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30 Jahre Monza und Senator

Sechs-Ender

Foto: Opel 32 Bilder

Vor 30 Jahren schickte sich Opel an, den Anschluss an die Oberklasse nicht zu verlieren. Mit den neuen Spitzenmodellen Senator und Monza wollten die Rüsselsheimer für die Zukunft rüsten. Doch es kam anders: ein Sterben auf Raten begann

06.05.2008 Kai Klauder Powered by

Die Technik der beiden Modelle ist weit gehend identisch: Das moderne Fahrwerk mit McPherson-Federbeinen vorn, Einzelradaufhängung an Schräglenkern hinten, sowie der Miniblockfeder genannten kompakten Schraubenfedern an der Hinterachse galt als das beste seiner Klasse.

Sportcoupé mit riesiger Klappe

Hinter dem Monza steckt die Idee eines bezahlbaren Gran Turismo. Die aerodynamische Karosserie bietet im Fond vollwertige Sitze und der durch die große Heckklappe sehr gut zugängliche Kofferraum ist mit seinen 425 Litern fernreisetauglich. Bei umgeklappter Rücklehne sind es sogar 785 Liter. Kein Wunder, dass diese Idee heute wieder von vielen Herstellern aufgegriffen wird, die den Markt mit Coupéhaften Limousinen bereichern.

Der Senator ist dagegen die klassische Opel-Reiselimousine. Wie bei den Vorgängern der Baureihe KAD (Kapitän, Admiral, Diplomat) stand hier der Komfort und luxuriöse Ausstattung im Zentrum – wenn auch in deutlich kleinerem Format. Der Radstand ist um 25 Millimeter länger als beim Monza, bei dem die Bodengruppe gekürzt wurde. Die CD-Ausstattung kann sich auch heute noch sehen lassen: Lenkradhöhenverstellung, Klimaanlage, elektrische Fensterheber und Sitzheizung gehörten zur langen Serienausstattungsliste.

Abrüstung: Motorenvielfalt nach unten

Für gleichermaßen kommoden wie energischen Antrieb sorgten großvolumige Reihensechszylinder mit 140 bis 180 PS Leistung. Das Topmodell ist der Dreilitermotor, der als 180 PS Einspritzer und 150 PS-Vergaser geordert werden konnte. Als Einstiegsaggregat wurde ein 2,8-Liter-Vergasermotor mit 140 PS angeboten.

Später kam eine Reihe von schwächeren Motorisierungen hinzu. Es wurde abgerüstet: Ein 2.0 E (110 PS-Vierzylinder von 1982 bis 84), 2.2i (115 PS-Vierzylinder von 1984 bis 86), 2.5 E (136 PS-Sechszylinder von 1982 bis 1986). Außerdem gab es zwei Selbstzündermotoren. Von 1984 bis 86 den 2.3 TD-Turbodiesel mit 86 PS und 1985/86 den aufwändigen Kompressor aufgeladenen 2.3 Comprex mit 95 PS.

Mit der Top-Motorisierung lagen die Fahrleistungen durchaus auf hohem Niveau: Nur 8,5 Sekunden vergehen im Monza bei dem Sprint aus dem Stand auf 100 km/h und erreicht maximal 215 km/h. Der Senator ist eine halbe Sekunde langsamer und kommt auf 210 km/h. Der Durchschnittsverbrauch wurde mit 10,8 (Monza) und 11,3 (Senator) Litern angegeben.

Nach acht Jahren war Schluss für den Monza

Die Baureihe A1 wurde von 1978 bis 1982 gebaut. Der Senator fand rund 70.000 Käufer, der Monza etwa 27.000. Es folgte eine Modellpflege (A1+), die an neu gestalteten Spiegeln und Armaturenbrettern und neuen Stoffmustern zu erkennen ist. 1983 folgte ein Facelift (A2), bei dem Motorhaube, Scheinwerfer und Stoßstangen modernisiert wurden. Die ohnehin schwachen Verkaufszahlen gingen nochmals zurück. Nur 16.594 Monza A2 und rund 60.000 Senator A2 konnten abgesetzt werden. Insgesamt lief die A2-Baureihe 76.917 Mal vom Band.

1986 wurde die Produktion des Monza eingestellt, ein Jahr später erschien der Senator B parallel zum neuen Opel Omega. Der Unterschied zum Omega lag in einigen Details wie der Front- und Heckgestaltung und vor allem im Ausstattungsniveau. Die Verkaufszahlen enttäuschten – viele Käufer sahen keinen Grund den Senator dem billigeren Omega vorzuziehen. 1993 lief die Produktion aus und der Name Senator wurde beerdigt.

Äußerst rar: Keinath-Cabrio

Die Firma Keinath fertigte 144 Exemplare des Keinath C5 auf Basis des Monza A2 an. Davon wiederum baute Erich Bitter 22 Exemplare zu seinem Bitter SC-Cabrio um.

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