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Ende 24-Stunden-Nürburgring Projekt 2009

sport auto-Team sieht beim 24h-Rennen die Zielflagge auf Platz 47

24h-Rennen 2009 Foto: SB-Medien 43 Bilder

Das Team von sport auto erreichte beim 24h-Rennen mit der Zielankunft sowie einem Podestplatz in der GT4-Klasse das gesetzte Minimalziel. Doch Fakt ist auch: es wäre noch viel mehr möglich gewesen...

25.05.2009 Powered by

Das Schlusswort des dreifachen Tourenwagen-Weltmeisters nach dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring 2009 fiel zweigeteilt aus: "Einerseits haben wir uns durchgebissen und nie aufgegeben, so wie es sich im Motorsport gehört", bilanzierte Andy Priaulx. "Aber wenn ich mir die Rundenzeiten und die Performance des gesamten Teams ansehe, dann hätten wir andererseits am Ende auch locker in den Top-20 des Gesamtresultats landen können." Hätte-Wäre-Wenn - das ist bei Fahrern wie Teammitgliedern nach einem Rennen über die Ultradistanz von 24 Stunden immer ein äußerst beliebtes Gedankenspiel.

24-Stunden-Nürburgring Projekt 2009: BMW M3 GT4: Kundensport hat Tradition bei der BMW Motorsportabteilung 3:03 Min.

Rund zwölf Runden in der Box
 
Doch am Ende zählen nur die Fakten, und die stehen in der Ergebnisliste, unverrückbar: mit Platz drei in der Klasse der GT4-Rennwagen und Platz 47 im Gesamtresultat wurde zwar das Minimalziel, nämlich mit dem BMW M3 GT4 unter allen Umständen die Zielflagge zu sehen, erreicht. Doch eine leichte Kollision zu Rennbeginn sowie insgesamt vier Antriebswellenschäden brockten dem sport auto-Team in der Summe eine Standzeit von fast exakt zwei Stunden ein - das entspricht einem Zeitverlust von ungefähr zwölf Runden.
 
Schon beim Start zum 24h-Rennen ereilte das sport auto-Team, das in Kooperation mit BMW Motorsport im Einsatzteam von Torsten Schubert einen M3 nach GT4-Reglement an den Start brachte, der erste große Schreck: Startfahrer Jörg Müller wurde in der zweiten Kurve in eine leichte Kollision verwickelt und musste somit am Ende der GP-Strecke - und damit ohne gezeitete Runde - in die Boxengasse abbiegen, um eine verbogene Spurstange tauschen und das Fahrwerk neu vermessen zu lassen.
 
Vom letzten Platz auf Position 60
 
Als Jörg Müller das Rennen endlich wieder aufnehmen konnte, wies der Zeitenmonitor für den BMW M3 den letzten Platz aus. Aus den Tiefen der Ergebnislisten ackerten sich die BMW-Werkspiloten Andy Priaulx und Jörg Müller sowie die sport auto-Redakteure Marcus Schurig und Jochen Übler binnen weniger Stunden mit problemfreier Fahrt und äußerst konkurrenzfähigen Rundenzeiten wieder bis auf Platz 60 nach vorne. "Der in der GT4-Klasse führende Aston Martin hat nur noch einen Vorsprung von einer Runde, das schaffen wir noch", gab sich Jörg Müller kämpferisch.

Reparatur am Rande der Strecke
 
Doch um 21.30 Uhr schlug die nächste Hiobsbotschaft im sport auto-Team ein: eine ölverschmierte Felge deutete beim Reifenwechsel auf Ungemach. Ein Check in der Box ergab eine defekte Achswellenmanschette, der Wechsel dauerte knapp 22 Minuten und warf das sport auto-Team abermals weit zurück. Knapp fünf Stunden später ereignete sich dann der zweite Antriebswellenschaden, der noch mehr Zeit kostete: Pilot Marcus Schurig strandete gegen 3.00 Uhr am Sonntagmorgen mit abgescherrter Welle im Streckenabschnitt Breidscheider Brücke.
 
"Der Schaden ereignete sich bereits in der Hatzenbach", so Schurig zum Hergang. "Ich verständigte das Team über Funk und wollte das Auto möglichst aus eigener Kraft bis in die Boxengasse zurück pilotieren. Doch mir wurde schnell klar, dass das nicht funktionieren würde, weil ich in den Bergaufstücken so gut wie keinen Vortrieb mehr hatte. Also änderten wir den Plan und ich verließ die Strecke in Breidscheid, denn nur dort gibt es eine direkte Verbindung zu einer öffentlichen Straße, so dass das Team problemlos mit Ersatzteilen und Werkzeugen zur Hilfe eilen konnte." Die Reparatur abseits der Strecke und unter schwierigen Bedingungen sorgte für einen Zeitverlust von insgesamt knapp 45 Minuten. Zwei weitere Schäden an den Antriebswellen am frühen Sonntagmorgen warfen das Team nochmals zurück.
 
"Das war wirklich jammerschade", bilanzierte Stefan Fober, GT4-Projektkeiter bei BMW Motorsport. "Die Fahrer haben einen sehr guten Job gemacht, das Auto hat keine einzige Schramme. Doch leider haben uns die verstärkten Antriebswellen im Stich gelassen. Das Auto steht natürlich erst am Beginn seiner Entwicklung als GT4-Rennwagen, und die Belastung auf der Nordschleife ist so ziemlich das extremste Testfeld, das es auf dieser Welt gibt."

BMW-Werksfahrer Jörg Müller nahm die Technikprobleme gelassen: "So etwas kann bei  einem flammneuen Rennwagen durchaus passieren. Motorsport ist eben sehr technisch und sehr kompliziert. Für mich sind zwei Dinge wichtig: Die Performance des BMW M3 GT4 hat absolut gepasst, wir waren sehr konkurrenzfähig und das Auto hat zudem viel Fahrspaß bereitet. Und zweitens hat das Schubert-Team einen tollen Job gemacht, die haben nie die Köpfe hängen lassen und immer weiter geackert - das war absolut vorbildlich!"

Weitere Informationen finden Sie im sport auto-Spezial zum 24h-Rennen auf dem Nürburgring.

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