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Opel auf der Auto Show Detroit

Nick Reilly wird die GM-Tochter führen

Nick Reilly Foto: dpa 144 Bilder

GM-Europa-Chef Nick Reilly wird künftig auch die deutsche Tochter Opel führen. Das bestätigte Reilly indirekt am Dienstag (12.01.) vor Journalisten auf der Autoshow in Detroit.

12.01.2010

Auf die Frage, ob er bei der Aufsichtsratssitzung der Adam Opel GmbH am Freitag zum Opel-Chef ernannt werde, antwortete Reilly: "Das würde ich nicht dementieren." Reilly kündigte an, den Sanierungsplan für den angeschlagenen Autobauer bis Ende Januar vorzulegen. Er hoffe, dass die Verhandlungen mit den Arbeitnehmern bis dahin abgeschlossen seien.


Reilly brachte Klaus Franz in Rage

Reilly brachte den Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Klaus Franz mit der Aussage in Rage, dass sämtliche Forderungen der Arbeitnehmer noch offen seien. Bisher sei vor allem über Details gesprochen worden, Entscheidungen etwa über die vom Betriebsrat geforderte Mitarbeiterkapitalbeteiligung oder die Umwandlung der Adam Opel GmbH in eine Aktiengesellschaft seien noch nicht getroffen worden, erklärte Reilly. Solange das Gesamtpaket nicht stehe, sei kein einzelner Punkt abschließend abgehakt. Dies wertete der Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz als "unheimlichen Affront":

Reilly habe bereits am 10. Dezember schriftliche Zusagen zu beiden Themen abgegeben. So habe Reilly schriftlich die Bereitschaft von GM erklärt, die Umwandlung der GmbH in eine AG auf den Weg zu bringen. Der Betriebsrat verhandle bereits mit Anwälten und Wirtschaftsprüfern. "Auf einer anderen Basis gibt es keine Mitarbeiterbeiträge", unterstrich Franz. Bei der Kapitalbeteiligung sei lediglich die Frage offen, in welcher Höhe die Mitarbeiter im Gegenzug für ihren jährlichen Lohnverzicht von 265 Millionen Euro am Unternehmen beteiligt werden. "Im Grundsatz ist die Entscheidung aber getroffen", sagte Franz. Die Arbeitnehmer verlangen zehn Prozent, GM bietet bisher zunächst fünf Prozent, die im Gegenzug für den Lohnverzicht danach jährlich um ein Prozent aufgestockt werden sollen. Auch über die vom Betriebsrat geforderte Gewinnbeteiligung der Mitarbeiter in Höhe von zehn Prozent des Nettogewinns sei längst Einigung erzielt worden.

Hans Demant konnte sich nicht als Mister Opel behaupten

"Reilly kann sich jetzt nicht einseitig von der Erklärung abwenden", sagte Franz.  Aus Sicht des Betriebsratsvorsitzenden, der auch stellvertretender Aufsichtsratschef von Opel ist, ist die Entscheidung über die Besetzung der Opel-Spitze noch nicht getroffen: "Ich weiß nicht, wie der Aufsichtsrat entscheiden wird." Sollte Reilly wie erwartet ernannt werden, würde der britische GM-Manager die Nachfolge von Hans Demant antreten. Demant steht seit 2004 an der Spitze des traditionsreichen Rüsselsheimer Autoherstellers. Er gilt als ausgezeichneter Ingenieur, konnte sich aber im Poker um die Zukunft Opels nicht als "Mister Opel" behaupten.

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