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24. Gran Premio Nuvolari

Die schöne Schwester der Mille Miglia

Gran Premio Nuvolari 2014 Foto: Arturo Rivas 30 Bilder

Das Synonym für eine Oldtimerrallye in Italien heißt Mille Miglia. Dabei gibt es seit 24 Jahren eine fast ebenso schöne Klassikerveranstaltung in Italien, die der "Mille" locker das Wasser reichen kann: Den Gran Premio Nuvolari.

25.09.2014 Dirk Johae Powered by

Der Gran Premio Nuvolari mit Start und Ziel in der historischen Altstadt von Mantua hat sich längst als eine der besten Oldtimerrallyes Europas etabliert. In diesem Jahr starteten insgesamt 261 Teams, die an zweieinhalb Tagen knapp über 1100 Kilometer zurücklegen mussten. Zugelassen sind Klassiker bis Baujahr 1969 einschließlich.

Teilstück der Mille Miglia

Die Verwandtschaft zwischen dem seit 1991 ausgetragenen Gran Premio Nuvolari und der Mille Miglia ist aus Tradition sehr eng: Zwischen 1954 und 1957, als die Mille Miglia zum letzten Mal als Straßenrennen ausgetragen wurde, gab es für den Teilabschnitt von Cremona über das neu in die Strecke integrierte Mantua bis nach Brescia eine eigene Wertung mit dem Namen Gran Premio Nuvolari.

Für diese Neuerung bei der Mille Miglia vor genau 60 Jahren gab es einen traurigen Anlaß: Im August 1953 war der aus der Provinz Mantua stammende Rennfahrer Tazio Nuvolari im Alter von 60 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Noch im Mai 1953 hatte er trotz seiner Beschwerden die Mille Miglia bestritten, die er in den 30er Jahren zwei Mal auch Alfa Romeo gewinnen konnte. Seine Erfolge verhalfen dem Italiener, der 1938 und 1939 für das Grand-Prix-Team von Auto Union startete, zum Beinamen „Mantovano volante“ (Fliegender Mantuaner).

Italiener beherrschen Gran Premio

Wie auch bei der Mille Miglia messen sich beim Gran Premio Nuvolari heute die besten Teams der Welt, die sich auf Gleichmäßigkeitsrallyes mit Klassikern spezialisiert haben. Die überwiegende Zahl stammt aus Italien und wie bei der Schwesterveranstaltung im Mai beherrschen die Azzurri in der Regel das Geschehen: Die 24 besten Teams des Gran Premio, die insgesamt 80 Wertungsprüfungen bestritten, stammen aus Nuvolaris Heimatland. Bereits zum vierten Mal gewannen Andrea Vesco und sein Beifahrer Andrea Guerrini im Fiat 508 S Balilla Sport aus dem Baujahr 1934.

Der Mille-Miglia-Rekordsieger Giuliano Cané kam in seinem Lancia Aprilia aus dem Baujahr 1938 auf den dritten Platz, während die Mille Miglia-Sieger von 2014, Giordano Mozzi und Stefania Biacca im Lancia Lambda 221 Spider (Baujahr 1928) auf der letzten Etappe, die von Rimini zurück nach Mantua führte, noch ausfielen. Dem besten ausländischen Team beim Gran Premio Nuvolari blieb nur der 25. Rang: In einem Jaguar SS 100 aus dem Baujahr 1938 sicherten sich die Schweizer Simon Müller und Hans Rudolf Manetsch diesen Erfolg. Ihre Teamkollegen vom Vintage Rallyeteam Eberhard, Thomas Zettl und Ralf Suffa, belegten als beste deutsche Mannschaft im Triumph TR2 Sport (Baujahr 1955) den 47. Platz.

Champion im Lancia

Beim Gran Premio Nuvolari entschied sich auch das Campionato Internazionale Grand’Eventi 2014, eine Meisterschaftsserie aus acht italienischen Klassikerrallyes: Alessandro Gamberini, der mit seinem Lancia Aprilia von 1938 beim Gran Premio Nuvolari Vierter wurde, konnte sich bei der Siegerehrung im Teatro Bibiena in Mantua feiern lassen.

Bei der Siegerehrung im 1769 eröffneten Rokokotheater gab Organisator Luca Bergamaschi einen Ausblick auf die 25. Auflage des Gran Premio Nuvolari, der voraussichtlich vom 18. bis 20. September 2015 ausgetragen wird: Zum Jubiläum der schönen Mille-Miglia-Schwester versprach er eine neue Streckenführung.

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