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24-Stunden-Nürburgring Projekt 2009

BMW M3 GT4-Fahrer Jochen Übler wartet auf die Bescherung

Jochen Übler Foto: sport auto 23 Bilder

Beim 24h-Rennen greifen ins Steuer des seriennahen Straßensportwagens BMW M3 GT4 die beiden BMW-Profis Jörg Müller und Andy Priaulx sowie das sport auto-Duo Marcus Schurig und Jochen Übler. Im Interview verrät der Redakteur Übler, warum Harakiri-Aktionen fehl am Platz sind.

21.05.2009 Powered by

Nur noch wenige Tage bis zu Ihrem Einsatz beim 24h-Rennen. Schon ein bisschen nervös oder ist es mittlerweile Routine?
Übler: So langsam macht sich wohl eine gesunde Mischung aus beidem bemerkbar. Wenngleich die Nervosität sicher mehr als Vorfreude zu werten ist. Schließlich ist das 24h-Rennen selbst eine der größten Motorsportveranstaltungen der Welt. Aufgrund dessen sehe ich es als eine besondere Ehre, daran teilzuhaben. Und für mich persönlich ist dieses Rennen auch ein alljährliches Highlight, da ich schließlich nicht jedes Wochenende im Rennwagen ins Lenkrad greife. Kalt lässt mich die Sache also sicherlich nicht. Und Routine kehrt wohl erst dann ein, wenn ich endlich im Auto sitze.

24-Stunden-Nürburgring Projekt 2009: BMW M3 GT4: Kundensport hat Tradition bei der BMW Motorsportabteilung 3:03 Min.

Zum wievielten Mal nehmen Sie bereits am Langstrecken-Klassiker auf der Nordschleife teil?
Übler: Da müsste ich die Plaketten, die vor dem Start jeder Fahrer bekommt, zu Hause erst noch mal genau nachzählen. Ich glaube, es müssten so um die zwölf Stück sein. Allerdings muss man dazu sagen, dass die zwölf Starts leider keine zwölf Zielankünfte bedeuteten. Das 24h-Rennen birgt derart viele Unwägbarkeiten, dass es zweifellos schon als großer Erfolg zu werten ist, wenn man nach der langen Hatz überhaupt die Zielflagge sieht. Ankommen hat demnach auch in diesem Jahr zunächst oberste Priorität. Harakiri-Aktionen sind hier sicherlich fehl am Platz.
 
Das bedeutet, dass man als Fahrer mit äußerster Vorsicht antritt?
Übler: Das bedeutet, dass man die Sache auf jeden Fall mit reichlich Bedacht angehen sollte. Von der ersten Runde an mit dem Messer zwischen den Zähnen zu fahren zeugt nicht gerade von Weitblick. Bei den Teams, die um den Gesamtsieg fahren, mag das aufgrund der Leistungsdichte zwingend notwendig sein. Die grundsätzliche Herausforderung bei den 24h besteht für mich aber darin, einen optimalen Mittelweg zwischen Speed und Sicherheit zu finden. Der Rhythmus ist wichtig, um möglichst konstante Rundenzeiten abzuliefern.
 
Also geht es für Sie um den Olympischen Gedanken?
Übler: Bedingt. Natürlich gehen mein Kollege Marcus Schurig und ich auch mit einer großen Portion sportlichen Ehrgeiz an die Sache ran. Wenn wir schon auf einem so reizvollen Auto wie den BMW M3 GT4 fahren - noch dazu mit zwei so ausgebufften Profis wie Andy Priaulx und Jörg Müller als Kollegen - dann rücken wir hier natürlich nicht zu einer bedächtigen Kaffeefahrt aus. Und zudem sind wir Teil eines Teams, das höchst professionell antritt, um dementsprechend das maximal Mögliche rauszuholen. Bei den ersten Probeläufen im Rahmen der VLN haben wir ja schon mal zeigen können, wo die Reise hingehen kann: einmal Platz eins, einmal Platz zwei in der Klasse SP10. Sein Jungfern-Rennen hat der GT4-M3 also schon mal mit einem Sieg bestritten. Da ist natürlich durchaus Druck vorhanden. Das Ziel beim 24h-Rennen ist der Klassensieg.

Apropos Team: Wie war Ihr erster Eindruck von Schubert Motorsport?
Übler: Es war bereits der zweite oder dritte Eindruck. Schließlich haben wir schon das ein oder andere Rennen miteinander bestritten. Und nach wie vor gibt es nichts daran zu rütteln: Die Mannschaft ist absolut klasse. Ein eingespieltes Team, bei dem jeder Handgriff sitzt. Auch wenn die Boxenstopps, bedingt durch die Enge aufgrund der vielen Mannschaften pro Box immer wieder eine Herausforderung darstellen, kommt bei den Schubert-Jungs zu keiner Zeit Hektik auf. Das ist für einen Fahrer ein absolut beruhigendes Gefühl, wenn man sich auf die Truppe zu hundert Prozent verlassen kann. Und auch bezüglich der Vorbereitung des M3 GT4 kann man getrost blind davon ausgehen, dass das Auto pikobello am Start steht. Vom Drumherum ganz zu schweigen - die Schubert-Truppe tut hier wirklich alles, um den Fahrer die 'Arbeit' so angenehm wie irgend möglich zu gestalten.
 
Wie war denn die erste "Arbeit" mit dem M3 GT4 im Rahmen der VLN?

Übler: Ein äußerst angenehmes Vergnügen. Denn die Seriennähe des Renn-M3 kommt uns Journalisten auch etwas zugute. Wir gehen hier nicht mit einem kniffligen und bis ins letzte Detail ausgereizten Renngerät an den Start. Da sehen wir dann auch im Vergleich mit den Werks-Profis nicht gar so alt aus. Reglementbedingt trägt der M3 kein großes Flügelwerk, so müssen wir uns beispielsweise nicht mit dem für uns weitestgehend unbekannten Faktor Abtrieb auseinander setzen. Damit hat man zwar an den schnellen Passagen, wie beispielsweise am Schwedenkreuz, schon alle Hände voll zu tun. Aber so wie sich der M3 bereits bei der ersten Kontaktaufnahme präsentiert hat, ist mit ihm bestens auszukommen. Ein ehrliches Auto, das am Limit keine bösen Überraschungen bereit hält.

Was die Kollegen berichtet haben, sieht es zwar bei Nässe etwas anspruchsvoller aus. Aber wir werden das Kind schon schaukeln und mit dem Baby pfleglich umgehen.

Und um auf die erste Frage noch mal zurück zu kommen: Es ist ein bisschen wie die Vorfreude an Weihnachten zu Kindheitstagen. Jetzt wird es Zeit, dass endlich Bescherung ist - dass es endlich losgeht.

Weitere Informationen finden Sie im sport auto-Spezial zum 24h-Rennen auf dem Nürburgring.

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