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24-Stunden-Rennen 2009

Raeder Motorsport: Aufgeben gibt's nicht

24h Rennen Nürburgring 2009 Foto: SB-Medien 94 Bilder

Raeder Motorsport musste mit dem Brand des Lamborghini Gallardo einen besonders schweren Rückschlag hinnehmen, wurde aber nun mit der Pole-Position beim 24h-Rennen mit dem Ford GT wieder ein bisschen entschädigt.

22.05.2009 Powered by

Ausgerechnet das erste Rennen der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft - ein Zeitpunkt, an dem alle Teams gespannt und voller Motivation in die neue Saison starten - war für Raeder Motorsport alles andere als ein toller Saisonauftakt. Der Lamborghini Gallardo brannte wegen eines technischen Defekts ab. "Als kleines Team ist man froh, wenn das Ersatzteilpaket vor dem 24h-Rennen steht und alles fertig ist. Dann ist es natürlich frustrierend, ausgerechnet im ersten Rennen so einen Rückschlag hinnehmen zu müssen. Das hat unsere ganze Arbeit, die wir über den Winter geleistet haben, zunichte gemacht", sagt Nicki Raeder.

24-Stunden-Rennen Nürburgring 2012: Zeitplan, Rahmenprogramm und mehr 5:15 Min.

Rund die Hälfte des Autos ist noch übrig. Durch den Brand gab es einen Kurzschluss in der Elektrik - dadurch ist der Kabelbaum zu Schaden gekommen. Auch Motor, Getriebe und Chassis haben etwas abbekommen. Das Chassis wird nun neu aufgebaut. Wie lange es dauern wird, bis der Gallardo wieder in der Langstreckenmeisterschaft zu sehen sein wird, ist noch nicht sicher. Das Comeback ist für die zweite Saisonhälfte geplant. "Manchmal denkt man sich in solchen Momenten schon, was mache ich hier eigentlich? Aber es stand gar nicht zur Debatte aufzuhören. Schließlich beschäftigen wir 14 Leute und zwei Azubis. Das Ganze ist ja kein Hobby."

Einsatz des Ford GT bis der Lamborghini wieder aufgebaut ist

Bis der Lamborghini wieder einsatzbereit ist, setzt die Mannschaft um Nicki Raeder einen Ford GT ein. Mit Erfolg: Am Freitag (22.5.) fuhr Dirk Adorf im zweiten Freien Training zum 24h-Rennen die schnellste Zeit und startet von der Pole-Position. Erste Erfahrungen mit dem Auto sammelte das Team beim letzten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft. Das Auto ist eine Leihgabe vom Team Matech, das den Ford auch in der FIA GT einsetzt. "Da ich im vergangenen Jahr dort auch als Renningenieur mitgearbeitet habe, kannten wir das Auto schon. Deshalb haben wir das auch gemacht", erklärt Raeder.

Ganz ohne Vorbereitung ging's dann aber doch nicht. Zuerst wurde das Auto komplett zerlegt. "Da stecken rund 600 Stunden Arbeit drin", erzählt Raeder. Bis auf das Chassis ist es im Grunde genommen ein kompletter Neuaufbau. "Im Unterschied zum Lamborghini hat der Ford nicht so viele Spezifikationen wie der italienische Sportwagen. Der V8-Motor ist leistungsstark und das Auto insgesamt recht unkompliziert. Und umso unkomplizierter ein Auto ist, desto besser. Die Fahrer sind auch ganz happy damit."

Erfahrungsaustausch mit dem Team Matech

Dazu zählt auch Thomas Mutsch. Für das Team Matech ist er mit dem Ford GT in der FIA GT unterwegs, beim 24h-Rennen unterstützt er Herman Tilke, Dirk Adorf und Marc Henerici. Dabei ergänzen sich die beiden Teams perfekt. "Wir von Matech sind froh, dass ein Team mit so viel Erfahrung auf der Nordschleife wie Raeder dieses Projekt angegangen ist", sagt er. "Und ich kann natürlich auch meine Erfahrung einbringen."

Das Rennen startet am Samstag, den 23. Mai, um 16.00 Uhr (siehe Zeitplan). Ab 15.00 Uhr können Sie den kostenlosen Live-Stream auf sportauto-online.de sehen.

Weitere Informationen finden Sie im sport auto-Spezial zum 24h-Rennen auf dem Nürburgring.

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