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100 Jahre Alfa Romeo - Geburtstagsfeier in Mailand

Mailänder-Gala - 3.000 Alfisti waren dabei

Alfa Romeo GT 1300 Junior auf Serpentinenstraße Foto: Michael Schröder 30 Bilder

100 Jahre Alfa: Am 26.und 27. Juni 2010 fand in Mailand die Feier zum 100-jährigen Alfa-Jubiläum statt. Diese groß angekündigten Veranstaltung wollte sich Motor Klassik natürlich nicht entgehen lassen und reiste in einem Alfa Romeo GT 1300 Junior dorthin.

05.07.2010 Michael Schröder Powered by

Das in dem seltenen Farbton "blue francia" gehaltene Bertone-Coupé fällt auf. Egal ob am Gotthardpass oder am Luganer See - unser Auto begeistert. Dabei sind wir längst nicht die einzigen, die sich an diesem Wochenende in einem klassischen Alfa Romeo in Richtung Mailand auf den Weg gemacht haben: mindestens 2.300 Alfisti aus 54 Ländern sollen sich vorab angemeldet haben, um dabei zu sein. Wenn ihre Marke ihr 100-jähriges Jubiläum feiert.

Statt Fiat-Konzern steht Mille-Miglia-Veranstalter hinter der Feier

Wer so lange Automobile baut, sollte schließlich auch allen Grund für ein großes Fest haben. Umso unverständlicher erscheint es, dass nicht der Konzern hinter diesem Event anlässlich 100 Jahre Alfa steht, sondern das Alfa Romeo Register Italien (RIAR) sowie die renommierte Mac Group, die auch die Mille Miglia organisiert. Wir sind gespannt.
 
Samstag, 26. Juni. Früh am nächsten Morgen versuchen wir pünktlich zum Messegelände der Stadt zu gelangen - offensichtlich gleichzeitig mit allen anderen angereisten Alfa-Besitzern. Ein solches Unterfangen würde vermutlich selbst unter streng-preußischem Diktat im Chaos enden; der einige Kilometer lange Stau leistet jedoch einen großen Unterhaltungswert, denn es bleibt viel Zeit zum Staunen. Ein 1900 C Pininfarina Coupé von 1953 neben einem modernen 8C Competizione? Oder ein 6C 1750 GS Zagato (1931) vor einer Giulietta aus dem Jahr 1959? Das geht absolut in Ordnung, und wir gewöhnen uns daran, dass sich selbstverständlich viele aktuelle MiTos, Spider oder 159er eingereiht haben. Vielleicht 3.000 Fahrzeuge, heißt es im Laufe des Tages seitens der Veranstalter.

Tolle Autos, enttäuschende Organisation

Die Zeit vergeht mit Autos schauen, der Platz ist voll von automobilen Ikonen aus dem Hause Alfa Romeo. Hier ein 1900 Super von 1954 aus Griechenland, dort ein britischer 6C 1750, Baujahr 1924, oder eine aus Japan angereiste Giulia TZ von 1964 - das Gebotene dürfte in dieser Mischung einmalig sein.

Um es kurz zu machen: der Rest der Veranstaltung war es nicht. Ein schlecht organisierter Corso durch die Innenstadt, von dem in Mailand niemand etwas wusste, und Einfalls- und Hilfslosigkeit auf Seiten der Veranstalter allenthalben. Die Macher dieses Events haben am Ende viele der treuesten Markenfans verärgert, die weder Kosten noch Mühen gescheut haben, mit ihren Autos aus fast allen Ecken Europas sowie aus Übersee hier her zu kommen. Schade, denn so etwas hat eine Weltmarke mit so einer glorreichen Historie nicht verdient. Die Alfisti schon gar nicht.

Mehr über 100 Jahre Alfa und diese Reise nach Mailand lesen Sie in der kommenden Motor Klassik-Ausgabe (Heft 8, ab 14. Juli am Kiosk).

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