fahrerlagers man beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring blickt, der Strom an interessanten Geschichten reißt nie ab. Üppig ausgestattete Werksteams teilen sich die Boxen mit echten Amateuren, die sich ihren Einsatz vom Munde absparen. Nur die Zielsetzung ist stets identisch: Profis wie Amateure wollen das Rennen unbedingt beenden und den sportlichen Erfolg in Form eines Pokals festhalten. Bei über 200 Fahrzeugen und fast 30 verschiedenen Rennklassen tut man sich jedoch schwer, alle verborgenen Glanzlichter adäquat zu würdigen.

Viertürige Limousine Aston Martin Rapide im Renneinsatz

Nehmen wir nur die leistungsstarke Klasse der Special-Fahrzeuge bis 6,2 Liter Hubraum (SP8): Hier treten gleich zwei Hersteller an, die automobile Leckerbissen an den Start bringen, nämlich Aston Martin und der japanische Nobelableger von Toyota, Lexus. Für die britische Sportwagenmanufaktur Aston Martin ist der Rennsport-Marathon seit langem ein Höhepunkt in der Saison. Nein, um den Gesamtsieg kämpft man nicht, aber 2009 wurden zwei bedeutsame Klassensiege eingefahren. Auch 2010 ist das zwölf Wagen starke Aufgebot von Aston Martin schnell und spektakulär: Die jüngst vorgestellte viertürige Limousine Rapide, die mit dem Porsche Panamera um die Gunst des Publikums konkurriert, wurde von den Briten zum spektakulären Rennmobil umgestaltet. Dazu treten in der SP8-Klasse zwei Vantage mit V12-Motor an. Ein Auto ist sogar weitgehend in Karbon gekleidet, um das Leergewicht zu senken. Die Bedeutung des Einsatzes für die Nobelmarke wird dadurch unterstrichen, dass Aston Martin-Chef Ulrich Bez höchstpersönlich ins Lenkrad greift. Des Weiteren stehen sieben erprobte Vantage N24-Modelle in der GT4-Klasse am Start.

Zwei Lexus LFA starten beim 24h-Rennen 2010

Auch Lexus hält dem Nürburgring unverbrüchlich die Treue: Mit der Limousine Lexus IS-F und zwei Sportwagen vom Typ LF-A haben die Japaner drei Rennfahrzeuge für den Härtetest auf der Nordschleife vorbereitet. Besonders beliebt bei den Fans ist der wuchtige Lexus LFA, der bald in einer Kleinserie von 500 Exemplaren auf die Straße rollen wird. Zwar wurden dem 4,9 Liter großen V10-Motor für 2010 zwei 34 Millimeter große Luftmengenbegrenzer verpasst, doch Lexus-Pilot Armin Hahne schaffte in der Langstreckenmeisterschaft bereits wieder Rundenzeiten von deutlich unter 8,40 Minuten. „Bridgestone hat mit neuen 18-Zoll-Reifen wesentlich dazu beigetragen, dass wir Fortschritte beim Fahrverhalten gemacht haben“, erklärt Hahne. Die Japaner wollen mit dem LF-A beim 24-Stunden-Rennen unter die Top 20 fahren – trotz 1.550 Kilogramm Leergewicht.

Am anderen Ende der Skala, bei den Fahrzeugklassen mit wenig Hubraum, ist der Zuspruch in der Regel am größten, weil die Einsatzkosten niedriger ausfallen. Das hält jedoch die Werke nicht davon ab, im Downsizing-Zeitalter auch hier ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Opel beispielsweise startet mit zwei Zweiliter-Turbo-Astra für die Jungs aus dem OPC Race Camp. 750 ambitionierte Amateur-Rennfahrer wurden gecastet, die besten zehn qualifizierten sich für den Einsatz beim Marathon am Nürburgring. Eine Garantie auf den Klassensieg bedeutet der Support von Opel jedoch keineswegs: Zwar hat Volkswagen die Zweiliter-Turboklasse SP3T zugunsten eines auf Erdgasantrieb umgestellten Motorkonzepts verlassen, doch die Trauben hängen für die OPC-Glüher dennoch sehr hoch. So hat zum Beispiel das Team von Nicolas Raeder einen pfeilschnellen Audi TT RS für den Ring aufgebaut, der aufzeigt, warum die kleine Turboklasse so beliebt ist: Der Motor ist serienmäßig und verfügt über 350 PS, und das Doppelkupplungsgetriebe ist ebenfalls im Serienzustand. „Am meisten Aufwand steckt im Chassis, um die Gewichtsuntergrenze von 1.100 Kilogramm zu erreichen“, sagt Teamchef Raeder.

VW setzt beim 24h-Einsatz auf Scirocco mit Erdgasantrieb

VW setzt für 2010 voll auf das Thema Effizienz und CO2-Reduktion: Drei Scirocco mit Bio-Erdgasantrieb sollen demonstrieren, dass Umweltbewusstsein und schnelle Rundenzeiten kein Widerspruch sind. Um bis zu 80 Prozent soll der Schadstoffausstoß durch die Verwendung von Erdgas reduziert werden. Die Fahrerbesetzung ist wie immer bei VW bunt gemischt und höchst erlesen: Der Dakar- Held Nasser Al-Attiyah gehört ebenso zum Aufgebot wie ein Team aus Junior-Piloten, die am Ring den letzten Feinschliff bekommen sollen. Zudem wird VW-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg einen Scirocco zusammen mit auto motor und sport-Chefredakteur Bernd Ostmann pilotieren.

Peugeot präsentiert sein neues Sportcoupé RCZ im Rennen

Lexus war Vorreiter für einen Trend, der sich immer stärker durchzusetzen scheint: Die Hersteller nutzen das brutalste Langstreckenrennen der Welt auf der schönsten Rennstrecke der Welt zugleich als Härtetest und Marketingbühne für ihre neuen Fahrzeugmodelle. Was Lexus mit dem LF-A vorexerzierte, findet mittlerweile Nachahmer: So nutzt Peugeot die einmalige Kulisse des Eifel-Marathons, um sein neues Sportcoupé RCZ mit Zweiliter-Turbodieselmotor dem sportlich orientierten Ring-Publikum zu präsentieren. Aston Martin macht es mit dem Rapide nicht anders. Neben Lexus können auch andere japanische Hersteller nicht vom Nürburgring lassen: Die Subaru-Sportabteilung STI bringt einen Impreza in der Zweiliter-Turboklasse an der Start. Nissan unterstützt das Team des japanischen Reifenherstellers Falken, das mit dem Sportcoupé Z33 antritt. Der schottische Ex-DTM-Fahrer Peter Dumbreck führt die Fahrerriege an. Dazu dürfen sich die Freunde japanischer Automobiltechnik auf zwei Nissan-Fahrzeuge von RJN-Motorsport und des Schulze-Teams freuen.

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