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24h-Rennen Nürburgring 2011 Ergebnis

Manthey-Porsche gewinnt Langstreckenklassiker

Ziel Nürburgring 24h-Rennen 2011 Foto: Carsten Rose 10 Bilder

Das Team Manthey siegte beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring mit dem Porsche 911 GT3 RSR von Marc Lieb, Lucas Luhr, Timo Bernhard und Romain Dumas. Zweiter wurde der BMW M3 GT, den dritten Platz belegte der Audi R8 vom Team Phoenix.

26.06.2011 Powered by

Der Porsche mit der Startnummer 18 beendete das Rennen mit einem Vorsprung von 4.23 Minuten. Insgesamt drehte das Fahrerquartett 156 Runden. Nach der Unterbrechung der Siegesserie im Jahr 2010 ist es für das Team Manthey aus Meuspath am Nürburgring der fünfte Sieg. Der war für Teamchef Olaf Manthey so bewegend, dass ihm nach der Zieldurchfahrt die Tränen in den Augen standen.

24h-Rennen Nürburgring 2011 Ergebnis : Manthey-Porsche gewinnt Langstreckenklassiker 9:24 Min.

„Dieser Seeg ist etwas ganz besonderes“, sagte Timo Bernhard nach dem Rennen. „Wir hatten keine Probleme und konnten von Anfang mit vollem Anschlag fahren. Wer Olaf Manthey kennt, weiß, dass er für dieses Rennen lebt.“

Probleme bei BMW

Der RSR dominierte das Geschehen an der Spitze ohne größere Zwischenfälle bereits seit Mitternacht. Der BMW M3 GT rückte in der Schlussphase zwar an den Porsche heran, war aber nie in Schlagdistanz. Zu Beginn des Rennens gab es kurze Zeit eine BMW-Doppelführung, doch dann minimierten die Bayern ihre Siegchancen.

Das Auto von Pedro Lamy/Uwe Alzen/Jörg Müller/Augusto Farfus kollidierte im Karussel mit einem anderen Fahrzeug. Weil Lamy entgegen der Fahrtrichtung fuhr, um sich aus der Situation zu befreien, brummte ihm die Rennleitung eine 3-Minuten-Strafe auf. „Ich hatte keine andere Möglichkeit“, beteuerte Pedro Lamy. Das Schwesterauto von Dirk Werner/Dirk Adorf/Dirk Müller/Pedro Lamy mit der Nummer 7 verlor wegen eines Problems mit den Bremsen viel Zeit in der Box.

„Das ist die tollste Strecke der Welt“, schwärmte Augusto Farfus. „Das Niveau ist seit dem vergangenen Jahr so hoch. Das ist kein Langstreckenrennen mehr, sondern ein großes WTCC-Rennen.“

Audi erbt Platz drei kurz vor Rennende

Der Kampf um den dritten Platz tobte bis eine halbe Stunde vor Rennende noch zwischen dem Mercedes SLS GT3 von Heico Motorsport und dem Phoenix Audi R8 in der Besetzung Basseng/Fässler/Piccini/Stippler. Der SLS strandete in der finalen Phase jedoch mit einem Problem in der Box und überließ dem Audi das Feld.

Auf Rang vier lief der Audi R8 der Teamkollegen Stippler/Hennerici/Haase/Winkelhock ein. Der Abt-Audi mit Ekström/Scheider/Werner/Abt folgt auf dem fünften Rang. Auf der sechsten Position reihte sich der Mercedes SLS GT3 von Black Falcon ein. Der defekte Heico-Mercedes wurde nach dem unplanmäßigen Stopp bis auf Platz sieben durchgereicht.

Ferrari mit gebrochenem Querlenker

Unplanmäßig verlief das Rennen auch für das Ferrari-Team Farnbacher. Nach der Pole-Position und einigen Führungsrunden zu Beginn des Rennens machte dem Privatteam ein gebrochener Querlenker am Ferrari 458 Italia einen Strich durch die Rechnung. Immerhin gelang Farnbacher/Simonsen/Seefried/Melo noch eine fulminante Aufholjagd.

Der beste Porsche 911 GT3 R landete auf der neunten Position. Abbelen/Schmitz/Kentenich/Bergmeister schafften es ohne Probleme durchs Rennen und behielten zum richtigen Zeitpunkt die Nerven. Die Top Ten komplettiert mit dem Wochenspiegel Team Manthey Porsche ein weiterer 911 GT3. Insgesamt finden sich mit Ferrari, Porsche, Mercedes, Audi und BMW fünf verschiedene Marken auf den ersten zehn Plätzen.

Turbulente Startphase

So vielfältig wie das Ergebnis war auch der Rennverlauf selbst. Die Anfangsphase wurde vor allem von Reifen- und Führungswechseln geprägt. Das Feld startete zwar auf nasser Piste, doch schnell trocknete die Ideallinie ab. Audi setzte auf Regenreifen und musste damit bereits einmal mehr stoppen als BMW und der Ferrari, die in den ersten Runden mit Cut-Slicks und Intermediates unterwegs waren.

In der Nacht fielen einige Konkurrenten wie beispielsweise der Mamerow-SLS wegen Unfällen und technischen Defekten aus und machten den Weg für den Porsche frei. Dieser gab seine Führung daraufhin bis ins Ziel nicht mehr ab. Den von Manthey ebenfalls genannten Porsche 911 GT3 mit gleicher Fahrerbesetzung wie das Siegerauto zog man schon früh zurück, sollte er doch nur als Sicherheit dienen. „Wir hatten schon die Befürchtung, dass Olaf beide AUtos durchfahren lassen will. Aber es war die richtige Entscheidung.“ Der RSR punktete vor allem mit seiner technischen Zuverlässigkeit und Effizienz. Bis auf eine aus Versehen abgeschaltete Zapfsäule gab es keine Zwischenfälle bei der Startnummer 8.

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