Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

70 Jahre Volkswagen

Foto: VW

Am 28. Mai 1937 wurde in Berlin die "Gesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens mbH" mit einem Stammkapital von 480.000 Reichsmark gegründet.

24.05.2007 Powered by

Mit der Unternehmensgründung durch die "Deutsche Arbeitsfront" instrumentalisierten die Nationalsozialisten die Vision des "Volkswagens", die seit der Jahrhundertwende Automobilingenieure und die Öffentlichkeit faszinierte.

Ferdinand Porsche konstruiert den Volkswagen

Ferdinand Porsche, der 1934 vom Branchenverband mit dessen Konstruktion beauftragt worden war, entwickelte mit seinem Team um Karl Rabe, Franz Xaver Reimspieß und Ferry Porsche ein 1938 serienreifes Fahrzeug, das mit seiner unverwechselbaren Silhouette millionenfach Automobilgeschichte schrieb.

Ferdinand Porsche gehörte zusammen mit Bodo Lafferentz, einem Vertreter der Deutschen Arbeitsfront, zur Geschäftsführung des seit 1938 unter dem Namen "Volkswagenwerk GmbH" firmierenden Unternehmens. Die Grundsteinlegung des Werks im heutigen Wolfsburg fand am Himmelsfahrtstag des Jahres 1938 statt.

Doch der "Kraft durch Freude-Wagen" blieb ebenso Propagandaankündigung wie die mustergültigen Arbeits- und Lebensbedingungen in beiden Stammwerken in der damaligen "Stadt des KdF-Wagens" und in Braunschweig. Nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde aus dem Volkswagenwerk ein Rüstungsbetrieb, in dem mehrheitlich ausländische Zwangsarbeiter für Hitlers Krieg arbeiten mussten.


Vier neue Werke in den 50ern

Durch die britische Militärregierung wurde das von den Alliierten beschlagnahmte Volkswagenwerk ein ziviles Automobilunternehmen. Sie vergab im August 1945 einen ersten Produktionsauftrag über 20.000 Limousinen. Im Dezember 1945 lief mit 55 Fahrzeugen die Serienfertigung an.

Von den Briten wurde Volkswagen im Oktober 1949 in die Treuhänderschaft des Bundes und in die Verwaltung des Landes gelegt und stieg mit Käfer und Transporter im "Wirtschaftswunder" zum Symbolunternehmen Deutschlands auf. In den 1950er Jahren eröffneten neue Fabriken in Hannover und Kassel, später in Emden und Salzgitter.

Auch im Ausland fuhr das Unternehmen von Erfolg zu Erfolg: 1947 begann der Export, 1952 gründete Volkswagen seine erste ausländische Vertriebsgesellschaft in Kanada, 1953 folgte die Produktionsgesellschaft "Volkswagen do Brasil Ltda.". 1955 feierte Wolfsburg dann den millionsten Volkswagens nach Kriegsende.

VWs Weg in die Globalisierung

1960 zur Aktiengesellschaft umfirmiert und teilprivatisiert, entwickelte sich VW durch die 1965 erfolgte Übernahme der Auto Union GmbH, die 1969 mit der NSU Motorenwerke Aktiengesellschaft zur heutigen Audi AG vereinigt wurde, zum deutschen Automobilkonzern.

Zwischen 1973 und 1975 vollzog Volkswagen den Übergang von den luftgekühlten Heckmotoren zu moderneren Fahrzeugkonzepten mit wassergekühlten Motoren und Frontantrieb. Die drei Modellreihen Passat, Golf und Polo bilden bis heute den Kern von Volkswagen.

Mitte der 1970er Jahre reagierte Volkswagen mit seinen Produkten auf die veränderten weltwirtschaftlichen Verhältnisse nach dem ersten Ölpreisschock des Jahres 1973 . Das Unternehmen wurde zum Volumenhersteller, der die gewachsenen Sicherheitsansprüche berücksichtigte und verbrauchsarme Motoren anbot.

Heute dient die Volkswagen Aktiengesellschaft als Dach für weitere Automobilmarken wie Seat, Škoda, Bentley, Bugatti und Lamborghini.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk