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WTCC

Zusatzgewichte stoppen BMW

Foto: Alfa Romeo

Die erfolgsgewohnten BMW-Piloten sind beim dritten Rennen zur Tourenwagen-Weltmeisterschaft in Silverstone mit 70 Kilogramm Zusatzgewicht gestoppt worden. Ihre Alfa Romeo- und Seat-Konkurrenten teilten sich auf der britischen Traditions-Rennstrecke die Tagessiege.

17.05.2005

Der Italiener Gabriele Tarquini gewann am Sonntag den ersten Durchgang vor drei Markenkollegen. Rickard Rydell (Schweden) sorgte anschließend für den ersten Seat-Sieg. Dadurch ist die WM zwar wieder spannend geworden, doch es bleibt ein schaler Nachgeschmack wegen des Ballastes für die BMW-Vertreter.

"Ich finde, man hätte erst mal abwarten sollen, wie sich die Kräfteverhältnisse darstellen, wenn ein Fahrer mit dem maximal möglichen Platzierungsgewicht unterwegs ist, bevor man solch eine Entscheidung trifft", kritisierte Dirk Müller (Burbach) die neue Regel. Der BMW-Werkspilot konnte dank eines sechsten Platzes im zweiten Lauf wenigstens die Führung in der Fahrerwertung behaupten und so die Niederlage für die Weiß-Blauen abmildern.

Kommissar Gabriele Cadringher vom Internationalen Automobilverband FIA erklärte: "Die neuen Gewichte galten zunächst nur für Silverstone. Wir werden die Ergebnisse analysieren und dann neu entscheiden, wie wir die Autos einstufen." Für den dritten Lauf durften Front angetriebene WM-Starter ihre Autos um 20 Kilogramm abspecken. Da die Hecktriebler BMW wegen ihrer bisherigen Erfolge mit 50 Kilogramm Strafgewicht starten mussten, summierte sich der Nachteil auf 70 Kilogramm.

Tarquini setzte sich bei Sonnenschein zum Auftakt nach 14 Runden in 20:35,654 Minuten vor dem Briten James Thompson, dem Italiener Fabrizio Giovanardi und Augusto Farfus (Brasilien) durch. Hinter dem Alfa-Romeo-Quartett folgte der britische Europameister Andy Priaulx im deutlich schwereren BMW. Seat-Pilot Peter Terting (Kempten) war als Sechster bester Deutscher. BMW-Mann Jörg Müller (Hückelhoven) wurde Neunter vor Dirk Müller.

Im zweiten Rennen lag Rydell nach 50,68 Kilometern in 21:43,465 Minuten um 4,709 Sekunden vor dem als Gastfahrer gestarteten Briten Jason Plato. Beide profitierten dabei allerdings von Priaulx's Pech: Der BMW-Pilot musste die Führung kampflos abgeben, weil er sich beim Überfahren eines Trümmerteils einen Reifenschaden einhandelte. Tarquini, der als Dritter seine gute Form bestätigte, sagte: "Die BMW sind selbst mit 70 Kilogramm mehr als wir immer noch voll siegfähig - und das auf einer Strecke, die uns Fronttrieblern ausdrücklich liegt. Ich bin daher für die Zukunft eher pessimistisch."

Hinter Dirk Müller kam Jörg Müller auf den siebten Platz. Nach sechs von 20 Saisonläufen hat WM-Spitzenreiter Dirk Müller (32 Punkte) nur noch zwei Zähler Vorsprung vor Tarquini (30). Priaulx und Jörg Müller (beide 27) teilen sich den dritten Rang.

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