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24h-Rennen in Spa (Rennergebnis)

Audi gewinnt 24h-Krimi

Audi R8 LMS WRT Foto: xpb 32 Bilder

Die zahlreich erschienenen Fans wurden beim 90. Jubiläum des 24h-Rennens in Spa Francorchamps würdig belohnt: der Zweikampf zwischen den werksunterstützten Teams Marc VDS (BMW) und Team WRT (Audi) machte die Schlussphase des Langstreckenrennens zu einem denkwürdigen Krimi.

27.07.2014 Marcus Schurig Powered by

Doch schon zu Rennbeginn bekamen die Fans einiges für ihr Geld geboten: fünf Safety-Car-Phasen, ausgelöst durch zum Teil hochdramatische Unfälle und eine Rennunterbrechung sorgten in den ersten fünf Rennstunden für atemlose Action.

Audi R8 LMS dampft Rückstand ein

Doch beginnen wir mit dem Ende: 78 Minuten vor dem Fallen der Zielflagge überholte Audi-Pilot Rene Rast BMW-Fahrer Dirk Werner mit einem sauberen Manöver ausgangs Eau Rouge. 100 Runden früher, gegen 12.00 Uhr am Sonntagmittag, hatte der BMW mit der Startnummer 77 von Lucas Luhr, Markus Paltalla und Dirk Werner noch mit gut 40 Sekunden Vorsprung geführt, und das belgische BMW-Team schien darüber hinaus den Vorteil zu genießen, mit einem Boxenstopp weniger über die Gesamtdistanz zu kommen.

Aus Sicht des ebenfalls belgischen Audi-Teams WRT musste also etwas geschehen, und es geschah auch was: binnen zwei Stunden dampfte der Audi R8 LMS von Rast, Markus Winkelhock und Laurens Vanthoor den Rückstand komplett ein und verwandelte ihn in einen Vorsprung, einerseits, weil Rene Rast förmlich um den Kurs flog, andererseits, weil beim BMW Z4 GT3 ein technisches Problem mit dem ABS-Sensor auftauchte, was deutlich auf die Rundenzeiten schlug.

Zwar versuchte BMW beim letzten Stopp noch einen Poker, indem man auf einen Doppelstint setzte, also auf einen Reifenwechsel verzichtete, was ungefähr 25 Sekunden einsparte und den BMW 45 Minuten vor Schluss neuerlich in Führung brachte. Doch Audi-Pilot Rene Rast konnte den Rückstand von knapp 20 Sekunden mit frischen Pirelli-Reifen schnell wieder zufahren, Dirk Werner in Runde 520 – 16 Minuten vor Rennende – abermals überholen und kreuzte nach 24 Stunden oder 527 Rennrunden somit als Erster die Ziellinie.

Horror-Unfälle, technische Probleme und Reifenschäden

Die vor dem Rennen als potenzielle Siegkandidaten gehandelten GT3-Gegner strauchelten früh und oft auch spektakulär: Vorjahressieger Mercedes hatte mit den Teams HTP Motorsport und Black Falcon alles zu bieten – von Unfällen über technische Probleme bis zu Reifenschäden. Die beiden britischen Gegner McLaren und Bentley, die ebenfalls in der Profiklasse Pro Cup antraten, verspielten früh alle Chancen, in das deutsche Superduell einzugreifen: die drei werksunterstützten McLaren schieden durch Unfälle und technische Probleme aus, Bentley musste an einem der beiden Continental GT3 schon früh einen Lenkungsschaden reparieren. Immerhin kämpften sich beide Bentley wieder zurück ins Renngeschehen und belegten so am Ende noch die achtungsvollen Plätze 13 und 17 - obwohl das britische M-Sport-Team mit dem wuchtigen Continental GT3 erstmals ein 24h-Rennen bestritt.

Für helle Aufregung bei den Fans sorgten in den ersten fünf Rennstunden hochdramatische und spektakuläre Unfälle, die zu fünf Safety-Car-Phasen und zu einem Rennabbruch führten. Besonders der letzte große Knall nach fünf Rennstunden zwischen zwei Ferrari 458 der Teams Kessel Racing und GT Corse bei Rinaldi gab großen Anlass zu Sorge, denn das Rennen musste abgebrochen werden, um den verletzten Kessel-Racing-Piloten Marcus Mahy mit dem Helikopter abzutransportieren. Am Sonntagmittag gab es dann positive Nachrichten aus dem Krankenhaus: Mahy hat zwar eine Halswirbelverletzung sowie ein Schädeltrauma, aber keine Lähmungserscheinungen und befindet sich in einem stabilen Zustand.

Zuvor hatten schwere Crashs besonders nach den Restarts in den schnellen Streckenabschnitten wie Eau Rouge und Blanchimont für ordentlich Schrott gesorgt. Alle beteiligten Piloten wurden aber nach kurzen Checks im Krankenhaus schnell wieder entlassen. Nur Sieger Audi kam letztlich fast ohne Blessuren über die Distanz: auf den ersten vier Plätzen landeten beim 24h-Rennen in Spa drei Audi R8 LMS Ultra. Audi bleibt über die Ultradistanz also das Maß aller Dinge: nach dem 24h-Sieg in Le Mans gewannen die Ingolstädter nun auch binnen kurzer Zeit die beiden 24h-Rennen am Nürburgring und in Spa.

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