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10 Jahre Smart

Foto: Smart 10 Bilder

Das „ein wenig“-Auto: Er kam ein wenig zu früh, war ein wenig zu teuer und ein wenig zu klein, rentierte sich ein wenig zu wenig. Und kommt jetzt ein wenig in Fahrt. Vor zehn Jahren wollte der Smart den Markt erobern, heute läuft der einmillionste Smart vom Band.

03.09.2008 Kai Klauder Powered by

Eigentlich passte das Konzept schon in den späten 1990ern. Das Jahrtausend ging langsam zur Neige, den Rohstoffen wurde schon damals das gleiche nachgesagt. Und die Allianz aus Nikolas Hayek, extrovertiertem Schweizer Manager, der Millionen mit seinen billigen Qualitätsuhren namens Swatch gemacht hatte, und Mercedes-Benz wollte die Kraftfahrzeugtechnische Uhr, die fünf vor zwölf stand, auf eine neue Zeitrechnung umstellen.

Das „S“ aus Swatch, das „M“ aus Mercedes und „Art“ formte den neuen Markennamen. Die Entwürfe sahen einen hippen Stadtflitzer vor, der – ähnlich wie die Uhren – auch individuell gestaltet werden konnte. Die Front- und Heckverkleidungen und weitere Kunststoffteile konnten schnell ausgetauscht werden und sorgten so für die persönliche Note. Durch eine Kooperation mit der Bahn sollte eine einfache Mitnahmemöglichkeit über weite Entfernungen ermöglicht werden.

Doch entweder war die Zeit noch nicht reif, der Smart zu teuer oder die Kraftstoffpreise noch zu niedrig – der Erfolg wollte und wollte sich nicht einstellen. Auch zwei neue Modelle – schnittiger Roadster und sportliches Coupé – konnten ab 2003 keine Besserung bringen. Sie wurden nach nur zwei Jahren Bauzeit 2005 eingestellt. Damit empfehlen sich die seltenen Modelle – nur rund 43.000 Exemplare entstanden – für eine Karriere als Youngtimer.

Mit weitere Studien und Sondermodellen demonstrierte Smart die Entwicklungsmöglichkeiten des Winzlings. Ob sportliche Brabus-Versionen, den minimalistischen Crossblade, die Geländewagen-Studie Formore oder der Crosstown, der einen Ausblick auf die nächste Generation geben könnte – vielen Spielarten wurden Formen gegeben, doch die Kooperation schrieb weiterhin tiefrote Zahlen. Der Versuch, einen größeren Smart, den Forfour, zu etablieren, wurde 2006 nach ebenfalls nur zwei Jahren Bauzeit aufgegeben. Nun wurde sich vollends auf das Urprodukt, den zweisitzigen Smart Fortwo, konzentriert und der Eintritt in internationale Märkte vorbereitet. Gerade in den USA (Markteintritt 2008), Asien (geplant für 2009) und Brasilien (geplant für 2010) werden dem Zweisitzer unter den Vorzeichen der Rohstoffverteuerung und des Ölpreises gute Chancen zugerechnet.

Der Erfolg – vor dem Hintergrund der Rohstoffpreisentwicklung und dem aufkommenden Thema Umweltschutz – gibt Smart recht. 2007 kam die zweite Generation des Smart und im selben Jahr wurden das erste Mal schwarze Zahlen geschrieben, für 2008 wird ebenfalls ein Gewinn erwartet. Schon wird wieder über einen Ausbau des Modellprogramms nachgedacht, da nun andere Hersteller auf den Zug der Minimalautos aufspringen. Tata Nano, Toyota IQ oder VW Up – der Markt wächst und plötzlich wollen alle daran teilhaben.

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