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WEC Fuji 2015

Porsche mit viertem Sieg

Marc Webber - Porsche 919 - WEC - Fuji Foto: xpb

Porsche hat beim sechsten Lauf zur Sportwagen-WM in Fuji mit dem vierten Sieg in Folge auch die WM-Führung in der Fahrerwertung übernommen. Bei nassen und phasenweise äußerst schwierigen Bedingungen konnte Porsche den WM-Hauptgegner Audi deutlich hinter sich lassen.

11.10.2015 Marcus Schurig Powered by

Timo Bernhard, Mark Webber und Brendon Hartley holten beim japanischen WM-Lauf ihren dritten Saisonsieg in Folge und überholten damit auch in der Fahrerwertung ihre härtesten Konkurrenten André Lotterer, Benoît Tréluyer und Marcel Fässler, die sich mit einer Runde Rückstand auf Platz drei klassierten. Das Porsche-Trio führt nun mit einem Punkt Vorsprung die Fahrerwertung an.

Porsche gewinnt auf Angststrecke

Nachdem alle Trainingssitzungen und das Qualifying bei trockenen Bedingungen stattgefunden hatten, begrüßte die Fans am Mount Fuji am Rennmorgen starker Regen – womit alle bis dato gewonnen Erkenntnisse über das Kräfteverhältnis in der LMP1-Klasse hinfällig waren. Das galt auch für die Einschätzung, dass die Piste im japanische Fuji vor dem sechsten WM-Lauf Porsche-intern als die schwierigste Herausforderung der Saison für die beiden 919-LMP1 eingestuft wurde, weil das widersprüchliche aerodynamische Anforderungsprofil - ultra-lange Gerade versus enges Kurvenkombinationen - Kopfzerbrechen bereitet. Dennoch konnte Porsche im Qualifying Platz eins und zwei belegen, diesmal jedoch jedoch nur wenige Zehntelsekunden vor den Audi R18.

Das Rennen startete hinter dem Safety-Car und wurde erst in Runde 15 zum Start freigegeben. Bereits in der ersten Runde verlor Porsche die Doppelführung, weil der Führende Mark Webber einen Ausrutscher im Nassen produzierte und dabei auch Teamkollege Romain Dumas irritierte. Doch die beiden LMP1-Porsche arbeiteten sich zügig wieder durchs Feld, nach dem ersten Stopp lagen sie hinter dem führenden Audi von Marcel Fässler, nach bereits 71 Runden konnte Romain Dumas Fässler überholen und nach dem 2. Stopp war die Porsche-Doppelführung wieder hergestellt, ab Rennmitte war sie fest etabliert.

Stallregie bei Porsche und Audi

Porsche konnte den Vorsprung auf über eine Runde auf Audi ausbauen, auch weil der führende 919 von Marc Lieb, Romain Dumas und Neel Jani fast eine Minute bei einem Stopp während einer Full Course Yellow abgriff. Und weil Lotterer zu früh auf Slicks wechselte und einen zusätzlichen Stopp einlegen musste, um nur kurze Zeit später wieder zurückzuwechseln. Porsche hatte nur ein Problem: Das falsche Auto führte, die punktemäßig besser platzierten Porsche-Teamkollegen mussten nach vorne geholt werden – vor dem gleichen Problem stand auch Audi, eben weil Lotterer wegen des zusätzlichen Reifenboxenstopps hinter die Teamkollegen zurückgefallen war.

In der Tat griffen beide Hersteller zur Stallregie: Neel Jani musste langsam machen und vertrödelte einen 30-Sekunden-Vorsprung, um das Schwesterauto sechs Minuten vor Rennende passieren zu lassen. Drei Minuten später beorderte der Audi Kommandostand den drittplatzierten R18 von Duval, di Grassi und Jarvis an die Box, zu einem "künstlichen" Stopp. Als Duval zurückkam war er nur noch Vierter, wie gewünscht.

Gianmaria Bruni und Toni Vilander siegen in GT-Klasse

Audi war bei abtrocknenden Bedingungen generell nicht mehr so stark wie zu Rennbeginn, während die Porsche im Rennverlauf immer schneller wurden. Bemerkenswert: Audi büßte erstmals bei den Boxenstopps nicht mehr so viel Zeit auf Porsche ein, wie sonst seit dem 24h-Rennen in Le Mans. Offenbar haben die Bayern beim Nachtanken mindestens einen Teil des Nachteils kompensiert.

In der GT-Klasse siegten Gianmaria Bruni und Toni Vilander überlegen. Porsche führte zwar im Mittelteil des Rennens, aber dann vertat sich das Werksteam von Olaf Manthey einmal mit der Reifenwahl auf beiden 911 RSR, was einen zusätzlichen Boxenstopp nach sich zog. So konnte Ferrari-Pilot Gianmaria Bruni wieder die Führung übernommen und holte den Klassensieg.

In der GT-Klasse wurde die einmal vollzogene Stallregie bei Porsche sogar wieder rückgängig gemacht, weil nur Patrick Pilet im in der Meisterschaft schlechter platzierten 911 in der Lage war, die in der Meisterschaft zweitplatzierten Ferrari-Piloten Calado und Rigon noch auf der Rennstrecke von Platz zwei zu verdrängen – was wenige Minuten vor Ende auch gelang. Damit führt Richard Lietz weiter die Fahrer-GT-Wertung an.

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