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24h Quali-Rennen Nürburgring

BMW dominiert mit Vierfach-Sieg

Marc VDS #26 - 24h Qualirennen - Nürburgring Nordschleife - 06. April 2014 Foto: Stefan Baldauf / Robert Kah 39 Bilder

Bei der ersten Ausgabe des 24h Quali-Rennens am Nürburgring gab BMW den Ton an. Der erste und vierte Platz ging an das Team Marc VDS, der zweite und dritte Rang an das Team Schubert. Schnellstes Auto der Konkurrenz war der Black Falcon Mercedes SLS AMG auf dem fünften Rang.

06.04.2014 Bianca Leppert Powered by

Mit dem 24h Qualirennen hat der ADAC Nordrhein eine Generalprobe für den Langstreckenklassiker geschaffen. Mit 51 Teilnehmern allerdings eine überschaubare Veranstaltung. Die Premiere, die die meisten Teams als Vorbereitung nutzten, entschied BMW nach sechs Stunden für sich – und das mit einer souveränen Vorstellung.

Schubert mit Alternativ-Strategie

Die Bayern nahmen das gesamte Podium ein und auch Rang vier wurde von einem BMW Z4 GT3 belegt. Schnellster aus dem BMW-Quartett war das Auto mit der Startnummer 25 vom belgischen Team Marc VDS in der Besetzung Maxime Martin, Uwe Alzen und Marco Wittmann. Martin machte bereits im vergangenen Jahr mit einer Glanzvorstellung bei nassen Bedingungen auf sich aufmerksam, Alzen gilt ohnehin als Nordschleifen-Profi und Wittmann ist Stammpilot in der DTM. „Im Qualifying konnten wir die Zeiten nicht mitgehen“, sagte Wittmann. „Der Schlüssel zum Erfolg war die Konstanz. Die anderen hatten Dreher, Fehler oder Defekte.“

Dahinter landete das Auto des Schwesterteams Schubert Motorsport. Jens Klingmann, Claudia Hürtgen und Dominik Baumann entschieden sich bereits in der Anfangsphase des Rennens für eine andere Strategie, indem man früher als die Konkurrenz die Box zum ersten Stopp ansteuerte und damit in einem anderen Rhythmus fuhr.

BMW Z4 mit schlechtem Topspeed

„Wir hatten zu Beginn keine Chance den Audi zu überholen, deshalb haben wir uns für eine andere Strategie entschieden. Es war rückblickend die richtige Entscheidung“, erklärte Hürtgen. Ihr Teamkollege Klingmann will trotz des Vierfacherfolgs aber nicht von einer Überlegenheit sprechen: „Von der Zuverlässigkeit her sind wir ganz gut aufgestellt. Bei der Konkurrenz kamen aber nicht alle ins Ziel, deshalb wären wir wenn es hart auf hart gekommen wäre, vielleicht nicht so weit vorne gelandet.“

Der BMW Z4 GT3 ist für seine Schwäche beim Topspeed bekannt, aus eigener Kraft ist Überholen schwierig. Das bestätigt auch Lucas Luhr, der mit seinen Teamkollegen Dirk Werner, Dirk Müller und Alexander Sims Dritter wurde. „Am Anfang hatten wir ein bisschen Probleme hinter einem Audi und kamen nicht vorbei. Da hat sich Rückstau gebildet. Hinter einem anderen Auto kannst du die Stärken unseres Autos nicht ausspielen. Als wir freie Fahrt hatten, lief es besser.“

Tarnen und Täuschen vor dem 24h Rennen

Ursprünglich lag das Auto mit der Nummer 19 auf dem zweiten Rang, allerdings musste man in der Schlussphase einen Reifenschaden hinten links hinnehmen. Werner schleppte sich daraufhin mühsam vom Streckenabschnitt „Hohe Acht“ zurück an die Box. Der vierte Rang ging an Bas Leinders, Markus Palttala, Nick Catsburg und Dirk Adorf vom Team Marc VDS.

