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Weg zum Rennfahrer

3. Lernen & Lizenzen

Foto: dpa

Der Motorsport-Virus hat Sie gepackt? Jetzt wollen Sie richtig durchstarten und der Konkurrenz auf der Strecke die Auspuffrohre zeigen? Vor das Vergnügen hat der liebe Gott allerdings die Renn-Lizenz gesetzt.

25.04.2008 Tobias Grüner

Die Kunst ein Auto im Grenzbereich zu bewegen, muss erst erlernt werden. Auch Extremkönner wie Michael Schumacher sind nicht als Formel 1-Weltmeister geboren worden. Talent und Rennfahrer-Gene helfen sicherlich weiter, in der Regel führen aber nur fleißiges Üben und viel praktische Erfahrung zum Ziel.

Schulbank vor der Lizenz

Während Kinder in Bambini-Kart-Klassen ihre ersten Sporen verdienen, führt der Standardweg für Erwachsene zu professionellen Rennsport-Schulen. Meist an den große Rennstrecken angesiedelt lernen Sie hier unter fachkundiger Anleitung das ABC des Motorsports in Theorie und Praxis. Neben dem ADAC und dem AvD bieten auch die Fachverbände Schulungen und Lehrgänge an. Zu nennen sind hier vor allem der Deutscher Sportfahrer Kreis e.V. (DSK), der Deutscher Motorsport Verband e.V. (DMV) und der Allgemeiner Deutscher Motorsport Verband (ADMV).

Nach den ersten Übungen fehlt nur noch die Lizenz zum Start. Die Angebote für die mehrtägigen Schulungen mit abschließender Lizenzqualifikation sind vielfältig. Ob Ortsclub, Renn-Agenturen oder die Motorsportschulen an den Strecken – viele Wege führen zur begehrten Rennerlaubnis. Dabei können sich die Teilnehmer sogar selbst aussuchen auf welchem Boliden die Prüfung abgelegt wird. Sogar die Teilnahme mit dem eigenen Privatauto ist möglich.

Die Erlaubnis zur Sportlichkeit

Beim ersten Lehrgang wird standardmäßig die nationale A-Lizenz abgelegt. Mit dieser Einstiegslizenz können Sie an nationalen Rennserien und Meisterschaften teilnehmen. Für internationale Läufe der FIA oder dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring muss es dagegen schon die internationale C-Lizenz sein. Um diese zu erlangen, sind allerdings Erfahrung und positive Ergebnisse in nationalen Läufen vorzuweisen.

Die weiteren Lizenzklassen sind für Hobbyfahrer dagegen eher uninteressant. Nur der Vollständigkeit halber: Der Weg für professionelle Piloten führt von der internationalen B-Lizenz (für DTM und Formel 3) über die A-Lizenz bis hin zur Formel 1-Superlizenz. Mit dem Erwerb einer Lizenz beim DMSB erhalten sie übrigens auch gleich eine Sportunfallversicherung.

Weitere Informationen:
Deutscher Motor Sport Bund e.V.
Deutscher Sportfahrer Kreis e.V.
Deutscher Motorsport Verband e.V.
Allgemeiner Deutscher Motorsport Verband

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