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Weltrekord

Mit Tempo 320 über blankes Eis

Foto: Nokian 9 Bilder

Ex-Rallye-Weltmeister Juha Kankkunen stellte mit einem Bentley-Continental und finnischen Spike-Reifen einen neuen Geschwindigkeits-Weltrekord für das Guiness-Buch auf.

07.03.2007

Für eine außergewöhnliche Versuchsfahrt spannten auf dem zugefrorenen bottnischen Meerbusen in Nordfinnland Bentlrey und der finnische Reifenhersteller Nokian zusammen. Für das Guiness-Buch der Rekorde sollte ein neuer Geschwindigkeits-Weltrekord auf Eis aufgestellt werden.

Der viermalige Rallye-Weltmeister Juha Kankkunen klemmte sich hinters Lenkrad des Continental GT. Die Wahl fiel deshalb auf den noblen Zweieinhalb-Tonner, da für das schnelle Fortkommen auf nicht ganz ebener Eis-Fläche ein schweres Auto von Vorteil ist. Die Regeln schreiben eine Natureisfläche ohne Aufrauhen oder Behandlung mit chemischen Zusätzen vor.

Zugeklebter Kühler und Scheibenräder

Damit das elektronische Stabilitätsprogramm nicht bei jeder Bodenwelle die Leistung abregelt, modifizierten die Ingenieure das ESP. Für eine bessere Aerodynamik wurden die Kühllufteinlässe weitgehend abgeklebt. Der Bentley ging mit voll verkleideten Scheibenrädern an den Start.

Die elektronisch verstellbare Luftfederung war auf Komfort eingestellt, damit das Auto auf dem unebenen Eis mehr Traktion entwickelt und besser den Bodenkontakt hält.

Bei seinen ersten Versuchen knackte Kankkunen mit dem Sechsliter-V12 Biturbo mit 329 km/h fast die 330er Schallmauer. Für den offiziellen Rekord musste der Finne allerdings auf der einen Kilometer langen Messstrecke in beide Richtungen fahren. Am Ende zeigte die Lichtschranke 321 km/h an.

2,2 Kilogramm schwere Stahlnägel

So schnell war mit einem benzingetriebenen Landfahrzeug noch kein Mensch auf Eis gefahren. Auch für den Rallye-Superstar war es eine persönliche Bestmarke. Reifenausrüster Nokian errechnete, dass jeder Nagel der Hakkapeliitta-Spikereifen durch die Fliehkraft bei 320 km/h 2,2 Kilogramm wiegt.

Der offiziell 552 PS starke Bentley muss allerdings ziemlich gut im Futter gestanden haben. Laut Werksanga bestellt das Allrad-Coupé schon auf Asphalt bei 318 km/h jede weitere Beschleunigung ein. Für einenTopspeed von fast 330 km/h sind etwa 100 PS mehr nötig.

Juha Kankkunen empfand seinen Hochgeschwindigkeitsritt trotz schnurgerader Strecke keineswegs als Spaziergang: "Das Heck wollte ständig ausbrechen. Das Auto fuhr sich eher wie ein Boot als wie ein Auto. Durch die Unebenheiten war ich ständig in der Luft. Es war gut, dass der Bentley so schwer ist."

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