Der Vierfach-Sieg kam etwas überraschend. Denn zu Beginn schien BMW nicht in Schlagdistanz, man startete von den Plätzen zehn bis 13. Erst in der zweiten Rennhälfte riss man das Geschehen an sich und fuhr vorneweg. Dabei ist wie immer viel Politik im Spiel, denn kein Hersteller will vor dem 24h Rennen alle Karten aufdecken.

Mercedes bestes Auto der Konkurrenz

Als bestes Auto der Konkurrenz beendete der Black Falcon SLS mit der Startnummer 1 das Rennen auf dem fünften Platz. Der schwarze Flügeltürer lieferte sich in der Anfangsphase mit dem SLS vom Team HTP ein Duell, fiel später allerdings etwas zurück. Für einige eine Überraschung: Das Auto von HTP schnappte sich die Pole-Position auf Pirelli-Reifen, im Rennen fiel man aus. Roman Rusinov, Stephane Ortelli, Edward Sandström und Nico Müller traten für das Team WRT im Audi R8 LMS ultra an und wurden Sechste. Lange kämpfte ein Audi R8 vom Team Prosperia Abt an der Spitze mit, doch  Christopher Mies, Christer Jöns und Dominik Schwager mussten das Rennen aufgrund eines Getriebeproblems vorzeitig beenden.

Die Plätze sieben bis zehn gingen an Autos, die nicht in der Spitzengruppe SP9 antreten. Der Porsche 911 von GetSpeed auf Rang acht geht in der SP7 an den Start, dahinter landete ein weiterer Porsche aus der SP7 von Black Falcon vor Rotek Racing in einem Audi TT RS aus der Klasse SP4T. Den letzten Platz unter den besten zehn sicherte sich ein Porsche vom Team GDL.

Für Porsche war der Tag eher ernüchternd. Manthey Racing schickte erst gar kein Auto ins Rennen. Der Falken-Porsche sorgte am Samstag mit einem spektakulären Überschlag für Aufsehen und landete auf dem Abschleppwagen. Nur der Haribo 911 GT3 R schien eine Chance zu haben, hatte allerdings während des Rennens einen Unfall in der Fuchsröhre. Auch der Nissan GT3 von Schulze Motorsport war aussichtsreich unterwegs, bis ein Motorproblem dem Privatteam einen Strich durch die Rechnung machte. „Ich hatte schlagartig einen Leistungsabfall. Es fühlte sich an, als wäre der Turbo kaputt“, sagte Tobias Schulze.

Tickets für das Top-30-Qualifying

Am Vorabend hatten die Teams erstmals die Gelegenheit, vor dem 24h Rennen in der Nacht zu trainieren. Das war vor allem für Neulinge wie Promi-Neuzugang Felix Baumgartner, der in einem Audi R8 LMS ultra unterwegs ist, interessant. Denn in der Dunkelheit ist die Nordschleife eine noch schwierigere Herausforderung als bei Tageslicht. Zudem konnten sich vor allem internationale Teilnehmer erstmals mit der Teilnahme am 24h Qualirennen für den Start beim 24h Rennen im Juni qualifizieren.

Die Topteams nutzten beide Qualifying-Sitzungen um ein Ticket für das Top-30-Qualifying beim 24h Rennen zu lösen. Neben Phoenix Racing, Black Falcon, beide Autos von Marc VDS, die sich schon bei VLN 1 qualifizierten, schafften es an diesem Wochenende der HTP Mercedes, beide Race Experience Audis, beide Audis von Abt, der Audi von WRT, der Haribo-Porsche, der Schulze-Nissan, der zweite Black Falcon-SLS und der Schubert BMW Z4 mit der Startnummer 19. Bei den nächsten drei VLN-Läufen ziehen die besten vier aus dem Qualifying ebenfalls ins Top-30-Qualifying ein.

In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen die besten Bilder vom Rennen. Außerdem haben wir für Sie in unseren Fotokatalogen alle Rennwagen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2014 aufbereitet – sortiert nach den Specials-Rennern, den VLN-Serienwagen sowie Cup- und Gruppe H-Fahrzeuge.

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