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75 Jahre BMW Roadster

Jubiläum der blau-weißen Roadster-Entwicklung

BMW Roadster 315/1 Foto: BMW 64 Bilder

1934 kam der erste Roadster von BMW auf den Markt. Verschiedene offene Sportmodelle mit dem blau-weißen Logo folgten. Ein Überblick der 75-jährigen Roadster-Historie des bayrischen Automobilherstellers.

04.06.2009 Powered by

Der Startschuss zur Entwicklung des ersten BMW-Roadster fiel auf der Berliner Automobilausstellung im Mai 1934. Hier zeigte neben der Limousine BMW 315 erstmals den Prototyp eines Sportroadsters. Unter der Haube von beiden Fahrzeugen arbeitete das gleiche Aggregat, ein 1,5-Liter-Reihensechszylinder, der vom 1,2-Liter-Motor aus dem ausgelaufenen BMW 303 abstammte.

BMW 315/1 und 319/1

In der Limousine leistete der Motor mit zwei Vergasern 34 PS, während der Sechszylinder im Roadster BMW 315/1 auf 40 PS kam. Nach dem Beschluss einer Serienproduktion konnte das Fahrzeug ab Sommer 1934 für 5200 Reichsmark erworben werden. Das Serienmodell unterschied sich in erster Linie durch eine andere Scheinwerferanordnung und seitliche Lüftungsgitter anstatt der ursprünglichen gebogenen Schlitze des Prototyps.
 
Mit Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h konnte der 315/1 damals auch im Motorsport Akzente setzen. Die ersten Erfolge wurden bei der Internationalen Alpenfahrt 1934 eingefahren. Die fünf Wagen des BMW Werksteams errangen als einzige strafpunktfreie Mannschaft in ihrer Klasse den Internationalen Alpenpokal: an der Spitze das BMW 315/1 Team Richard Brenner/Albert Kandl/ Ernst v. Delius. Bis Mitte 1935 entstanden von diesem Modell nur 230 Exemplare.

Ende 1934 folgte mit dem 319/1 die Weiterentwicklung des 315/1. Äußerlich war der stärkere Novize bis auf die Lüftungsgitter an der Motorhaube identisch. Der BMW 319/1 wurde von einem durch Hubraumerweiterung und drei größere Flachstromvergaser auf 55 PS gesteigerten 1,9 l-Motor angetrieben. Dank des leichten Gewichts von nur 780 kg hatte der 319/1 eine Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h.

BMW 328 und 507

Mitte der 30er-Jahre wurden die Fahrzeuge immer leistungsstärker. Auch bei BMW verlief die Entwicklung in diese Richtung. Das Ergebnis war der M328, der Motor des BMW 328 Sportwagens von 1936. Nach dem der Roadster ab Mitte 1936 nur im Rennsport eingesetzt wurde, begann im Frühjahr 1937 die Serienfertigung. Mit einer Leistung von 80 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 155 km/h war er deutlich schneller als der 315/1 und der 319/1. Insgesamt wurden nur 464 Exemplare des BMW 328 bis 1940 gebaut.

Mitte der 50er-Jahre kam der BMW 507 ins Programm. Beim 507 wurde besonders auch auf ein sehr elegantes Design Wert gelegt.  Erstmals wurde der Wagen der Fachwelt 1955 in New York präsentiert: Lange Haube, maßgeschneidertes Fahrerabteil und knappes Heck, gestreckte Seitenlinien und sanft geschwungene Rundungen prägten den 507. Unter der Motorhaube des 507 wurde ein V8 eingepflanzt. Dieser leistete 150 PS aus 3,2 l Hubraum, und beschleunigte den Wagen auf 220 km/h. Auf Wunsch bot BMW später zusätzlich eine leistungsgesteigerte Variante an, die rund 165 PS abgab. Zwischen 1956 und 1959 wurde der 507 insgesamt 251 Mal verkauft.

BMW Z1 und Z3

Nach dem 507 dauerte es bei BMW lange 29 Jahre bevor wieder ein Roadster mit der typischen Doppelniere auf den Markt kam. 1988 stellte BMW den Z1 vor. Die gesamte Außenhaut bestand aus angeschraubten Kunststoffelementen und die Türkonstruktion ließ sich auf beiden Seiten auch während der Fahrt in den hohen Seitenschwellern versenken. Der 170 PS starke 2,5-l-Reihensechszylinder und die meisten Achsteile stammten aus dem 3er. Der Z1 erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h. Ab Januar 1989 wurden die ersten Z1 Roadster, die zum größten Teil in Handarbeit entstanden, an Kunden ausgeliefert. Der hohe Grundpreis von DM 80.000 sorgte allerdings für einen schleppenden Absatz. Nach 8.000 BMW Z1 endete die Produktion im Juni 1991.

Nach dem Z1 präsentierte BMW 1995 den Z3. Der BMW Z3 startete mit zwei Motorvarianten. Neben dem Vierzylinder mit 115 PS (194 km/h) gab es auch einen Vierzylinder mit 140 PS (205 km/h). Weitere Motoren folgten. So reichte die Palette vom 1,8-Liter-Vierzylinder bis zum 3,2-Liter-Sechszylinder aus dem M3, der im M Roadster bis zu 325 PS leistete und dem Roadster zu sehr guten Fahrleistungen verhalf.

BMW Z8 und Z4

Im März 2000 kam der Z8 auf den Markt. Unter optischen Aspekten orientierte sich der Z8 mit seinem Retro-Look an der Linienführung des 507. Insgesamt wurden 5703 Exemplare bis Juli 2003 verkauft. Unter der Motorhaube arbeitete ein Fünfliter-V8 mit 400 PS. Die Höchstgeschwindigkeit des Roadster mit handgeschaltetem Sechsganggetriebe lag bei 250 km/h. Dank der 400 PS spurtete der Z8 trotz seines hohen Gewichtes in 4,7 Sekunden auf 100 km/h.

Ende September 2002 wurde auf dem Pariser Automobilsalon erstmals der BMW Z4 gezeigt. Der Roadster wurde im Herbst 2002 zunächst auf dem amerikanischen Markt und im März 2003 dann auch in Deutschland eingeführt. Das Motorenprogramm mit unterschiedlich starken Aggregaten war breit gefächert (150 PS bis 343 PS). Nach anfänglichen Absatzerfolgen brach 2004 die Nachfrage ein und BMW reagierte 2006 mit einer Modellpflege. Das Facelift wurde von 2006 bis 2008 gebaut. Seit Mai 2009 ist die zweite Generation des Z4 auf dem Markt. Anders als alle anderen Roadster in der BMW-geschichte verfügt der neue Z4 erstmals nicht mehr über ein traditionelles Stoffverdeck, sondern über ein versenkbares Klappdach aus Metall.

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