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Eintausend Porsche-Carrera-Cup-Rennen

Markenpokal als überraschende Erfolgsgeschichte

Foto: Dani Reinhard 7 Bilder

Der Porsche-Carrera-Cup feiert nach knapp 20 Jahren sein 1000. Rennen. Schnelldurchlauf durch eine überraschende Erfolgsgeschichte.

12.07.2009 Markus Stier Powered by

Als Porsche-Ingenieur Roland Kussmaul 1990 den Auftrag bekam, ein Markenpokal-Auto auf Basis des 911 Carrera 2 zu bauen, rechnete er eher mit einem mittelfristigen Projekt. "Ich dachte, wenn da Porsche gegen Porsche fahren, läuft sich die Idee nach wenigen Jahren tot", referiert das Porsche-Urgestein.

13 Carrera-Cup-Serien weltweit

Er sollte sich irren. Kussmaul ist offiziell längst in Rente, der Carrera-Cup fährt in Deutschland seine 20. Saison. Insgesamt wird mittlerweile in 13 Serien weltweit um Punkte gestritten. Dazu kommt der Supercup, längst fester Bestandteil des Formel-1-Rahmenprogramms.

Thomas Jäger gewann am 30. Mai 2009 in der Lausitz das insgesamt tausendste Carrera-Cup-Rennen. Es begann 1988 mit einem 944-Turbo-Pokal. Die Porsche-Clubsport-Szene wollte nicht mehr nur schnelle Runden drehen, sondern Rennen fahren. Doch der ursprüngliche Gedanke, eine Rennserie für sogenannte "Gentlemen Driver" zu kreieren, verselbständigte sich schnell.
 
Manthey als Beispiel für den Erfolg des Porsche-Pokals

 
Schon der erste Cup-Sieger Olaf Manthey war alles andere als ein gesetzter Herr mit Geld, sondern ein gestandener DTM-Pilot. Manthey ist ein schönes Beispiel für den Erfolg des Porsche-Pokals. "Erst sagte mir der Elfer überhaupt nicht zu, doch während der Saison habe ich meine Liebe zu Porsche entdeckt", sagt der Eifelaner, der seitdem keine andere Marke mehr fahren wollte und als Teamchef gerade zum vierten Mal mit einem Porsche das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gewann.  
 
Der kurze Radstand von maximal 2,35 Meter und der massige Sechszylinder-Boxer am hinteren Ende des Autos, der sich von anfangs 265 auf mittlerweile 420 PS ausgewachsen hat - das war eine Mischung, an der selbst Formel 1-Größen zu knabbern hatten. Trotz aller Fahrwerksmodifikationen in 19 Jahren, drei Modellwechseln und acht Modellpflegen ist der Renn-Elfer eine Heckschleuder geblieben.
 
Fahrerische Gratwanderung mit der Heckschleuder
 
Die fahrerische Gratwanderung wurde schnell etwas für erfahrene Spezialisten wie den Westerwälder Uwe Alzen, der das Kunststück schaffte, im Abstand von 15 Jahren zwei Mal den Cup zu gewinnen. Von den illustren Gaststartern überzeugte vor allem Mika Häkkinen, der im Supercup antrat. Auf die Frage, welche Informationen er im Qualifying auf der Boxentafel in Monaco gern sähe, sagte der Finne trocken: "Die Platzierung des Zweiten." Häkkinen gewann bei zwei Starts zwei Mal.

Carrera-Cup als Talentschmiede für Nachwuchsfahrer
 
Statt zum Spielplatz für Amateure und zum Abstellgleis für abgehalfterte Profis, entwickelte sich der Carrera-Cup immer mehr zu einer Talentschmiede für Nachwuchsfahrer. Die zuvor unbekannten Dirk Müller, Lucas Luhr, Timo Bernhard, Marc Lieb oder Mike Rockenfeller starteten im Porsche-Junior-Team zu einer internationalen Touren- und Sportwagen-Karriere.
 
Die aktuelle Cup-Version ist mit dem 420 PS starken GT3 auf Basis des Typ 997 "ein echter GT-Sportwagen", wie Werksfahrer Bernhard betont. Einerseits ist der aktuelle 911 auch für einen Nicht-Profi beherrschbar, andererseits ist er im Grenzbereich so knifflig, dass er auch geübten Lenkern nicht langweilig wird. Roland Kussmaul verrät, wie die nächsten 1.000 Rennen mit dem Cup-Elfer anzugehen sind: "Wenn man ihn vergewaltigt, bringt es nichts. Wenn man ihn mit Samthandschuhen anfasst, auch nicht."

Die Entwicklung der Rundenzeiten auf dem Nürburgring-GP-Kurs sehen Sie am Ende des Artikels.

Termine des Porsche Carrera Cup 2009:

17.05.2009 Hockenheim

31.05.2009 EuroSpeedway

28.06.2009 Norisring

19.07.2009 Zandvoort

02.08.2009 Oschersleben

16.08.2009 Nürburgring

20.09.2009 Barcelona

11.10.2009 Dijon

25.10.2009 Hockenheim

ModellJahrRundenzeit *
96419901.52,35 min
19911.49,82 min
19921.50,05 min
19931.48,28 min
99319941.48,38 min
19951.48,80 min
19961.47,97 min
19971.48,29 min
99619981.47,23 min
19991.46,64 min
20001.45,67 min
20011.44,54 min
20021.44,38 min
20031.44,49 min
20041.43,98 min
99720051.44,04 min
20061.43,54 min
20071.43,29 min
20081.43,07 min
*Nürburgring-GP-Kurs, hochgerechnet auf 4,55 Kilometer
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