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12. Fulda Challenge 2012 - Tag 4

Wimperntusche aus Eis

Fulda Challenge 2012, Tag 4 Foto: Martin Haeussermann 12 Bilder

Autofahren auf dem zugefrorenen Yukon, ein Wettlauf auf Schneeschuhen und Holz-Sägen: Bei der zwölften Fulda Challenge wird es den Akteuren auch am vierten Tag nicht langweilig. auto motor und sport-Redakteur René Olma berichtet live vom arktischen Zehnkampf.

17.01.2012 René Olma

"Ist das gefährlich?" Der Riss, den der bis zur Unkenntlichkeit vermummte Kollege in der Eisdecke des Yukon entdeckt, ist rund drei Meter lang und etwa drei Zentimeter breit. Also nichts, was Jochen Semler vom Organisations-Komitee der Fulda Challenge Kopfzerbrechen bereiten würde: "Wenn du reinpasst schon." Das Eis trägt die Kia Sportage der Teilnehmer mit Leichtigkeit. Vermutlich wäre sonst auch niemand auf die Idee gekommen, hier den Offroad-Parcours abzustecken.

Nach dem mörderischen Lauf durch das nächtliche Dawson beginnt der vierte Tag der Fulda Challenge für die Teilnehmer entspannt. Sie müssen mit ihren Kia Sportage lediglich versuchen, keine Stangen zu berühren und dabei die darauf gelegten Golfbälle runter zu schubsen. Verboten ist lediglich den Rückwärtsgang zu benutzen und die Spiegel an zu klappen. Doch schon als Hans-Joachim Stuck eine Demorunde fährt, macht sich Entspannung breit: Die Tore sind breit gesteckt. Das sollte alles kein Problem sein. Zumal die Stoppuhr aus bleibt.

Fulda Challenge Tagebuch Tag 4 2:59 Min.

Schwung halten und mit Schneeschuhen laufen

Doch schon bald zeigt sich, dass der Kurs die eine oder andere Tücke hat. Ein kleine Kuhle wird zusehends ausgefahren. Bald rumpeln die Geländewagen so heftig durch das Loch, dass der Kia unsanft aufsetzt. Die Schläge sind zuviel für den durch die Kälte spröden Unterbodenschutz aus Kunststoff. Bald hängen die Teile in Fetzen.

Wer es langsamer angehen lässt, riskiert, sich festzufahren. Ohne Rückwärtsgang geht dann nichts mehr und schon häuft sich das Punktekonto. Bitte ist es besonders für Jelena Maksimovic, die an einem Hang scheitert und zurücksetzen muss: Sie nimmt zu wenig Schwung und braucht schließlich drei Anläufe. Hätte sie gleich beim ersten Mal weit genug zurückgesetzt, wäre sie vermutlich schon beim ersten Mal durchgekommen.

Angesichts der zweiten Prüfung an diesem Tag, ist Offroadfahren ohnehin Entspannung. Am Nachmittag steht wieder mal ein kleiner Wettlauf auf dem Programm: sieben Kilometer auf Schneeschuhen. Für den Triathleten Alexander Lang, der schon 20 Mal den Iron Man auf Hawaii bestritten hat, fast ein Spaziergang, der für Außenstehende jedoch eher Sprintcharakter hat. Und so kommt er – wieder einmal – mit weitem Vorsprung im Ziel an. Sein ganzer Kopf ist von einer Eisschicht bedeckt, die frostige Wimperntusche macht ihn fast blind. Jenke von Wilmsdorf, sportlich gesehen einer der normalen Menschen unter den angetretenen Leistungssportlern erreicht als letzter das Ziel. Begeistert berichtet er aber von der Aussicht auf das nebelverhangenen Tal des Yukon.

Sägen in der Goldgräberstadt

In der Goldgräberstadt Dawson, die sich mit ihren zahlreichen alten Gebäuden den Charme der Goldrausch-Zeit bewahrt hat, steht dann erst einmal der gemütliche Teil des Abends an: Die Feuerwehr grillt für den Tross der Fulda Challenge. Und danach geht es weiter: Bei den Canada Games wird ein Baumstamm zersägt. Als wäre das Handling der langen Säge nicht schon schwer genug, gilt es außerdem, das Stück so abzuschätzen, das es 1,5 Kilogramm schwer ist. Doch die Teams sind ja mittlerweile an außergewöhnliche Herausforderungen gewöhnt.

Am Ende des Tages liegt das deutsche Team mit Berit Diehl und Alexander Lang vor dem Schweizer Duo Jelena Maksimovic und Angelo Brack. Wer am Ende den Goldnugget mit nach Hause nimmt, entscheidet sich morgen.

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