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Nelson Piquet jr.

Nelson Piquet Junior Foto: Daniel Reinhard

Dem in Heidelberg geborenen Brasilianer Nelson Piquet Jr. wurden die Rennfahrergene quasi in die Wiege gelegt. Wie bei seinen F1-Fahrerkollegen Nico Rosberg und Kazuki Nakajima ist auch schon der Papa des kleinen Nelson (portugiesisch: Nelsinho) erfolgreich in der Königsklasse unterwegs gewesen. Sehr erfolgreich sogar: Mit drei WM-Titeln in den 80er Jahren sind die Fußstapfen im Hause Piquet besonders groß ausgefallen. Das Bein stellte sich Piquet junior allerdings mit dem Singapur-Skandal im Jahr 2009.

Bei solchen Voraussetzung war der Weg vorhersehbar: Mit acht Jahren saß der Brasilianer im Kart, im Alter von 16 Jahren ging 2001 es dank Familien-Unterstützung in die südamerikanische Formel 3, in der bereits im zweiten Jahr der Titelgewinn folgte. Über die britische Formel 3-Serie, die er in der zweiten Saison ebenfalls mit dem Meistertitel abschloss, ging es 2005 in die F1-Nachwuchsklasse GP2.

Nach einem achten Gesamtplatz zum Eingewöhnen und einer Wintersaison im brasilianischen A1GP-Team wurde Piquet in seinem zweiten GP2-Jahr 2006 Vizemeister hinter einem gewissen Lewis Hamilton. Neben der Erfahrung in verschiedenen Kart und Formel-Klassen konnte Piquet bis zu seinem 20. Geburtstag auch einen Gastauftritt im Porsche Supercup, eine Le Mans-Teilnahme in der GT1-Klasse sowie einen Formel 1-Test beim BAR-Honda F1-Team vorweisen.

Der logische Schritt folgte 2007, als ihn das Renault F1-Team als Testfahrer unter Vertrag nahm. Nachdem Heikki Kovalainen zu McLaren-Mercedes abwanderte war 2008 endlich der Weg frei für das Formel 1-Debüt als Stammfahrer. Doch der erste Auftritt in Melbourne lief wie die gesamte Saison etwas holprig. Nach einer Kollision in der ersten Runde musste Piquet später ganz aufgeben. Positiver Höhepunkt der ersten Formel 1-Saison war das Rennen Hockenheim, als der Renault-Pilot dank Safety-Car-Glück von Startplatz 17 bis aufs Podium vorfuhr.

Von diesen Highlights konnte Piquet in seiner Premierensaison allerdings zu wenige vorweisen. Die Konkurrenz eines übermächtigen Fernando Alonsos im Team half auch nicht gerade weiter. Zudem machte sich beim Brasilianer eine leichte Schwäche im Qualifying bemerkbar. Durch seinen bemerkenswerten Speed und seine Konstanz im Rennen sollte sich Nelsinho aber auch weiter in der Königsklasse behaupten können.

Bis zum Singapur GP 2008, der für Nelsinho zum Stolperstein wurde. Auf Anweisung von Flavio Briatore crashte er absichtlich, um so einen Vorteil für Teamkollege Fernando Alonso herauszuschlagen, der das Rennen daraufhin gewann. Der Skandal kam ans Licht, als Piquet junior nach dem Ungarn GP 2009 von Briatore vor die Tür gesetzt wurde und durch Romain Grosjean ersetzt wurde. Piquet machte daraufhin seinem Ärger Luft und erzählte der Öffentlichkeit die ganze Wahrheit. Sein Formel 1-Cockpit hat er aber trotzdem nicht zurück.

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