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12. Fulda Challenge 2012 - Tag 2

Willkommen im Eisschrank

Fulda Challenge 2012 Foto: Fulda 22 Bilder

Helikopter-Drop und Langlauf-Tour auf dem Schwatka Lake bei "nur" über 20 Grad minus stand für die 14 Athleten der Fulda Challenge 2012 am zweiten Tag auf dem Programm. Live vom Extremsport-Event berichtet auto motor und sport-Redakteur René Olma.

15.01.2012 René Olma

Von wegen milder Winter in Kanada: Heute Nacht fiel die Temperatur auf minus 23 Grad und weigert sich seitdem, wieder anzusteigen. Jetzt wird es langsam ernst, für die 14 Sportler ebenso wie für den Begleittross aus Journalisten und Organisatoren. Während letztere die Nacht im Hotel in Whitehorse verbrachten, gingen die Athleten Campen. Immerhin: Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre stehen statt Igluzelten mit Isomatten vergleichsweise komfortable Gruppen-Behausungen mit Feldbetten und Holzofen zur Verfügung. Gerd Schönfelder, 14-facher Weltmeister und 16-facher Winterparalympics-Sieger kann sich am Morgen trotzdem komfortablere Unterkünfte vorstellen. „Es war saukalt, und alle zwei Stunden muss man Holz nachlegen.“

Fulda Challenge 2012 - Tag 2 3:01 Min.

Langlauf-Tour bei minus 30 Grad

Immerhin war es windgeschützt, was man vom Austragungsort der heutigen Wettbewerbe nicht behaupten kann: Der Wind bläst kräftig über die Eisfläche des Schwatka-Sees. Erster Programmpunkt: Rund 12 Kilometer Cross-Country-Ski-Rennen in einem Rundkurs auf dem See. Kein Problem für die Winterprofis wie Schönfelder und Biathlon-Profi Katja Beer-Wüstenfeld. Für Lina van de Mars und Jenke von Wilmsdorf sieht das schon anders aus. Sie stehen heute zum ersten Mal auf Langlaufski.

Entsprechen früh werden die beiden von den Spitzenläufern überrundet. Besonders der deutsche Alexander Lang geht ambitioniert zur Sache und lässt sogar die Biathletin Beer-Wüstenfeld hinter sich. Dahinter reihen sich Angelo Brack und Gerd Schönfelder ein. Nach rund einer Stunde ist das Spitzen-Quartett im Ziel. Doch trotz eisigem Wind beißen sich auch die letztplatzierten Lina van de Mars und Jenke von Wilmsdorf durch und erreichen nach zwei Stunden und acht Minuten das Ziel.

Wie hart die Bedingungen waren, sieht man schon an den Eisklumpen, die sich an Wimpern und vor dem Mundschutz der Sportler gesammelt haben. Und auch die Zuschauer verstecken mittlerweile praktisch jeden Quadratmillimeter Haut angesichts der arktischen Umgebung, die nur ein Vorgeschmack auf das Kommende sein soll.

Reifen-Wurf aus dem Helikopter

Doch noch geht es nicht ins Lager. Der Helicopter Drop steht noch an. Dabei muss ein Reifen in einen Zielkreis mit fünf Metern Durchmesser geworfen werden. Und zwar von einem Hubschrauber aus. Die Sportler stehen dabei, den Reifen in der Hand, auf den Kufen und dirigieren den Piloten in die Abwurfposition. Dann lassen sie den Pneu los und hoffen, dass er das Ziel trifft und auch sofort liegenbleibt. Bei Lina van de Mars sprang er jedoch ins Aus: „Hätte Fulda eckige Reifen, hätte es gepasst“, grinst die Wahlberlinerin am Abend.

Deutschland auf dem Podium

Am Ende verschiebt sich das Klassement. Kanada, am ersten Tag Tabellenführer liegt nun zusammen mit Alexander Lang und Berit Diehl (Team Deutschland) auf dem zweiten Rang hinter Angelo Brack und Jelena Maksimovic (Team Schweiz). Doch das bedeutet bisher wenig.

Laut Wettervorhersage wird es morgen ein wenig frostiger. Am Etappenziel im rund 500 Kilometer nördlich gelegenen Dawson erwarten uns minus 41 Grad, berechnet man den Windchill-Faktor ein, entspricht die gefühlte Temperatur dann 53 Grad unter null. Die Vorstellung, dann ein Wettrennen durch die Straßen der Goldgräberstadt durchstehen zu müssen, flößt so manchen Teilnehmer reichlich Respekt ein.

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