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WTCC-Vorschau Oschersleben 2009

BMW macht weiter Jagd auf Seat

BMW WTCC Brands Hatch 2009 0709 Foto: BMW

Bei nur noch acht Läufen in der WTCC-Saison 2009 bleibt BMW nicht mehr viel Zeit, Boden auf die führenden Seats gutzumachen. In Oschersleben darf sich vor allem Augusto Farfus keinen Fehler erlauben, will er seine Meisterschaftschancen wahren.

03.09.2009

Nach 16 von 24 Rennen sind in der Fahrerwertung der Tourenwagen-WM drei Piloten von zwei Marken nur durch sechs Pünktchen getrennt. Beinharte Zweikämpfe, spannende Rennen, enge Punktestände - das ist typisch für die WM. Schon vor dem Deutschlandgastspiel in Oschersleben am 5. und 6. September steht fest: Der Meisterschaftsendspurt 2009 wird wieder eine ganz heiße Kiste.

WTCC 2009: Alle drei Kernmarken haben bereits Rennen gewonnen

Aus sportlicher Sicht können sich die Fans nicht beklagen - egal, ob sie die WM vor dem Fernseher oder direkt an der Rennstrecke verfolgen. Ein Blick in die Saisonstatistik belegt: Alle drei Kernmarken der WM - Seat, BMW und Chevrolet - haben bereits Rennen gewonnen. Die VW-Tochter Seat triumphierte sechs Mal, BMW und Chevrolet holten jeweils fünf Laufsiege. Neun verschiedene Werkspiloten konnten sich in die Siegerliste eintragen - kann eine Serie ausgeglichener sein?

Die WM-Punktetabellen sind ein Spiegelbild der Ausgeglichenheit, trotzdem haben sich die Favoriten bereits deutlich herauskristallisiert. Mit Yvan Muller und Gabriele Tarquini hat Seat noch zwei heiße Eisen im WM-Feuer. Der Franzose und der Italiener bestechen wie schon im Vorjahr besonders durch Konstanz. Beide Piloten konnten bei 14 von 16 absolvierten WM-Rennen Punkte sammeln. Beständigkeit scheint auch eine Frage von Alter und Erfahrung zu sein - Tarquini ist 47 Jahre alt, Yvan Muller zählt 40 Lenze.

WTCC 2009: Seat und BMW an der Spitze

Die Seat-Piloten werden allerdings von einem Youngster bedrängt: Schnitzer-BMW-Werkspilot Augusto Farfus liegt trotz seiner 26 Jahre in Schlagdistanz zu Muller und Tarquini. Dabei profi- tierte der Brasilianer auch von der BMW-internen Stallregie, die ihm die Siege in Valencia und Porto auf dem Silbertablett präsentierte. Farfus würde die WM sogar anführen, hätte er nicht beim sechsten WM-Lauf im tschechischen Brünn ein rabenschwarzes Wochenende erwischt. Von der Pole gestartet, räumte er beim Start seinen Teamkollegen Andy Priaulx und die gesamte Chevy-Flotte ab. Doch den größten Schaden trugen die eigenen WM-Hoffnungen davon: Der Doppelnuller von Brünn könnte Farfus am Ende den WM-Titel kosten. 

Die große Ausgeglichenheit auf der Rennstrecke steht in eigentümlichem Kontrast zu den langatmigen technischen Kontroversen in den Hinterzimmern der WM. Seit Saisonbeginn streiten die Hersteller um die korrekte Einstufung der drehmomentstarken Seat León TDI. Die Auseinandersetzung gipfelte gar in Ausstiegsdrohungen von Seat wie auch von BMW. Doch was für den Fan letztlich zählt, ist das Geschehen auf der Rennstrecke. Und weil die WM-Rennen auch 2009 abwechslungsreich und spannend waren, gibt es keinen Grund, nicht zum deutschen WM-Gastspiel nach Oschersleben zu kommen.

Stand der Fahrer-WM (nach 16 von 24 Rennen)

1. Yvan Muller (82 Punkte)
2. Gabriele Tarquini (77 Punkte)
3. Augusto Farfus (76 Punkte)
4. Rickard Rydell (55 Punkte)
5. Robert Huff (54 Punkte)
6. Jörg Müller (53 Punkte)
7. Andy Priaulx (48 Punkte)
8. Tiago Monteiro (34 Punkte)
9. Jordi Gené
10. Sergio Hernández (29 Punkte)

Marken-WM

1. Seat (211 Punkte)
2. BMW (201 Punkte)
3. Chevrolet (147 Punkte)
4. Lada (59 Punkte)

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