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24h-Rennen Nürburgring 2008

Training: Manthey in Früh-Form

Foto: Jürgen Gebhardt 6 Bilder

Beim ersten Kräftemessen im Training sind am Freitag (23.5.) 230 Fahrzeuge auf die erste Reise durch die "Grüne Hölle" gegangen. 

23.05.2008 Powered by

Fazit nach 90 Minuten: Vorjahressieger Manthey scheint bestens vorbereitet und legte im Porsche 911 GT3 RSR die Messlatte bereits sehr hoch. Mit einer Rundenzeit von 8:26,730 Minuten sicherte sich das Fahrer-Quartett Bernhard / Lieb / Dumas / Tiemann vorläufig die Bestzeit. "Die Pole-Position ist unser klar definiertes Ziel", gibt Olaf Manthey die Marschroute vor. "Wir werden im Nachttraining zunächst abwarten und schauen, was die Konkurrenz macht. Sollte Startplatz eins in Gefahr sein, greifen wir nochmal voll an."

Kurz vor Ende des Trainings sorgte Timo Bernhard noch für eine Schrecksekunde: Bei einem Überholvorgang kollidierte er mit einem langsameren Fahrzeug und beschädigte sich dabei die rechte Frontpartie.

Eine gute Ausgangsbasis für den Langstreckenklassiker in der Eifel haben auch die Teams von Alzen Motorsport, Zakspeed und Wolfgang Land im Visier. Im ersten Versuch hatten alle drei allerdings das Nachsehen. Alzen / Gedlich / Abt / Menzel belegen vorläufig den zweiten Platz, die Zakspeed-Viper mit Bert / Coronel / Huismann / Bouchut landete auf dem dritten Rang.

Das Führungsquartett komplettiert die Mannschaft von Wolfgang Land. "Wir sind mit unserer Rundenzeit zufrieden und werden im zweiten Training nichts mehr riskieren - dazu besteht keine Notwendigkeit, denn ein 24h-Rennen wird nicht über die Startposition entschieden", sagt Land.

Feuer bei Hisaq

Viel Arbeit wartet auf die Mechaniker von Hisaq-Competition. Nach wenigen Metern entzündete sich am Heck des Porsche mit der Startnummer 22 ein Feuer. Frank Stippler rettete den brennenden Boliden über den Grand-Prix-Kurs zurück an die Box. "Das Feuer konnte im vorderen Bereich der Boxengasse gelöscht werden - sonst hätten wir den Porsche unter Umständen komplett verloren", sagt Teamchef Arnd Schmidt.

Jetzt muss geprüft werden, wie stark das Fahrzeug beschädigt ist und wo die Ursache für den Defekt liegt. Die erste Analyse des Teamchefs: "Wahrscheinlich war eine Leitung leck, so dass brennbare Flüssigkeit sich am Motor oder dem Auspuff entzündet hat."

Stimmen nach dem ersten Training:

Startnummer 1 (Bernhard / Lieb / Dumas / Tiemann) Porsche 911 GT3-RSR
Marc Lieb: "Meine Rundenzeit war sehr gut. Ich hatte eine freie Runde und kam als Erster durch. Natürlich musste ich mich auf die Strecke einschießen, aber das ist mir gut gelungen. Die Runde war super und dem Limit sehr nahe. Aber auch meine Teamgefähr­ten können diese Zeiten fahren. Unser Ziel ist es einfach konstant schnell zu sein."

Startnummer 2 (Bert / Coronel / Huismann / Bouchut) Dodge Viper GTR-S
Peter Zakowski: "Unser Training verlief planmäßig – allerdings bin ich mit den Runden­zeiten noch nicht ganz zufrieden, denn unsere schnellste Runde war noch zu langsam."

Startnummer 3 (Basseng / Stuck / Luhr / Simon) Porsche GT3-RSR
Patrick Simon: "Wir können den Speed des Manthey-Porsche nicht mitgehen. Aber wir sind gut aufgestellt und wollen einfach über die Distanz einen guten Job machen. Dann schauen wir, wo wir am Ende ankommen."

Startnummer 10 (Scheid / Kainz / Teichmann / Klasen) BMW M 3 E46 GTS
Oliver Kainz: "Wir liegen auf Platz acht und sind derzeit schnellster BMW. Besser hätte es nicht laufen können. Unser Ziel war es, im Training einen Platz unter der ersten 15 zu erreichen. Das haben wir mit Platz acht geschafft."

Johannes Scheid: "Wir sind zwar schneller als im Vorjahr, aber an die Zeiten der Spitze kommen wir nicht ran. Wenn ich mir deren Rundenzeiten ansehe, muss die Konkurrenz in den ersten Läufen zur Langstreckenmeisterschaft wohl sehr gut geblufft haben. Aber mit Platz acht bin ich zufrieden."

Startnummer 11 (Frentzen / Müller) Apollo
Dirk Müller: "Ich hatte während meines Turns Probleme mit dem Benzindruck. Das Fahr­zeug ging plötzlich auf der Geraden aus - dank des Elektro-Antriebs kam ich aber zur Box zurück.“ Heinz-Harald Frentzen ergänzt in Sachen Elektro-Antrieb: „Da die Temperatur unserer Batterien laut DMSB nicht höher als 50 Grad sein darf, gilt unser Augenmerk vor allem deren Kühlung."

Startnummer 22 (Collard / Franchitti / Stippler / Westbrook) Porsche 997 GT3-RSR
Teamchef Arne Schmidt: "Unsere Zielsetzung für das zweite Training ist, die Probleme auszusortieren. Alle vier Fahrer sollen außerdem ihre Pflichtrunden fahren – in Richtung Pole schielen wir sicherlich nicht mehr."

Startnummer 24 (Weiss / Pietsch / Jacobs / Schornstein ) Porsche 911 GT3
Michael Jacobs: "Auf meiner Runde bin ich etwas aufgehalten worden. Aber mit einer Zeit von 8:43 sehe ich uns auf Land-Niveau. Auf unserem Auto sitzt eine sehr homogene Fahrertruppe. Wir sind alle Amateure und starten in einer Klasse, in der sehr viele Profis fahren. Mal sehen, ob wir heute Abend mit einem Kalt-Shot noch einmal nachlegen können."

Startnummer 121 (Schmitz / Abbelen / Althoff / Heyer) Porsche 997
Sabine Schmitz: "Wir hatten im ersten Zeittraining zuerst Probleme mit einer defekten Servolenkung, dann verlor der Motor etwas Öl. Die Servolenkung ist bereits wieder repariert – das Ölleck im Motor suchen wir noch."

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