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24h-Rennen Le Mans 2010 - Ergebnis

Dreifachsieg für Audi nach Peugeot Ausfall

24h Le Mans 2010 Audi R15 TDI Foto: Audi 30 Bilder

Obwohl Peugeot über 16 Stunden nach Belieben dominierte, kehrt Audi mit einem in dieser Form unerwarteten Dreifachsieg in die Heimat zurück. Peugeot verlor das Rennen wegen der mangelhaften Zuverlässigkeit: Drei Motorschäden und ein Chassisproblem führten zum Totalausfall.

13.06.2010 Marcus Schurig Powered by

Das 24h-Rennen in Le Mans ist ein Speedwettbewerb - aber aller Speed nutzt nichts, wenn man ihn nicht über die Distanz von 24 Stunden gehen kann. Diese einfache Grundregel killte das Rennen für Peugeot. Die Werkswagen-Flotte der Franzosen, die 2009 noch Audi bezwingen konnte, ging in Le Mans mit fliegenden Fahnen unter: Um 7.00 Uhr morgens strandete der führende Peugeot mit Motorschaden, zur Mittagszeit verendete der einzige noch im Rennen verbliebene und auf Platz drei platzierte Werkswagen ebenfalls mit Motorschaden. Und schließlich züngelten anderthalb Stunden vor Schluss auch Flammen aus dem Auspuff des vom französischen Oreca-Teams eingesetzten 908 - womit endgültig alle Peugeot-Diesel ausgeschieden waren.

Enorme Schlappe für Peugeot bei den 24h Le Mans

"Das ist natürlich ein großes Desaster für unsere Mannschaft", so Peugeot-Technikddirektor Bruno Famin. Zur Ursache sagte der Franzose: "Erst wenn wir die Motoren im Werk in Vélizy zerlegen, können wir mehr dazu sagen." Den sofort aufkeimenden Gerüchten, dass Peugeot nach dieser Megaschlappe vielleicht im nächsten Jahr nicht mehr vertreten sein werde, erteilte Peugeot-Sportchef Olivier Quesnel eine Absage: "Wir kommen nächstes mit einem neuen LMP1-Auto wieder nach Le Mans zurück."

Ganz anders dagegen die Stimmung in der Audi-Box, wo man sein Glück kaum fassen konnte. "Niemand konnte ahnen, dass alle vier Peugeot mit Problemen ausfallen würden", so Sieger und Werkspilot Romain Dumas. "Wir hatten zwar keine Chance, das Tempo der Peugeot mitzugehen, aber wir haben unser Möglichstes gegeben, um den Druck aufrecht zu halten. Und ansonsten gilt die älteste Regel im Motorsport: To finish first, you first have to finish!"

Dumas siegte mit seinen deutschen Teamkollegen Timo Bernhard und Mike Rockenfeller auf dem Audi mit der Startnummer 9. Das Sieger-Trio stellte dabei einen neuen Distanzrekord mit 397 absolvierten Runden auf. Mit einer Runde Rückstand kam das Schwesterauto mit den Fahrern Marcel Fässler, Benoit Treluyer und Andre Lotterer ins Ziel. Platz drei belegten die "alten Hasen" Allan McNish, Rinaldo Capello und Tom Kristensen.

Deutscher Erfolg in der GT2-Klasse

In der kleinen GT-Klasse konnten die deutschen Fans und Fahrer ebenfalls Grund zum feiern: Die Porsche-Werkspiloten Marc Lieb, Reichard Lietz und Wolf Henzler schafften im Felbermayer-Porsche den Klassensieg, nachdem das Trio sich über fast 24 Stunden immer in Schlagdistanz zu den wesentlich schnelleren Wettbewerbern von Ferrari und Corvette halten konnte. Doch bereits vor Rennhalbzeit strandete der Ferrari mit einem Software-Problem im Getriebebereich, am Sonntag verschieden die amerikanischen V8-Corvette beide mit Motorschaden. Danach war der Weg frei für das deutsche Felbermayer-Team.

Mit einer Runde Rückstand landete das ebenfalls aus Deutschland stammende Team von Horst Farnbacher auf Platz zwei in der Schlusswertung. "Unsere Hankook-Reifen haben tadellos mit dem Ferrari-Chassis harmoniert, dazu haben die Fahrer keine Fehler gemacht", so Sohn Dominik Farnbacher, der den Ferrari F430 zusammen mit Leeh Keen und Allan Simonsen pilotierte. Platz drei ging an den Porsche 911 GT3 RSR des italienischen Teams BMS Scuderia Italia. Das deutsche Schnitzer Team belegte mit einem BMW MJ3 Platz 6 im Schlussklassement.

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