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2-Wege-Unimog

1.000 Tonnen Anhängelast

Unimog 2-Wege Bahn-Trans Foto: Mercedes 34 Bilder

Auf der Messe InnoTrans in Berlin (20. bis 25.10.2016) präsentiert Mercedes den 2-Wege-Unimog für die Schiene. Das Zugfahrzeug schleppt bis zu 52 Waggons weg und kann ferngesteuert werden.

17.08.2016 Holger Wittich, Torsten Seibt Powered by

2-Wege-Unimog mit 8 Vorwärts- und 8 Rückwärtsgängen

Angetrieben von einem 5,1-Liter-Diesel-Vierzylinder nach Euro VI-Norm mit 231 PS ist der Unimog U 423 prädestiniert für den wirtschaftlichen Einsatz auf der Schiene und soll dadurch effizienter als Diesel-Rangierloks sein. Bis zu 1.000 Tonnen Anhängelast machen den 2-Wege-Unimog zum 4x4-Rangierkünstler. Neu in Berlin ist außerdem eine Euro-V-Variante des Geräteträgers, um auch die Märkte in Russland und China erschließen zu können. Der Unimog ist mit einer speziellen Waggonbremsanlage ausgestattet, um bis zu 52 Waggonachsen ansteuern zu können.

Das Getriebe weist acht Vorwärts- und ebenso acht Rückwärtsgänge auf, wodurch bis zu 50 km/h in beide Richtungen möglich sind. Die komplette Arbeitsgeschwindigkeit ist stufenlos einstellbar. Der Fahrer kann zwischen hydrostatischem Fahrantrieb und mechanischem Getriebe während der Fahrt wechseln.

Straßen-Speed bis zu 90 km/h

Dank spezieller Felgen und Reifen kann der Unimog sowohl auf Eisenbahn-Normalspur als auch auf verschiedenen internationalen Breitspuren mit seinen eigenen Rädern auf der Schiene fahren. Dabei sorgt eine hydraulisch absenkbare Schienenführung für die sichere Fahrt. Sollte der Unimog die Schienenwelt verlassen müssen, reicht ein rund 5 Meter langer ebener Bereich, zum Beispiel ein Bahnübergang, um von der Schiene auf die Straße zu wechseln. Dort kann er mit bis zum 90 km/h fahren.

Je nach Kundewunsch kann der 2-Wege-Unimog zusätzlich mit Signallichtanlage, Sicherheitsfahrschaltung, und/oder digitalem Zugfunk ausgerüstet werden.

Unimog als Schienenfahrzeug

Eine weitere Besonderheit ist die Fernsteuerung, über die der Operator von der ausgefahrenen Hubarbeitsbühne aus den Unimog bedienen kann, um beispielsweise Oberleitungen zu prüfen. Der Vorteil gegenüber schienengebundenen Fahrzeugen ist klar: Mit dem Unimog sind die Arbeiter schneller und flexibler am Einsatzort, außerdem sind die Kosten entsprechend geringer. An einem ebenen Bereich, zum Beispiel an einem Bahnübergang, kann der Unimog einfach auf- oder abgleisen.

Außerdem lässt er sich eben auf verschiedenen Spurweiten, darunter auch Straßenbahnschienen mit engen Kurvenradien einsetzen. Für den Einsatz in Tunnels hat Mercedes für die aktuellen Modelle eine entsprechende Brandschutzanlage entwickelt. Eine Brandmelde- und Brandlöschanlage im Motorraum erhöhen die Sicherheit.

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